Posts tagged ‘zeche zollern’

9. November 2012

Kunsthandwerk auf Zeche Zollern

https://i2.wp.com/www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/40620.jpg

Markt für schöne Dinge lockt ins LWL-Industriemuseum

Unter dem Motto „Kunst Hand Werk – Markt für schöne Dinge“ lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, 10. November, und Sonntag, 11. November, wieder zum Kunsthandwerkermarkt in sein Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund ein.

Über 50 Aussteller aus ganz Deutschland präsentieren ihre Arbeiten im besonderen Ambiente der historischen Zechenwerkstatt. Auch die Galerie im Obergeschoss wird für den Markt mit genutzt. Das Spektrum reicht von Holz- und Glasarbeiten über Steinskulpturen und Kleinmöbel bis hin zu Papierwaren. Ein besonders umfangreiches Angebot gibt es in den Bereichen Textil und Schmuck. „Wer auf der Suche nach individuellen und ausgefallenen Geschenken ist, für den ist bei dem breiten Angebot in der historischen Zechenwerkstatt bestimmt etwas dabei“, erklärt LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus.

Neu ist in diesem Jahr ein kreatives Angebot: Am Samstag (10.11.) zwischen 14 und 17 Uhr können Interessierte bei einem Workshop unter Anleitung Ohrringe und Armbänder aus Glas- und Kunststoff-Perlen gestalten. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

Der Markt für schöne Dinge ist am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, das LWL-Museum ist wie gewohnt ab 10 Uhr geöffnet. Der

Advertisements
22. Oktober 2012

Geschichte der Zeche Zollern, Vom Prestigeobjekt zur Investitionsruine

https://i2.wp.com/www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/40447.jpg

Vortrag zur Geschichte der Zeche Zollern I/III im LWL-Industriemuseum

Zur Einstimmung auf die anstehende Wiedereröffnung der Maschinenhalle im Frühjahr 2013 startet das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern eine Vortragsreihe unter dem das Motto „Der Weg zur Zeche Zollern“. Zur ersten Veranstaltung lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr ein. Historiker Dr. Olaf Schmidt-Rutsch vom WL-Industriemuseum, berichtet über die Geschichte der Zeche Zollern I/III. Sein Vortrag erzählt von den dramatischen Vorgängen um die Gründung und die ersten Betriebsjahre der älteren Schachtanlage in Dortmund Kirchlinde und wirft so den Blick auf die Vorgeschichte ihrer weit bekannteren Nachbarzeche. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund

Zollern I/III sollte eigentlich im Zuge des Wirtschaftsbooms vor der deutschen Reichsgründung von 1871 zu einem erfolgreichen Betrieb geführt werden. Doch beim Schachtbau stieß man auf große Wasserzuflüsse, die nur unter hohem finanziellen und technischen Aufwand zu bewältigen waren. Die Investoren, die im Steinkohlenbergbau eine gewinnbringende Geldanlage erhofft hatten, sahen sich getäuscht. Im langwierigen Streit um die Finanzen und um den Weiterbau der Zeche verkamen die aufwändig gestalteten Übertageanlagen mit ihren zwei Malakofftürmen. Schließlich kaufte der irische Unternehmer William Thomas Mulvany die marode Zechenanlage. Er konnte sie zwar in Betrieb setzen, scheiterte aber als Unternehmer an der Weltwirtschaftskrise der 1870er Jahre.

Im zweiten Vortrag der Reihe informiert Michael Farrenkopf vom Deutschen Bergbaumuseum am 4. Dezember über die Expansion und die Modernisierung im Ruhrbergbau um 1900. Am 22. Januar 2013 thematisiert Dietmar Bleidick den preußischen Staatsbergbau zwischen 1890 und 1914. Am 7. März 2013 widmet sich Eckhard Schinkel dem berühmten Jugendstil-Portal der Zeche Zollern II/IV. Und am 23. April 2013 stellt Thomas Parent seinen Zollern-Vortrag unter das Motto „Stahl und Strom, Musterzeche und Museumszeche“.

Schlagwörter:
15. Oktober 2012

Die Siegerländer Lokomotiv-Schmiede Jung

https://i1.wp.com/www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/40388.jpg

Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Um Geschichte und Produkte der Lokomotivfabrik Arnold Jung geht es im nächsten Vortrag aus der Reihe „Verkehrsgeschichte“, zu der der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 16. Oktober, in sein Industriemuseum Zeche Zollern einlädt. Stefan Lauscher unternimmt ab 19.30 Uhr mit den Zuschauern einen Streifzug durch 100 Jahre Lokomotivenbau und zeigt Bilder aus der Geschichte der traditionsreichen Siegerländer Fabrik.

Arnold Jung in Kirchen an der Sieg gehörte zu den großen und bedeutenden Lokomotiv-Schmieden Deutschlands. Über 100 Jahre, von 1885 bis 1987, wurden hier Lokomotiven gebaut: große, schwere Staatsbahnlokomotiven wie die elegante Reichsbahn-41, die Kriegslok Baureihe 52 oder die berühmte 23 105, vor allem aber Privat- und Werkbahnlokomotiven, Feldbahnlokomotiven, Grubenloks, Industrie-E-Loks und viele andere – insgesamt fast 13.000 Lokomotiven jeder Größe und Bauart. Etliche davon waren auch im Ruhrgebiet eingesetzt.

Der als Eisenbahnkenner bekannte WDR-Journalist Stefan Lauscher wird am Vortragsabend auch sein reicht bebildertes, aktuelles Buch über die Geschichte der Lokomotivfabrik Jung mitbringen.

Schlagwörter:
13. Oktober 2012

Der „Herr der Schächte“ ,Schachtsteiger auf General Blumenthal in Recklinghausen und Auguste Victoria in Marl

https://i0.wp.com/www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/40414.jpg

Ehemaliger Schachtsteiger  von  AV Marl  zu Gast im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

In der Reihe „Zeitzeugen“ haben Besucher des LWL-Industriemuseums am kommenden Sonntag, 14. Oktober, um 15 Uhr wieder die Gelegenheit, Einblick in ein wenig bekanntes, aber eminent wichtiges Berufsfeld im Bergbau zu erhalten. Rainer Kramer, Jahrgang 1956, berichtet über seine Arbeit als Schachtsteiger auf verschiedenen Zechen des Ruhrgebietes. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt ab 15 Uhr zu der Veranstaltung ein.

Mit 16 Jahren begann Kramer seine Ausbildung als Elektroanlageninstallateur auf der Zeche Hansa, schulte aber schon bald nach abgeschlossener Ausbildung zum Bergmechaniker um. Damit war er bereits in jungen Jahren ein „Allrounder“. Nach der Ausbildung zum Grubensteiger arbeitete er auf der Zeche Minister Stein zunächst in der Aus- und Vorrichtung, seit 1985 dann als Schachtsteiger. Dies sollte bis zur Verrentung 2005 sein Berufsfeld bleiben. Nach der Schließung von Minister Stein übte er die Tätigkeit des Schachtsteigers noch auf General Blumenthal in Recklinghausen und Auguste Victoria in Marl aus. Immer war er der „Herr der Schächte“, aber jede Zeche war anders. „Ich war verantwortlich für Revision, Instandhaltung und Transporte bei allen Schächten und Blindschächten einer Zeche. Und da auf jeder Zeche alle Transporte mit Menschen, Material und Kohle durch den Schacht müssen, war das eine Aufgabe von höchster Bedeutung für Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Bergwerks.“

Zu seinen täglichen Aufgaben gehörten Kontrollen des Schachtes und seiner Fahranlagen, z.B. des Mauerwerkes und der Spurlatten, aber auch die Organisation großer Maschinentransporte etwa von Grubenlokomotiven stand unter seiner Verantwortung. Dabei konnte es auch lebensgefährlich werden. „Schlimme Situationen ergaben sich, als etwa eine Druckluftleitung gerissen war und einen Korb mit vier Etagen durchschlagen hatte. Da hörte man ein Geräusch, das man nie mehr vergisst“, erzählt der heute 56-jährige. Auch die Situation auf einer Befahrungsbühne im Schacht wird er nie vergessen, als die Bühne sich quer stellte und der Fördermaschinist die Bühne noch 30 Meter weiter zog. Unter ihm lagen 500 Meter Tiefe. „Gott sei Dank waren wir angeschnallt.“

Rainer Kramer freut sich auf das Gespräch mit den Besuchern und ist für alle Fragen zum Bergbau offen.

Schlagwörter:
11. Oktober 2012

Reif für die Reise „Früchte und Samen“

https://i2.wp.com/www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/40373.jpg

Naturkundlicher Spaziergang rund um das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Bei einem Herbstspaziergang rund um die Zeche Zollern am kommenden Samstag, 13. Oktober, stehen Früchte und Samen von Bäumen, Sträuchern und Wildkräutern im Mittelpunkt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt Erwachsene und Kinder um 15 Uhr zum Start der zweistündigen Tour ins Foyer seines Industriemuseums ein.

Harte Schalen, weiches Fruchtfleisch, Kapseln, Nüsse oder haarige Flugschirme wird Naturpädagogin Birgit Ehses gemeinsam mit den Teilnehmern unter die Lupe nehmen. Erforscht werden auch die speziellen Verbreitungstechniken von Pflanzen, zum Beispiel durch Wind oder Tiere. Große und kleine Teilnehmer können außerdem erfahren, welche Samen und Früchte nutzbar oder giftig sind.

Kosten:
2 Euro plus Eintritt (Erwachsene. 5 Euro; Kinder 1,10; Familienkarte 10 Euro). Mit dem Ticket kann anschließend noch das LWL-Industriemuseum besucht werden.

Schlagwörter:
6. Oktober 2012

Ausstellung „Zwangsarbeit“ wandert nach Warschau

https://i0.wp.com/www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/40360.jpg

Erfolgreiche Station im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Noch bis Sonntag, 14. Oktober, ist die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund zu sehen. Diese zweite deutsche Station der Ausstellung verlief äußerst erfolgreich. „Gerade in den letzten Wochen erleben wir hier ein sehr großes Besucherinteresse, insbesondere auch von Schulklassen“, freut sich Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Insgesamt werden am Ende rund 45.000 Menschen die Präsentation in Dortmund gesehen haben. Gilhaus: „Das ist bei dem schwierigen Thema ein sehr gutes Ergebnis.“

Auch das maßgeblich von der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache der Stadt Dortmund organisierte umfangreiche Begleitprogramm mit mehr als 20 Veranstaltungen fand regen Zuspruch. Nach dem Ende der Präsentation dieser Sonderausstellung wird das Thema NS-Zwangsarbeit für das LWL-Industriemuseum weiterhin eine wichtige Rolle spielen. „Wir haben durch eigene Nachforschungen über die Geschichte der Zwangsarbeiter im Bergbau und speziell auf Zollern viele neue Erkenntnisse gewinnen können. Wir werden die Zusammenarbeit mit den Institutionen in der Region fortsetzen und das Thema auf jeden Fall für unsere Dauerausstellung weiter aufarbeiten“, so LWL-Museumsleiterin Gilhaus.

Die Ausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ wird an ihrer nächsten Station vom 9. Januar bis zum 8. März 2013 im Königsschloss der polnischen Hauptstadt Warschau zu sehen sein. Dort steht sie unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Polnischen Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski und von Bundespräsident Joachim Gauck. Anlässlich der Übernahme der Schirmherrschaft teilte Staatspräsident Komorowski mit, die Ausstellung trage zur breiten Information über die tragische Erfahrung bei, die europäische Nationen durch die sklavische Zwangsarbeit unter deutscher Besatzung während des Zweiten Weltkriegs machen mussten. Bundespräsident Gauck wünscht der Ausstellung weiterhin einen derart regen Zuspruch beim Publikum und die gebührende öffentliche Aufmerksamkeit. Das Begleitprogramm zur Präsentation der Ausstellung in Warschau realisieren polnische und deutsche Partner gemeinsam. Es erscheint eine thematisch ergänzte polnische Version des Begleitbandes.

Hintergrund

Die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora geht auf eine Initiative der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) zurück und wurde von ihr gefördert. Während des Zweiten Weltkriegs wurden insgesamt 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder als Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge zur Arbeit in Deutschland oder in den besetzten Ländern gezwungen. Die Ausstellung erzählt anhand von Fallbeispielen exemplarisch die Geschichte dieses nationalsozialistischen Verbrechens.

2. Oktober 2012

„Türöffner-Tag“ der Sendung mit der Maus auf Zollern

Foto zur Mitteilung

Führungen durch die Maschinenhalle im LWL-Industriemuseum

 Die Sendung mit der Maus hat für Mittwoch (3.10.) bundesweit zum „Türöffner-Tag“ aufgerufen. Aus diesem Anlass öffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Zeche Zollern am Tag der deutschen Einheit Türen, die sonst verschlossen sind: Um 11, 12 und 15 Uhr erhalten Besucher bei Führungen durch die Maschinenhalle einen exklusiven Blick auf die vorübergehend wieder freigelegten Maschinen und den Stand der Sanierung.

„Die Arbeiten sind weit fortgeschritten. Inzwischen wurden die hölzernen Verschalungen, die die Maschinen während der Restaurierung geschützt hatten, entfernt, so dass man einen guten Gesamteindruck vom künftigen Aussehen der Halle bekommt“, erklärt Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. Mitte Oktober werden die Maschinen vorübergehend wieder verhüllt, weil dann weitere, staubintensive Arbeiten in der Halle stattfinden. Die Eröffnung nach Abschluss der Sanierung ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen. Bis dahin bietet das LWL-Industriemuseum weiterhin einmal im Monat Baustellenführungen an
(Termine s. http://www.lwl-industriemuseum.de).

Im Rahmen des Türöffner-Tages der Sendung mit der Maus werden am Sonntag rund 130 angemeldete Kinder bei speziellen Programmen in die Welt des Bergbaus eintauchen. Die Jungen und Mädchen lernen spielerisch die schwere und gefährliche Arbeit des Bergmannes kennen. „Die Plätze sind restlos vergeben“, so Ulrike Gilhaus. Aber auch Familien, deren Kinder nicht angemeldet sind, sind am Feiertag willkommen. Während die Eltern die Maschinenhalle erkunden oder einer der zusätzlich stattfindenden Führungen über das Außengelände (11.30 und 12 Uhr) teilnehmen, kann sich der Nachwuchs auf dem Spielplatz draußen oder im Erlebnisraum „Unter Tage“ austoben. Dort nehmen die Kinder mit allen fünf Sinnen wahr, wie laut, windig und dunkel es in einem Bergwerk ist. Der Eintritt für Familien mit Kindern bis 18 Jahren ist an diesem Tag frei.