Posts tagged ‘Stadt Marl’

5. Februar 2017

Flüchtlinge nehmen am Internationalen Jugendcamp 2017 für Toleranz und Demokratie teil

Internationales Jugendtreffen 2013 in Marl (Foto: Stadt Marl)

Ab sofort können sich junge Marlerinnen und Marler zwischen 14 und 17 Jahren um die Teilnahme am Internationalen Jugendcamp 2017 bewerben.
Unter dem Motto „Deine Kultur ist meine Kultur – Gemeinsam stark für Toleranz und Demokratie“ findet die interkulturelle Begegnung in Marls Partnerstadt Bitterfeld-Wolfen statt.

Flüchtlinge nehmen am Internationalen Jugendcamp teil

Vom 28. Juli bis zum 4. August 2017 kommen in Marls deutsch-deutscher Partnerstadt junge Menschen aus Russland, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland zusammen. Aus jeder teilnehmenden Stadt werden fünf Jugendliche mit ihrem Betreuer erwartet. Darüber hinaus nehmen in diesem Jahr erstmals fünf Flüchtlinge aus Bitterfeld-Wolfen an der Begegnung teil. Auch aus Marl kann neben vier einheimischen Jugendlichen ein junger Flüchtling dabei sein.
Die Beteiligung von jungen Menschen mit Fluchterfahrung begrüßt die Stadt. Es ist eine Bereicherung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und öffnet ein Tor zu neuen Lebenswelten.

Grenzen „kreativ“ überwinden

Die Jugendlichen erwartet in Bitterfeld-Wolfen eine intensive und erlebnisreiche Woche: Persönliche Erfahrungen, Meinungen und Eindrücke zum Motto präsentieren sie über verschiedene Medien. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Gestaltung kann über Kunst, Film, Fotografie, oder Theater erfolgen. Die Themen Demokratie und Toleranz sind aktueller denn je. Es ist ein wertvolles Projekt, wenn Jugendliche aus verschiedenen Ländern in Europa gemeinsam daran arbeiten. Neben der inhaltlichen Arbeit stehen Abende am Lagerfeuer, eine Bootsfahrt und verschiedene Ausflüge auf dem Programm. Gemeinsam pflanzen sie außerdem einen Obstbaum als Symbol der Freundschaft.

Zur Teilnahme

Voraussetzung zur Teilnahme sind gute Englischkenntnisse und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen. Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung und geplante Aktivitäten entstehen den Teilnehmern nicht. Die Teilnahme der Gruppe am Projekt fördert der Städtepartnerschaftsverein Marl-Bitterfeld.

Weitere Informationen

Interessierte einheimische Jugendliche können sich bis zum 15. März 2017 auf einen der vier Plätze bei der Stadt Marl bewerben. Weitere Informationen zum Internationalen Jugendcamp gibt es auch telefonisch bei Jennifer Radscheid, Integrationsbeauftragte der Stadt Marl, unter der Rufnummer 02365/992777.

Videos vom internationalen Jugendtreffen 2013 in Marl

4. Februar 2017

Das boje-Theaterensemble auf der Gedenkfeier zum Holocaust der Stadt Marl

Das Anne Frank Haus möchte die Lebensgeschichte von Anne Frank, das Wissen darüber sowie seine Sammlung mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Deshalb hat das Anne Frank Haus einen Teil seiner Fotosammlung, und zwar die Bilder, die mit Dritten geteilt werden können, ins Netz gestellt. (Foto: Anne Frankhaus Amsterdam)

Das boje-Theaterensemble bringt 2017 das Musiktheater & Schauspiel „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Frances Goodrich / Albert Hackett (Deutscher Theaterverlag) auf die Bühne. Der Chor des boje-Theaterensemble trug aus dem Stück auf der Gedenkfeier zum Holocaust der Stadt Marl einige Lieder vor. Die Musik des Stücks wurde arrangiert und komponiert von Niclas Floer, der gleichzeitig die musikalische Leitung übernimmt.
Die Premiere ist am 6.04.2017 im Theater Marl

Im letzten Jahr besuchte ein Teil des Ensembles Berlin, wo die Gruppe eine umfassende Tour durch das „Jüdisches Leben in Berlin“ machte. Dabei stand auch ein Besuch des Anne-Frank-Zentrums auf dem Programm. Beeindruckt vom Leben der Anne Frank entstand so die neue Projektidee für 2017

Die Wanderausstellung

Parallel zu den Proben und Auftritten von „Das Tagebuch der Anne Frank“ gastiert die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ des Anne-Frank-Zentrums Berlin in Marl. Sie ist vom 12.3 bis 5.4 im HOT „boje“ in der Martin Luther Srasse 8 zu sehen
Die Ausstellung »Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte« rückt die Lebensgeschichte Anne Franks in den Blickpunkt und fördert damit die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung und der Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie.
Kern des Ausstellungsprojekts ist der pädagogische Ansatz der Peer Education, d.h. »Jugendliche begleiten Jugendliche«. Durch die Begleitung von jugendlichen Peer Guides werden junge Besucher*innen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Themen aus Geschichte und Gegenwart ermutigt.

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK

Das Tagebuch der Anne Frank (niederländischer Originaltitel: Het Achterhuis – „Das Hinterhaus“) ist ein Werk der Weltliteratur. Anne Frank führte das Tagebuch vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944, anfänglich in der Wohnung am Merwedeplein, den größten Teil aber im Hinterhaus des Gebäudes Prinsengracht 263 (heutiges Anne-Frank-Haus) in Amsterdam. Dort versteckte sie sich zwei Jahre lang mit Familienangehörigen und Bekannten vor den Nationalsozialisten, um der Deportation und Ermordung zu entgehen.

Nach der Verhaftung der Familie Frank nahm deren Helferin Miep Gies das Tagebuch an sich und bewahrte es so vor dem Zugriff der Gestapo. Das Tagebuch übergab sie nach dem Krieg an Annes Vater Otto Heinrich Frank, der als einziger seiner Familie den Krieg und Holocaust überlebt hatte. Dieser veröffentlichte die Aufzeichnungen, die schon in den 1950ern zum meistverkauften Taschenbuch und meistaufgeführten Bühnenstück in der Bundesrepublik Deutschland wurden. Sie wurden in über 70 Sprachen übersetzt und machten die Autorin zu einem der bekanntesten Opfer des Holocausts. 2009 wurde das Tagebuch von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.Es wurde mehrfach verfilmt.

Das boje-Theaterensemble auf der Gedenkfeier zum Holocaust der Stadt Marl

7. Januar 2015

Stadt Marl will den Yunus-Emre-Moschee Neubau transparent gestalten

524039_3230140484487_2085550900_n
Über die Planungen für den Neubau der Yunus-Emre-Moschee an der Sickingmühler Straße will die Stadt Marl die Öffentlichkeit „fortlaufend, sachlich und mit einem Höchstmaß an Transparenz“ informieren. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sollen frühzeitig informiert und an den Planungen beteiligt werden. Wir werden den Neubau der Moschee von Anfang an transparent gestalten“, erklärt die Stadt. „Der Moscheebau soll ein offener Dialog für alle Bürgerinnen und Bürger in Marl werden“.
Beirat ins Leben gerufen
Bereits im November wurde ein Beirat zum Moschee-Neubau ins Leben gerufen, derzu seiner ersten Arbeitssitzung zusammenkam. Ziel des Beirates ist es, die Brücke zwischen den Anliegen der Yunus-Emre-Gemeinde und den Bedürfnissen und Interessen der Nachbarschaft und der Bevölkerung zu schlagen. Mitglieder des neuen Gremiums sind Vertreter der Anwohnerschaft, Glaubensgemeinschaften, örtlichen Vereine, Geschäftsleute, des Integrationsrates, Architekten und der Stadt Marl. Alle Beteiligten hätten zugesichert, über den Moscheebau „Hand in Hand“ zu beraten und bei Bedarf weitere Fachleute in den Ausschuss zu berufen.
„Moschee-Neubau offen gestalten“
„Gemeinsam wollen wir den Planungsprozess und den Bau der neuen Moschee für alle Seiten offen und nachvollziehbar gestalten“, so die Stadt. Marl baut daraufdass alle Menschen in unserer Stadt diesem Vorhaben friedlich, demokratisch und respektvoll gegenüberstehen. Marl habe immer wieder bewiesen, dass die Stadt ein Ort der Vielfalt sei, in der Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in guter Nachbarschaft zusammenleben. Wir werden es nicht zulassen, dass rechte Stimmen dieses Vorhaben missbrauchen“.
Integrative Moschee geplant
Wie bereits bekannt, sucht die Yunus-Emre Gemeinde seit nunmehr zehn Jahren nach einem geeigneten Standort für den Bau eines neuen Gemeindezentrums. „Das jetzige Gemeindehaus platzt aus allen Nähten“, sagt ihr Vorsitzender Mehmet Uçak. Geplant sei nun der Bau einer integrativen Moschee mit Gebets- und Gemeinderäumen u.a. für Frauen- und Jugendgruppen, Kinderbetreuung oder für Weiterbildungsangebote. „Dafür geben wir den jetzigen Standort an der Haardstraße zugunsten der neuen Lage an der Sickingmühler Straße auf“, erklärt Uçak.
Moderne Architektur
Laut Gemeinde ist für den Bau der neuen Moschee keine traditionelle Bauweise vorgesehen, sondern vielmehr eine zeitgemäße und moderne Architektur. „Es wird aber keine Groß-Moschee wie in Duisburg-Marxloh entstehen“, betont Mehmet Uçak. Als zweitgrößte Moschee-Gemeinde in Marl wolle man für die eigenen Gemeindemitglieder „bedarfsgerecht bauen“. „Der Standort wird kein überregionales Gebetszentrum“, so der Vorsitzende. „Auch wird es am neuen Standort keinen Gebetsruf durch den Muezzin geben“. Darüber hinaus ist es auch der Stadtverwaltung wichtig, dass alle Anregungen und Hinweise im Vorfeld des Vorhabens ernst genommen werden. Nach Auskunft von Rainer Heimann, Amt für Planung und Umwelt der Stadt Marl, braucht sich z.B. niemand Sorgen um ausreichend Stellplätze machen. „Wir können versichern, dass genügend Parkplätze vorgehalten werden“. Auch die Verkehrssituation werde im Rahmen des planungsrechtlichen Verfahrens berücksichtigt.
Frühzeitige Beteiligung
Für den Neubau der Moschee muss jetzt zunächst der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß Paragraf 3, Absatz 1, Baugesetzbuch, können interessierte Bürger die Entwürfe mit allen Anlagen vom 14. bis 28. Januar im Planungs- und Umweltamt der Stadt Marl (Liegnitzer Straße 5) sowie zusätzlich im Stadtinformationsbüro i-Punkt im Einkaufszentrum Marler Stern und in der Geschäftsstelle der Sparkasse Vest in der Brassertstraße 104 zu den allgemeinen Öffnungszeiten einsehen.
Anregungen und Hinweise
Außerdem können sich die Bürger während der Auslegungsfrist die Entwürfe im Planungs- und Umweltamt erläutern lassen und dort Anregungen und Hinweise zum Planungsvorhaben geben. Eine weitere Beteiligung der Bürger ist in dem rechtlich normierten Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen (Offenlegung gemäß Paragraph 3, Absatz 2, Baugesetzbuch). Zusätzlich sind weitere Schritte geplant, um die Öffentlichkeit über den Stand der Planungen fortlaufend und sachlich zu informieren.
Integrationsbeauftragte beantwortet Fragen
Darüber hinaus haben interessierte Bürger, Vereine oder Organisationen zu jeder Zeit die Möglichkeit, sich an die Integrationsbeauftragte der Stadt Marl, Jennifer Radscheid (Tel.: 99-2777, jennifer.radscheid@marl.de) zu wenden. Sie beantwortet Fragen zum Islam im Allgemeinen und insbesondere zum muslimischen Gemeindeleben.
Zur Yunus-Emre-Gemeinde:
Die Yunus Emre-Gemeinde in Marl-Brassert besteht seit 1982. Sie ist Mitglied im türkisch-islamischen Dachverband DİTİB und arbeitet in der Christlich-Islamischen-Arbeitsgemeinschaft (CIAG) und der Gemeinschaft der Marler Moscheen (GMM) mit. Rund 250 Familien gehören ihr an. Namensgeber der Moschee-Gemeinde ist der anatolische Dichter Yunus Emre, der für seine asketische Lebensweise im 14. Jahrhundert und seine zahlreichen Verse und Lieder in der Türkei bekannt ist.
Beirat zum Moschee-Neubau Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Beirat zum Moschee-Neubau ins Leben gerufen, der zu seiner ersten Arbeitssitzung traf.

4. Januar 2015

Bürger befürchten Gestank von der neuen Müllumladestation an der Sickingmühler Straße in Marl

ZBH 019
Ab dem 1. Januar 2015 lädt der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) Abfälle bei der Firma Somplatzki um. Den Auftrag erhielt das Hertener Unternehmen vom ZBH. Hier werden ab nächsten Jahr die Abfälle aus dem Marler Stadtgebiet umgeladen.
Die Firma Somplatzki errichtete auf dem Betriebsgelände an der Sickingmühle Straße eine Halle. Das Gelände grenzt an die Gärten der Bewohner der Siedlung Im Beisen. Bürger beschwerten sich bei WIR für Marl weil sie befürchten das gerade im Sommer Geruchsbelästigungen auftreten und sie ihre Gärten dann nicht mehr wie gewohnt nutzen können.
Müllumladestationen stinken?
Der ZBH sammelt im Marler Stadtgebiet Restmüll, Bioabfälle, Altpapier und Sperrmüll von den privaten Haushalten ein. Diese Abfälle und Wertstoffe wurden bisher in verschiedenen Anlagen außerhalb von Marl weiterverarbeitet. Jetzt werden die Abfälle zu der Sickingmühler Str. gebracht. Dort werden sie in großen Gebinden umgeladen und weitertransportiert.
Bisher fuhren die Müllfahrzeuge die Station an der Elbstraße an, die über den Kreis Recklinghausen und auch von einer privaten Firma betrieben wurde. Vor Ablauf des bestehenden Vertrages hat der ZBH die Leistung ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam das Hertener Unternehmen Somplatzki, das einen Betrieb an der Sickingmühler Straße auf dem ehemaligen Geländes des ZBH hat. Hier entstand eine Halle, in der der ZBH Restabfälle, Sperrmüll, Papier und Straßenkehricht anliefert. Die Firma Somplatzki übernimmt anschließend den Transport der Abfälle zu den Anlagen, die das Material weiter verarbeiten.
Die Müllumaldestation rückt näher ans Wohngebiet
Die Anwohnern befürchten neben den möglichen Geruchsbelästigungen einen erhöhten Verkehr der Müllwagen vor ihrer Haustür.

20. August 2014

Wir für Marl wünscht allen Schülerinnen und Schüler einen guten Start ins neue Schuljahr

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Morgen (21.08.) beginnt in Marl für 718 Erstklässler der Ernst des (Schul-) Lebens. Gegenüber dem letzten Schuljahr stieg die Anzahl der Schulanfänger um 54. Um alle Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, wurde an der Haard-/Johannesschule und an der Goetheschule jeweils eine zusätzliche Klasse eingerichtet. Die meisten Erstklässler (86) nimmt zum neuen Schuljahr die Canisiusschule auf, an der wieder vier Klassen für Schulanfänger eingerichtet werden.
Mit dem Schuleintritt beginnt für jedes Kind und seine Familie ein neuer Lebens
abschnitt. Entsprechend feierlich wird die Einschulung in vielen Familien und Schulen gestaltet. Fast alle Kinder freuen sich auf die Schule, auf den ersten Schultag. Endlich Lesen, Schreiben und Rechnen lernen zu dürfen,
verspricht Teilhabe an der Schriftkultur und an der Welt der Erwachsenen. Auch auf die Lehrerinnen und Lehrer sowie die anderen Kinder in der Klasse sind sie gespannt.

Eine gute schulische Ausbildung ist der Grundstein für den weiteren Lebensweg. Die Stadt, wird als Schulträger im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in Zukunft alles dazu beitragen, möglichst optimale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen zu schaffen.
Bildung, Schule und Erziehung in Marl
Mit einem breiten schulischen Angebot sowie unterschiedlichen pädagogischen Konzepten und Angeboten sorgt die Stadt Marl für eine optimale Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen und eröffnet ihnen bestmögliche Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft. 42 Kindertagesstätten, 13 Grundschulen (fast alle mit Ganztagsangeboten), Hauptschule, Realschulen, zwei Gesamtschulen, zwei Gymnasien, Förderschulen sowie auch ein Berufskolleg bieten alle gängigen Schulabschlüsse an – vom Hauptschulabschluss über die Fachober- und Fachhochschulreife bis zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Mit dem Chemiekompetenzzentrum am Hans-Böckler-Berufskolleg „Chem Kom“ ist Marl übrigens vor Kurzem zu einem Eckpfeiler der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung im Bereich Chemie geworden. Alle weiterführenden Schulen sind gut mit dem Fahrrad oder dem Bus zu erreichen.

WIR für Marl bittet alle Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit für Erstklässler auf dem Schulweg. Fußgänger und insbesondere Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet und benötigen die ungeteilte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aller anderen Verkehrsteilnehmer.
Denn allein im Zeitraum des Schuljahres 2013/2014 ereigneten sich im Kreis Recklinghausen und in Bottrop 45 Schulwegunfälle, bei denen 9 Kinder schwer und 37 Kinder leicht verletzt wurden. Dabei stieg die Anzahl der verunglückten Kinder im Vergleich zum Vorjahr um 7 verletzte Kinder. Weiterhin ist dabei die Altergruppe der 10 bis 14-jährigen als Radfahrer besonders gefährdet.

28. Juli 2014

Kindertagesstätte hinter der August-Döhr-Schule in Marl entsteht in Rekordzeit

48ad0a6a30Hinter der August-Döhr-Schule entsteht in Rekordzeit eine neue Kindertagesstätte. Die Einrichtung soll bereits im Oktober fertiggestellt sein. In den vergangenen Tagen wurden die Raummodule für den Fertigbau der Kita geliefert. Die Kosten für den Kindergarten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro.
Die Arbeiten an der Kita an der Max-Planck-Straße laufen auf Hochtouren. Bis 16.7. waren Mitarbeiter der Firma Kleusberg aus Wissen (Westerwald) damit beschäftigt, die einzelnen Gebäudeelemente zu montieren. „Die Arbeiten verliefen voll nach Plan“, so Josef Alfes, Leiter des technischen Gebäudemanagements bei der Stadt Marl. „Das Grundgerüst stand bereits am Mittwochabend“. Die 13 bis 17 Tonnen schweren Raummodule wurden mit Hilfe von insgesamt 23 Schwertransportern in der Nacht zum Dienstag und Mittwoch von Halle an der Saale nach Marl verladen. Dafür musste die Stadt (wie berichtet) ein Halteverbot in der Gaußstraße einrichten, dass gestern Abend aufgehoben wurde.
„Weiterer wichtiger Baustein“
In der neuen Kindertagesstätte sollen ab voraussichtlich Anfang Oktober insgesamt 81 behinderte und nicht behinderte Kinder in vier Gruppen betreut werden. Für Dr. Barbara Duka, Kinder- und Jugenddezernentin der Stadt Marl, sei der Bau der neuen Kindertagesstätte ein „weiterer wichtiger Baustein für die U3-Betreuung“. „Trotzdem“, so Dr. Duka, „müssen wir die U3-Betreuung auch weiterhin bedarfsgerecht ausbauen“. Bund und Länder müssten den Kommunen dabei allerdings „kräftig unter die Arme greifen“.

Schlagwörter: ,
28. Juli 2014

Stadt Marl plant Neubaugebiet in Sinsen

pict0268.jpgDie Stadt Marl plant in Sinsen ein Neubaugebiet. Bürgerinnen und Bürger können vom 14. bis zum 28. Juli Einsicht in den städtebaulichen Entwurf des Areals „ehemalige Haardschule“ nehmen.
Wohngebiet mit 34 Wohneinheiten

Ein Baugebiet für rund 34 Wohneinheiten soll auf dem ehemaligen Gelände der Haardschule entwickelt werden. Entsprechend dem angrenzenden Siedlungscharakter sind sowohl Wohnbereiche für junge Familien mit Kindern, Generation 50plus sowie auch Bereiche für seniorengerechtes Wohnen vorgesehen.
Äußerungen können während der Frist vorgebracht werden

Der städtebauliche Entwurf (einschließlich Erläuterungen) wird zur Einsicht während der Dienstzeiten (montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12.30 Uhr) sowie nach mündlicher Vereinbarung im Planungs- und Umweltamt der Stadt Marl, Liegnitzer Straße 5, 45768 Marl, 6. Etage, Zimmer 60a, im „i-Punkt“ Marler Stern sowie im Stadtteil Sinsen (Filiale der Volksbank Marl – Recklinghausen, Bahnhofstraße 168, 45770 Marl) bereitgehalten. Äußerungen können während dieser Frist im Planungs- und Umweltamt der Stadt Marl vorgebracht werden.

28. Juli 2014

Stadt Marl forderte am 8.Juli „Atomwaffen abschaffen“ (Mayors for Peace) ­

WIR 087Der Einsatz von Atomwaffen sowie die Androhung ihres Einsatzes verstoßen gegen internationales Recht und gegen Prinzipien des humanitären Völkerrechts. An dieses Urteil des Internationalen Gerichtshofes vom 8. Juli 1996 erinnerten heute etwa 140 „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace), indem sie an ihren Rathäusern Flaggen hissen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. In der Überzeugung, dass Städte keine Angriffsziele sein dürfen und eine Zukunft ohne Atomwaffen neue Perspektiven für die Menschheit schafft, treten die Bürgermeister für die Abschaffung der Atomwaffen und für den Abschluss eines internationalen Verbotsvertrages ein.
Nur die Abschaffung aller Atomwaffen bewahrt uns vor der Gefahr, dass sie in einem Konflikt wieder eingesetzt werden, davon ist die Stadt Marl überzeugt und beteiligte sich jetzt an einer weltweiten Aktion des internationalen Städtenetzwerks „Bürgermeister für den Frieden“.
Die Nichtregierungsorganisation setzt in diesen Tagen ein weiteres, sichtbares Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen. Solange andere Länder im Besitz von Atomwaffen sind, so lange stellen sie auch für uns in Marl eine Bedrohung dar. Denn sie werden sich nicht scheuen, sie im Ernstfall gegen uns zu verwenden.
Gemeinsam mit Vertretern der Ratsfraktionen und interessierten Bürgern hisste die Stadt Marl am 8. Juli auf dem Creiler Platz die Flagge der „Mayors for Peace“ und erinnerte damit an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes vom 8. Juli 1996. Nach diesem verstößt der Einsatz von Atomwaffen bzw. die Androhung eines Einsatzes gegen grundsätzliche Prinzipien des humanitären Völkerrechts.
Weltweit 17.000 Atomwaffen
Der weltweite Verband „Bürgermeister für den Frieden“, dem 6.000 Städte in 158 Ländern angehören, fordert mit dem Flaggentag den Abschluss eines internationalen Verbotsvertrages von Atomwaffen. Weltweit gibt es immer noch etwa 17.000 Atomwaffen im Besitz von neun Ländern: USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea. Die Abrüstungsverpflichtung des Atomwaffensperrvertrags ist bisher kraftlos geblieben. Von den Atomwaffenstaaten ist bekannt, dass sie ihren Bestand sogar weiterhin modernisieren. Das gilt auch für die US-Atombomben, die in Deutschland bei Büchel in der Eifel stationiert sind.
Städte und Gemeinden beteiligen sich
In diesem Jahr beteiligen sich in Deutschland bereits 140 Städte und Gemeinden am Flaggentag. Der Bürgermeister der Stadt Marl ist seit 1985 Mitglied der Initiative „Bürgermeister für den Frieden“.

Weil die Atomwaffenstaaten ihrer Abrüstungsverpflichtung nicht ausreichend nachkommen, haben die Marshall-Inseln in diesem Frühjahr vor dem Internationalen Gerichtshof geklagt. In diesem Zusammenhang findet auf internationaler Ebene ein Prozess von Konferenzen statt, der auf die humanitären Aspekte und Folgen der atomaren Abschreckung hinweist. Bisher hatte die Regierung von Norwegen nach Oslo und Mexiko nach Nayarit eingeladen. Auf Initiative der österreichischen Regierung wird der Prozess im Dezember diesen Jahres in Wien fortgesetzt. An seinem Ende soll eine atomwaffenfreie Welt stehen, wie dies die Bürgermeister für den Frieden einfordern. Unterstützung erhält die Forderung auch durch den Rat des internationalen Roten Kreuzes und der Halbmond Bewegung. Die Organistaionen fordern „in gutem Glauben und mit Dringlichkeit“ Verhandlungen voranzubringen, um ein rechtsverbindliches internationales Verbot von Atomwaffen zu erreichen.

Das internationale Städtenetzwerk „Mayors for Peace“ wurde im Jahr 1982 gegründet und geht auf die Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück. Heute gehören dem Netzwerk 6.084 Bürgermeister in 158 Ländern an. In Deutschland unterstützen 414 Bürgermeister und Landräte das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. Sie kooperieren mit dem Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen“, dem cirka 50 Organisationen und Initiativen angehören, darunter unter anderem IPPNW, Pressehütte Mutlangen und pax christi.

29. Mai 2014

Musikschule Marl ruft zum „Day of Song“ auf

Am 27. September 2014 wird in der gesamten Metropole Ruhr der dritte „!SING – DAY OF SONG“ gefeiert. Von Jugendgruppen über Bergmannschöre bis hin zum spontanen Chor sind hunderte Gruppen und Chöre dabei und verwandeln das Ruhrgebiet in das größte singende Konzerthaus Europas. Auch die Musikschule der Stadt Marl ruft jetzt zu diesem musikalischen Highlight auf.
„In diesem Jahr steht ‚Jugend und Gesang‘ im Fokus des ‚Day of Song‘“, sagt Günter Braunstein, Leiter der städtischen Musikschule. „Alle jungen Leute und Junggebliebene aus Marl sind herzlich eingeladen mitzusingen“. Nähere Informationen zur Beteiligung der Musikschule am „Day of Song“ gibt’s unter der Rufnummer (02365) 698 6249. Ein Formular für die Bestellung von Werbemitteln können interessierte Musikerinnen und Musiker hier herunterladen.
Multikulturell und integrativ
Ein drittes Mal nach 2012 und dem Auftakt zum Kulturhauptstadtjahr 2010 werden tausende Menschen am 27. September mit einstimmen und Lieder aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft singen. Der „!SING – DAY OF SONG“ ist interkommunal und interdisziplinär, sowie multikulturell und integrativ. Er leistet somit einen wichtigen Aspekt für die kulturelle Bildung der Gesellschaft – insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Mit künstlerisch hochwertigen Konzepten und Kooperationspartnern ist das Projekt ein wichtiger Bestandteil des Kulturangebots der Metropole Ruhr.

29. Mai 2014

Stadtrat Marl befasst sich mit den Gefahren von Fracking

stop-hydro-fracking-bulgarien_04Nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg sind in den Regionen Unna sowie Haltern am See/Marl weitere Bergbauberechtigungen für eine Fläche von 404 Quadratkilometern beantragt. Die Stadt Marl ist deshalb direkt betroffen weil das Trinkwasser für die Bevölkerung unserer Stadt aus Haltern und Umgebung kommt.
Fracking birgt große Risiken

Millionen Liter Wasser werden bei jedem Frack-Vorgang mit giftigen Chemikalien versetzt und dann in die Erde verpresst. Laut einer Stellungnahme des Umweltbundesamtes ist ein Eindringen der mit Chemikalien vermischten Fracking-Flüssigkeit in das Grundwasser möglich.
Als Resultat einer Anfrage hatte die Bergbehörde mitgeteilt, dass allein in 2014 acht der 21 Aufsuchungserlaubnisse auslaufen. Dazu liegen weitere acht Anträge für neue Erlaubsnisfelder vor.
Nach dem geltenden Bundesberggesetz sind Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdgas zu versagen, wenn dem überwiegende öffentliche Interessen entgegen stehen. Das ist beim Fracking unkonventioneller Erdgaslagerstätten unzweifelhaft der Fall. Auch die Landesregierung hat dies mit ihrer Risikostudie bestätigt. Wir erwartet von der Bezirksregierung, dass sie nicht weiter die Tür zur Anwendung dieser ebenso überflüssigen wie gefährlichen Technologie offen hält.

Bürger hatten die Bezirksregierung Arnsberg im Rahmen einer offiziellen Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) um Übermittlung aller vorliegenden bergrechtlichen Erlaubnisse zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen gebeten. Dem war die Behörde nachgekommen. Danach laufen die Erlaubnisse für die Felder Adler, Falke, Hamm-Ost, Hamm-Süd, Hellweg, Herford, Nordrhein-Westfalen Nord und Saxon 1 West im Laufe dieses Jahres aus.
Für die Claims Herford und Saxon 1 West am Niederrhein sind bereits Verlängerungen beantragt. Sowohl die Kommunen als auch die Bevölkerung haben davon nichts mitbekommen. Trotz aller Beteuerungen von Politik und Behörden, alle Vorgänge rund ums Fracking transparent zu machen, herrscht weiterhin überwiegend Geheimniskrämerei vor.
WIR für Marl fordert nach wie vor ein gesetzliches Fracking-Verbot. Trinkwasser und Gesundheit haben für uns absoluten Vorrang. Den Einsatz umwelttoxischer Substanzen lehnen wir ab.
Die Bürgerliste WIR für Marl beantragt deshalb im Rat:
Der Rat der Stadt Marl fordert die Bezirksregierung Arnsberg auf, keine neuen Aufsuchungserlaubnisse für die Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten zu erteilen und bereits erteilte Bergbauberechtigungen nicht zu verlängern.
Vereinigung der Initiativen gegen unkontrollierte Erdgassuche und Hydraulic ‚Fracking‘ Fracturing in Deutschland