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25. Oktober 2011

Schachtstraße wird probeweise für den Schwerlastverkehr gesperrt

Ab Donnerstag, 27. Oktober 2011, sperrt die Stadt Marl die Schachtstraße im Bereich Brassertstraße bis Dorstener Straße für Kraftfahrzeuge über 12 Tonnen – und zwar auf Probe. Die Sperrung ist Teil eines Verkehrsversuches in Brassert.

Die Sperrung der Schachtstraße für den Schwerlastverkehr soll etwa sechs Wochen dauern. In diesem Zeitraum wird auch der Verkehr gezählt.

Mit diesem Verkehrsversuch möchte die Stadt Marl die Belastung der Schachtstraße mit Schwerlastverkehr ermitteln. Im Vorfeld hatte die Polizei bereits Verkehrszählungen an drei verschiedenen Messpunkten auf der Schacht- und Brassertstraße durchgeführt. Am Ende des Verkehrsversuches sollen dann die Ergebnisse beider Zählungen miteinander verglichen werden.

Die Frage ist, wohin verlagert sich der LKW Verkehr, wie wird die neue Regel kontroliert?

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25. Oktober 2011

Castor-Transport abzusagen und grundsätzlich auf Atommüll-Transporte nach Gorleben verzichten.

Unterzeichner/innen mehr als 53834, eine Aktion von campact


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident McAllister,
sehr geehrter Herr Bundesumweltminister Röttgen,
sehr geehrter Herr Landesumweltminister Sander,

bereits jetzt kann nicht gewährleistet werden, dass die Strahlungsgrenzwerte im Zwischenlager Gorleben eingehalten werden. Im November sollen elf weitere Castorbehälter mit hochradioaktivem Müll dorthin gebracht werden. Das ist völlig unverantwortlich.

Ich fordere Sie auf, den Castor-Transport abzusagen und grundsätzlich auf Atommüll-Transporte nach Gorleben zu verzichten. Die Transporte zementieren Gorleben als Endlagerstandort, obwohl der Salzstock geologisch völlig ungeeignet ist und aus rein politischen Gründen gewählt wurde.

Mit freundlichen Grüßen,

Siegfried Schönfeld  aus Marl

25. Oktober 2011

Römisches Militärlager an der Lippe entdeckt

Olfen/ Münster (lwl). Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben im Münsterland bei Olfen (Kreis Coesfeld) ein über fünf Hektar großes, 2.000 Jahre altes römisches Militärlager entdeckt. Vom Lager aus kontrollierten die Römer in der Zeit von 11 bis 7 vor Christus den Fluss-Übergang über die Lippe – und damit eine der wichtigsten logistischen Landmarken der römischen Eroberer.

Die Archäologen fanden Keramik, Münzen, Gewandspangen und wiesen einen Graben rund um das Lager sowie eine Holzmauer nach, die rund 1.000 Legionäre auf einer Fläche von sieben Fußballfeldern vor Angriffen schützen konnte. Das letzte Mal war im Jahr 1968 ein fest ausgebautes, winterfestes Römerlager in Anreppen an der Lippe entdeckt worden.

„Es ist der Sensationsfund für die Römerforschung in Westfalen“, freut sich LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. „Dieses Römerlager suchen die Archäologen seit mehr als 100 Jahren, es ist das fehlende Glied in der Kette römischen Militärlager an der Lippe.“ LWL- Chefarchäologe Prof. Dr. Michael Rind: „Olfen war für die Legionäre während der Drusus-Feldzüge in Germanien strategisch von größter Bedeutung.“

Jahrzehntelange Schnitzeljagd
Die Suche nach dem Olfener Lager erinnert an eine jahrzehntelange Schnitzeljagd, die eigentlich am Ende des 19. Jahrhundert beginnt: In der Lippe bei Olfen wurde schon um 1890 ein römischer Bronze-Militärhelm entdeckt, der sich heute im LWL-Römermuseum in Haltern befindet. Dieser erste Hinweis ließ die Altertumswissenschaftler aufhorchen – denn sie suchten Römerlager entlang der Lippe.

2011 endlich entdeckten ehrenamtliche Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen bei Suchgängen auf einem Acker bei Olfen römische Keramikscherben und lösten damit ein „Maßnahmen-Paket“ der LWL-Archäologen aus. Luftbildarchäologen der Ruhr-Universität Bochum machten Aufnahmen des Geländes aus einigen hundert Metern Höhe, um anhand von Veränderungen am Boden Hinweise auf eventuelle Baustrukturen unter der Erde zu erhalten.


Ein Suchschnitt von 13 Metern Länge und 2,5 Metern Tiefe wurde angelegt. Die Wissenschaftler forschten mit der sogenannten magnetischen Prospektion nach Magnetfeldstörungen, die auf Bodeneingriffe hindeuten können. Sondengänger, die mit den Fachleuten zusammenarbeiteten, suchten im Auftrag der LWL-Archäologen das Gelände nach Metallfunden ab.

Was als vager Verdacht begann, wurde im Laufe weniger Wochen zur Gewissheit: Es handelte sich tatsächlich um ein römisches Militärlager. Die Archäologen können den Spitzgraben, der die Anlage umgab, ebenso nachweisen wie die Fundamentspuren einer Holz-Erde-Mauer. Einzelfunde römischer Keramik, über 100 Münzen und Gewandspangen lassen eine sehr genaue Datierung des Lagers in die Zeit des Kaisers Augustus zu. Das Lager hatte eine Ausdehnung von zirka 230 mal 250 Metern. Es ist damit im Vergleich zu anderen römischen Lippelagern eine kleinere Anlage mit festen Baustrukturen.

Versorgungslager und Etappenstation
Die Größe des Lagers, die Beschaffenheit der Holz-Erde-Mauer und die Lage an der Lippe lassen die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um ein Versorgungslager handelt, also eine Anlage, in der Nachschub bevorratet und gleichzeitig der Lippe-Übergang kontrolliert wurde. Das Lager Olfen könnte als Etappenstation zu den zirka 20 Kilometer entfernten Militärlagern in Beckinghausen und Oberaden gedient haben. Die Römer versorgten ihre Truppen hauptsächlich über den Wasserweg – hierzu mussten die Schiffe allerdings die Lippe flussaufwärts getreidelt, das heißt vom Ufer aus von Menschen oder Zugtieren gegen den Strom gezogen werden. Niedrigwasser an der Lippefurt bei Olfen konnte eine Weiterfahrt für die Plattbodenschiffe unmöglich machen und eine Zwischenlagerung der Waren nötig werden lassen. Maximal zwei Kohorten, ungefähr 1.000 Legionäre, könnten in Olfen stationiert gewesen sein – bis das Lager vermutlich nach rund vier Jahren wieder aufgegeben wurde.

Nicht nur historisch, sondern auch archäologisch ist der Fund vielversprechend: Denn nur in wenigen Fällen blieb das Gelände eines Römerlagers von moderner Überbauung nahezu verschont. „Das Denkmal dürfte daher seit über 2.000 Jahren weitgehend ungestört im Boden liegen – eine absolute Seltenheit und aus archäologischer Sicht absolut ideal. Unser wichtigstes Anliegen ist es, dieses Denkmal zu schützen und für die Zukunft zu erhalten – und nicht, es möglichst schnell komplett zu ergraben“, meint Rind. Die Erforschung des Lagers werde wahrscheinlich einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Hintergrund
Entdeckungen von Römerlagern an der Lippe

Dorsten-Holsterhausen
Zeit:
ca. 12 v. Chr. – ca. 16 n. Chr. (militärische Gesamtsituation zur Zeit der römischen Feldzüge, Münzen, Terra Sigillata = moderne Bezeichnung für das rotglänzende Tafelgeschirr der Römer)

Entdeckung:
1952 („großes Lager“), 1998 (Marschlager am Kreskenhof)

Grabungen:
1952-1953, 1970, 1996 ff.
über 150.000m2 Flächengrabung: größte Grabung in Westfalen

Maße:
Spuren von bis zu 10 Marschlagern in verschiedenen Arealen, Marschlager nicht vollständig erhalten (moderne Überbauung, Lippeerosion)

Baustruktur:
keine Innenbebauung, Legionäre campierten in Zelten

Belegung:
Lagergröße wohl ausreichend für 1-2 Legionen plus Auxiliartruppen

Funktion:
mehrere Marschlager mit kurzer Verweildauer der Truppen von wenigen Tagen bis Wochen, Zelte als Unterkünfte für die Soldaten (keine festen Innenbauten)

Haltern am See:
Zeit:
Hauptlager ca. 7/1 v. Chr. – 9/16 n. Chr. (Münzen, Terra Sigillata militärische
Gesamtsituation zur Zeit der römischen Feldzüge), außerdem mehrere ältere Marschlager, die in die Zeit der Drususfeldzüge datieren könnten

Entdeckung:
1838

Grabungen:
ab 1900 bis heute

Maße:
560 x 380 m

Baustruktur:
Umwehrung mit 2 Spitzgraben (Breite bis 5,5-6 m, Tiefe bis 3 m) und Holz-Erde-Mauer (Breite 3 m, Länge ca. 2 km) mit Türmen und Toren, Innenbebauung (Fachwerkbauten)

Belegung:
max. 1 Legion (= ca. 6000 Legionäre)

Funktion:
mehrere Anlagen unterschiedlicher Funktion und Zeitstellung am Stützpunkt Haltern
sog. Hauptlager als fest ausgebautes Standlager (Fachwerkbauten), nach Auflassung des Lagers Oberaden wird Haltern Hauptquartier der in Germanien stehenden Truppen
– mehrere Marschlager mit kurzer Verweildauer der Truppen (keine festen Innenbauten, Zeltunterkünfte), einige Marschlager sind älter als das Hauptlager und könnten in die Zeit der Drususfeldzüge datieren
– diverse weitere Anlagen (z. B. Uferkastell mit Schiffshäusern)

Bergkamen-Oberaden:
Zeit:
11 v. Chr. – ca. 8/7 v. Chr., Drusus (dendrodatiert, antike Schriftquellen, militärische Gesamtsituation zur Zeit der römischen Feldzüge, Münzen, Terra Sigillata)

Entdeckung:
1905

Grabungen:
1906-1914, 1938-1947, 1962-1964, 1977 ff.

Maße:
840 x 680 m, Innenfläche 54 ha

Baustruktur:
Umwehrung: Spitzgraben (4-5 m Breite, 2-3 m Tiefe), Holz-Erde-Mauer (Breite 3 m, Länge 2,7 km), Türme und Tore, Innenbebauung (Fachwerkbauten)

Belegung:
2 Legionen und div. Auxiliareinheiten

Funktion:
fest ausgebautes Standlager, Truppenstandort während der Feldzüge des Drusus

Lünen-Beckinghausen
Zeit:
11-8/7 vor Chr. (Fundmaterial, militärische Gesamtsituation zur Zeit der römischen Feldzüge, Lage: gehört logistisch zu Oberaden)

Entdeckung:
1906

Grabungen:
1911-1914, 1995-1998

Maße:
Innenmaß 200 x 100 m, Innenfläche 1,6 ha

Baustruktur:
Umwehrung mit 3 Spitzgräben (Breite 1,8-4,5 m, Tiefe 1,2-1,7 m) und Holz-Erde-Mauer (Breite 3 m), Innenbebauung (Fachwerkbauten)

Belegung:
unbekannt

Funktion:
Uferkastell an der Lippe, Versorgungslager mit Speicherbau

Delbrück-Anreppen:
Zeit:
4 n Chr. – ca. 6 n. Chr., Tiberiusfeldzug (Münzen, Terra Sigillata, zur Zeit der römischen Feldzüge; antike Schriftquelle: Velleius Paterculus berichtet vom Bau eines Winterlagers am Oberlauf der Lippe am Ende des Jahres 4 n. Chr.)

Entdeckung:
1968

Grabungen:
1968-1969, 1988-2004

Maße:
ca. 750 x 330 m = Innenfläche ca. 23 ha

Baustruktur:
Umwehrung mit Spitzgraben (Breite bis 7 m, Tiefe 2,3-2,4 m) und Holz-Erde-Mauer (Breite 3 m, Länge ca. 1,9 km) mit Türmen und Toren, Innenbebauung (Fachwerkbauten)

Belegung:
1 Legion, evtl. Auxiliareinheiten

Funktion:
fest ausgebautes Standlager, Truppenstandort und Sicherung des Nachschubs für Feldzüge des Tiberius

Über folgenden Link gelangen Sie zum LWL-Film:
http://www.lwl.org/LWL/Der_LWL/PR/tv_audioservice/Filme_Kultur/roemerlager-olfen

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25. Oktober 2011

„NRW denkt nach(haltig)“

Logo Grimme-Institut
Das Grimme-Institut erinnert: Anmeldungen zum Wettbewerb „NRW denkt nach(haltig) 2011″ noch bis zum 13. November möglich.

Noch bis zum 13. November 2011 können Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen in Nordrhein-Westfalen ihre Wettbewerbsbeiträge zum Thema Nachhaltigkeit beim Grimme-Institut in Marl einreichen.

Der bereits zum dritten Mal stattfindende Wettbewerb „NRW denkt nach(haltig)“ zeichnet die besten Initiativen und Projekte aus, die sich medial mit diesem immer präsenteren Thema auseinandersetzen. Entstehen soll so ein „eindrucksvolles Bild der vielfältigen Möglichkeiten und auch der vielen Akteure, die sich für eine nachhaltige Gesellschaft einsetzen“, so Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren, Auftraggeberin von „NRW denkt nach(haltig)“.

Vom Klimawandel bis zum nachhaltigen Wirtschaften

Gesucht werden sowohl Beiträge, die zeigen, dass Nachhaltigkeit ein jeden betreffendes Thema ist, als auch Projekte, die auf jeweils ganz spezifische Weise die Bedeutung, die Brisanz und die Alltagsbezüge dieses Themenspektrums vermitteln: vom Klimawandel über die Ernährungsgewohnheiten
bis zum nachhaltigen Wirtschaften.

Preisvergabe

Die Vergabe der Preise wird von einer Fachjury bestimmt. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember 2011 in Düsseldorf statt. Für einen großen Auftritt der Gewinner sorgen die Partner von „NRW denkt
nach(haltig)“.

 

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25. Oktober 2011

Alles Müll? Warum guter Un-Rat teuer is


Herbstferien-Programm im LWL-Museum für Archäologie

Herne (lwl). Braucht das noch jemand oder kann das weg? – Ob wirklich immer nur Müll im Abfall landet, ist in den Herbstferien die große Frage im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Am 2., 3. und 4. November erfahren 8- bis 12-Jährige, warum Müll manchmal spannender ist als gedacht und dass an einem alten Sprichwort auch in leicht abgewandelter Form noch was Wahres dran ist. Denn: „Guter Un-Rat ist teuer“ – das wissen Archäologen, die zum Teil wahre Schätze aus dem Abfall gebor-gen haben, den die Menschen vor langer Zeit bewusst oder unbewusst hinterlassen haben.

Wie kam zum Beispiel das Schwert in den Rhein, wie der Goldring ins Klo? Alles, was irgendwann im Abfall landet, wurde mal für einen bestimmten Zweck hergestellt, gekauft und verwendet. Jedes Objekt hat so seine eigene Vergangenheit, eine Menge solcher Fundstücke gibt es im Museum zu sehen. Mit Fantasie und logischem Denken entwickeln die jungen Müll-Forscher ihre ganz eigene Version einer „Wegwerf-Historie“ und erzählen ihre fantastische Geschichte als Comic oder Fotostory. Wer möchte, kann seinen Beitrag anschließend im „Fundgeschichten“-Blog veröffentlichen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 oder 94628-24 während der Öffnungszeiten des LWL-Museums für Archäologie erforderlich.

Termine:
Programm „Guter Un-Rat ist teuer“, 2., 3. und 4. November, jeweils 10 bis 15 Uhr
Dauer: 5 Stunden
Altersstufe: 8- bis 12-Jährige
Kosten: 15 € pro Person inklusive Eintritt und Material

Laufzeit der Sonderausstellung „Fundgeschichten“: 16.4. bis 20.11.2011

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Eintritt Sonderausstellung:
• € 3,50 Erwachsene
• € 2,00 Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen und Schüler
• € 1,60 Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
• € 8,00 Familien
• € 2,10 Ermäßigungsberechtigte
• € 3,00 Erwachsene in Gruppen ab 16. Personen

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24. Oktober 2011

Statt permanente Debatte um Steuersenkungen, ein Gebäudesanierungsprogramm!

Angesichts des erneuten Streits in der Bundesregierung um Steuersenkungen

„Eine weitere Steuersenkung ist für Nordrhein-Westfalen eine unzumutbare Belastung, von diesem Paket sind zirka 700 Millionen Euro Haushaltsmindereinnahmen für NRW. Aufgrund der angespannten Haushaltslage bedeuten 700 Millionen Einsparungen oder ca 14.000 Stellen.

Gerade vor dem Hintergrund einer sich möglicherweise abschwächenden Konjunktur und der bisher unzureichenden Maßnahmen im Bereich der Gebäudesanierungen,

ist ein Gebäudesanierungsprogramm in einer Größenordnung von zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr notwendig. Dieses Programm muss einfach strukturiert und für einzelne Maßnahmen ausgelegt sein, damit sich Bauherren und auch Besitzerinnen und Besitzer von Privathäusern schnell orientieren können, das würde die Energiebilanz für Marl erheblich verbessern.

Ein solches Programm liegt im Interesse gerade der großen Bereiche des Bauhandwerks, aber auch der Dämmstoff erzeugenden Industrie sowie der chemischen Grundstoffindustrie. Es ist vernünftiger als die permanente Debatte um Steuersenkungen.Das würde auch Arbeitsplätze in einer Kommune wie Marl sichern.

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23. Oktober 2011

Folgender Appell wurde , über attac, an die Kanzlerin gesendet

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister Schäuble,

wieder sollen Banken mit Steuergeldern gerettet werden. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten sozial Benachteiligter. Zukunftsinvestitionen in Umwelt und Bildung bleiben auf der Strecke.

Was vor drei Jahren versäumt wurde, muss jetzt endlich nachgeholt werden. Sorgen Sie in Deutschland, auf europäischer und internationaler Ebene dafür, dass:

  • Großbanken in kleinere Einheiten aufgeteilt werden. Keine Bank darf so groß sein, dass ihre Pleite das Finanzsystem an sich gefährdet.
  • das riskante Investmentbanking komplett vom normalen Bankgeschäft getrennt wird und undurchsichtige, spekulative Finanzprodukte verboten werden.
  • die Profiteure der bisherigen Rettungsschirme endlich angemessen an den Kosten der Krise beteiligt werden – etwa durch eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Vermögen sowie eine Finanztransaktionssteuer.

Nur unter diesen Bedingungen dürfen Banken, deren Rettung im öffentlichen Interesse ist, Steuermittel erhalten. Aber zuallererst müssen bisherige Eigentümer und Gläubiger haften. Durch eine zeitweilige Verstaatlichung der geretteten Banken und die Abschöpfung von zukünftigen Gewinnen müssen die Steuern an den Staat zurückfließen.

Handeln Sie diesmal im Interesse der Bürger/innen und nicht der Finanzlobby! Die Entscheidungen müssen transparent und unter konsequenter Beteiligung des Bundestages getroffen werden. Verhindern Sie die soziale Spaltung und streiten Sie für ein solidarisches Europa.

Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Schönfeld

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23. Oktober 2011

Finanzmärkte entwaffnen! Gemeinsamer Aufruf von Attac und Campact

Die Welt ist in Bewegung: In Ländern wie Spanien, Griechenland, Israel, Chile, England, den USA und jetzt auch hier gehen die Menschen auf die Straße. Es geht um Solidarität, es geht um Gerechtigkeit – denn jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde! Gerade können wir hier in Europa verfolgen, wie die Profitinteressen Weniger über das Gemeinwohl gestellt werden: Der griechische Staat ist pleite und seine Gläubiger – die europäischen Banken – sollen schon wieder gerettet werden. Déjà vu? Bereits vor drei Jahren wurden die überschuldeten Banken mit mehr als einer Billion Euro aus Steuergeldern freigekauft – enorme Staatsschulden und Sparprogramme zu Lasten der Schwachen folgten. Damals wurde versprochen, dass dies eine einmalige Aktion sei. Doch passiert ist nichts. Die Gewinne der Banken blieben privat. Sollen jetzt die Verluste wieder sozialisiert werden? Nein – es reicht! Occupy Wallstreet, occupy the London Stock Exchange, occupy Frankfurt: Das trifft symbolisch den Kern sozialer Ungleichheit. Jetzt gilt es eine globale Bewegung für Gerechtigkeit und Demokratie zu schaffen – lasst uns gemeinsam Druck für Veränderung machen!

Wir fordern:

1. Haltet den Dieb: Banken an die Kette! Megabanken müssen zerschlagen werden, damit sie nicht mehr systemrelevant sind. Geschäfts- und Investmentbanking müssen voneinander getrennt und jeweils mit weit höheren Eigenkapitalquoten hinterlegt werden. Banken, die Investmentbanking betreiben, dürfen keinen Zugang mehr zu billigen Krediten der Europäischen Zentralbank haben. 2. Wen retten wir eigentlich? Gäubiger haftbar machen! Nach einem Schuldenschnitt in Griechenland werden wieder staatliche Gelder in systemrelevante Banken fließen, um eine unkontrollierbare Pleitewelle abzuwenden. Doch diesmal wollen wir wissen: Wer profitiert davon genau und warum liegt dessen Rettung in unserem Interesse? Wir brauchen ein Gesetz, mit dem systemrelevante Banken vor der Pleite unter demokratische Kontrolle gebracht werden können, ohne damit gleichzeitig die Gläubiger der Bank vor Kapitalverlusten zu schützen. 3. Profiteure der Krise zur Kasse bitten! Von den bisherigen Rettungsprogrammen haben ausschließlich Kapitalbesitzer profitiert. Ihre drohenden Verluste wurden mit Steuermitteln ausgeglichen. Jetzt müssen die Profiteure der Krisen für die Kosten dieser Politik aufkommen – etwa mit einer Finanztransaktionssteuer und mit einer stärkeren Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen. Die Einnahmen müssen zur Begleichung der Schulden und für zukunftsfähige Investitionen in Bildung und Umwelt verwandt werden. 4. Finanzmärkte regulieren und Steueroasen schließen!Spekulative Finanzprodukte müssen endlich konsequent verboten werden. Durch ein europaweit koordiniertes Vorgehen gegen Steueroasen muss verhindert werden, dass riskante Finanzgeschäfte verlagert und Steuern hinterzogen werden.

Die Zukunft liegt in einer solidarischen und sozial gerechten Welt!

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22. Oktober 2011

Alle Lebensmittelwarnungen auf einen Blick

Neues Internetportal http://www.lebensmittelwarnung.de geht online

Erstmals können sich Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet zentral über Lebensmittelwarnungen in Deutschland informieren. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Auftrag der 16 Bundesländer dafür das Internetportal http://www.lebensmittelwarnung.de eingerichtet.

Die Bundesländer veröffentlichen in diesem Portal Warnungen der Lebensmittelunternehmen und der zuständigen Behörden vor Lebensmitteln, die gesundheitsgefährdend oder geeignet sind, den Verbraucher zu täuschen, und die sich bereits im Handel und damit unter Umständen auch schon beim Verbraucher befinden. Im Portal findet man auch Hinweise der zuständigen Behörden auf weitere Informationen für die Öffentlichkeit oder auf Rücknahme- oder Rückrufaktionen durch Lebensmittelunternehmer. Darüber hinaus kann das BVL auf http://www.lebensmittelwarnung.de vor Produkten warnen, wenn etwa das Produkt aus dem Ausland vertrieben wird (z.B. via Internet) und kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert.

Die dadurch entstehende Transparenz für die Verbraucher  ist wichtig, damit die Verbraucher noch schneller und noch umfassender informiert werden als bisher. Mit der neuen Internetseite www.lebensmittelwarnung.de erreicht eine  eine Transparenz in der Lebensmittelkontrolle, die es so in Deutschland bislang nicht gegeben hat. Die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder können hier ihre Warnungen und Rückrufe für jedermann sichtbar einstellen. Besteht eine Gesundheitsgefahr und dürfen Lebensmittel nicht mehr verkauft werden, werden die Verbraucher über die neue Internetseite noch effektiver informiert und gewarnt. 

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22. Oktober 2011

Nur 3 neue Arbeitsplätze auf einem riesigen Gelände

 

Die Auszubildenden im Kfz-Handwerk aus dem Kreis Recklinghausen, Bottrop und Gelsenkirchen werden ihre überbetriebliche Ausbildung künftig in Marl erhalten. Die Vestische Innung des Kfz-Gewerbes Recklinghausen und Gelsenkirchen wird an der Herzlia-Allee ein neues Ausbildungs- und Schulungszentrum errichten.
Das regionale Ausbildungs- und Schulungszentrum soll unmittelbar neben der Feuerwache entstehen. Dafür wird die Kfz-Innung cirka drei Millionen Euro in Marl investieren. Die Planungen für das Zentrum stellten Innungsobermeisterin Dietlinde Stüben-Endres und Bürgermeister Werner Arndt gemeinsam mit Vertretern der Firma Borgers GmbH Generalunternehmen Hoch- und Tiefbau Gespräch im Rathaus vor.

Mit dem Bau des neuen Ausbildungs- und Schulungszentrums würden 10 Arbeitsplätze langfristig gesichert und voraussichtlich drei neue Arbeitsplätze in Marl geschaffen.

Bürogebäude mit Schulungszentrum
Auf dem rund 7.000 qm großen Gewerbegrundstück südlich der Feuerwehrhauptwache werden ein zweigeschossiges Bürogebäude mit Schulungszentrum sowie ein Werkstattgebäude mit jeweils ca. 1.000 qm großen Nutzflächen entstehen. „In dem neuen Schulungszentrum werden wir über großzügige Räumlichkeiten verfügen, in denen wir auch den modernen Anforderungen, die heute in den Bereichen Elektromobilität, Hybridtechnik und Wasserstoffantriebe an die Aus- und Weiterbildung gestellt werden, in besonderer Weise gerecht werden können“, erläuterte Gerhard Rentmeister, Leiter der Ausbildungswerkstatt der Vestischen Kfz-Innung.

In Marl stehen die Zeichen wieder auf eine Autofahrerfreuliche Stadt, ein ökologischer Rückschritt!

Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen.

Hierbei zeigen sich negative Effekte v.a. durch:

  • hohen Flächenverbrauch,
  • Zerschneidung von Lebensräumen von Tieren und Pflanzen
  • Artenrückgang
  • Folgen für das regionale Kleinklima
  • Versiegelung, Verdichtung und Schadstoffeintrag in Böden
  • Veränderung des Landschaftsbild
  • Schadstoffeinträge in Boden, Wasser und Luft
  • Verkehrslärm und Erschütterungen
  • Unfallfolgen beim Verkehr sowie Transport von gefährlichen Gütern:

Emissionen durch Verkehr
Die durch Kraft- und Luftfahrzeuge sowie Schiffe und Eisenbahnen verursachten Emissionen haben einen großen Anteil an den Gesamtemissionen. So betrugen 1999 die Anteile der Verkehrsemissionen an den Gesamtemissionen:

Bei den übrigen Schadstoffen war der Beitrag der Emissionen des Verkehrs unerheblich. Im Vergleich mit dem Schienen-, Luft– und Schiffsverkehr ist der Straßenverkehr die größte Schadstoffemittent.

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