Posts tagged ‘Skulpturenmuseum’

11. Februar 2017

Finissage der Marler Medienkunst-Preise 2016

Am Sonntag 12. Februar ändet die Ausstellung zum Internationalen Marler Medienkunst-Preise 2016. Videokunst wird im Marler Skulpturenmuseum seit 1984 prämiert, den Klangkunst-Preis gibt es seit 2002. In diesem Jahr werden der EUROPEAN SOUNDART AWARD und der ebenfalls international ausgeschriebene Videokunst-Preis zum dritten Mal gemeinsam in einer Ausstellung gezeigt. Beide Wettbewerbe haben die gleiche inhaltliche Vorgabe – alle ausgewählten Arbeiten beziehen sich thematisch, formal oder in ihrer Präsentation auf den dreidimensionalen Raum. Die Ausstellung verteilt sich auf alle Bereiche des Skulpturenmuseums, den öffentlichen Raum vor dem Museum und auf einige leerstehende Ladenlokale im Marler Stern.

Das Programm

Es gibt ein Künstlergespräch zwischen Nina Wiesnagrotzki, Preisträgerin des Marler Videokunst-Preises 2016 und Georg Elben. Anschließend zeigt sie Ausschnitte aus neuen Arbeiten. Ausserdem gibt es eine Vorstellung des Katalogs zur Ausstellung

Die Geschichte

Video- und Klangkunst gehören in Marl zum Markenkern des Museums, gleichberechtigt neben der schon im Namen präsenten Skulptur. In der ganzen Welt sind in den vergangenen Jahren Klangkunst- und Videofestivals gegründet worden, und nicht zuletzt deswegen haben sich die „neuen Medium“ in der Kunstwelt durchgesetzt. Das Skulpturenmuseum hat dazu beigetragen und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Video- und seit 15 Jahren mit Klangkunst.
Das Marler Konzept der gemeinsamen Ausstellung von Video- und Klangkunst gründet auf der Tatsache, dass die beiden dominierenden menschlichen Sinneswahrnehmungen, also Hören und Sehen, von Künstlern verstärkt in einem Kunstwerk gleichberechtigt gestaltet werden. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass vorhandene Eigenheiten durch das Ausstellungskonzept nivelliert werden sollen. Gleichwohl kann bei einigen Kunstwerken von einem Gleichgewicht zwischen Bild und Klang gesprochen werden, denn es scheint kaum möglich zu sagen, ob das Optische oder das Akustische für die künstlerische Wirkung wichtiger ist. Deswegen haben wir uns entschieden, den Marler Videokunst-Preis und den EUROPEAN SOUNDART AWARD wieder ein gemeinsames Thema zu geben und beide erneut zum Thema „Raum“ auszuschreiben.
Zu sehen sind 32 Werke, die sich im gesamten Museum verteilen, im Außenraum und im gegenüber liegenden Einkaufszentrum „Marler Stern“.

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4. September 2013

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl lädt zur Podiumsdiskussion ein

„This is tomorrow“ 

Foto aus der aktuellen Installation „This is tomorrow“ von Jan Kämmerling und Karsten Weber, © Foto: Uwe A. Kirsten.

 

Als Finissage der aktuellen Ausstellungen von Gnichwitz/Moors („Skulpturen aus Privatbesitz“), Pelzer („Waiting with Fruits“) und Kämmerling/Weber („This is tomorrow“) findet am Sonntag (8.9.) im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl um 15 Uhr ein Podiumsgespräch über die Gegenwart und Zukunft von Ausstellungen und ihren Orten statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Ausstellungspraxis und Museumsarchitektur

Ausgangspunkt der Diskussion über die zeitgenössische Ausstellungspraxis und Museumsarchitektur ist die Installation „This is tomorrow“ von Jan Kämmerling und Jan Weber im Untergeschoss des Museums. Der Düsseldorfer Künstler Kämmerling und der ebenfalls aus der Landeshauptstadt stammende Architekt Weber beschäftigen sich seit längerem mit filigraner Pavillon-Architektur und waren sofort fasziniert von der Innen- und Außenraum verbindenden Architektur des Marler Glaskastens.

Beispielhafte Architektur

Ihre These: Das Marler Skulpturenmuseum, das nicht gerade dem Ideal des „White Cube“ mit den rein weißen Ausstellungsräumen folgt, könnte vielleicht ein Beispiel für die Architektur künftiger Museen sein. Die Zukunft liegt demnach nicht (mehr) in den auffälligen Gebäuden wie in Bilbao (Frank Gehry) oder auch Baden-Baden (Richard Meier), sondern in der pragmatischen Nutzung von bereits vorhandenen Bauten. Der Grund dafür sind nicht nur fehlende finanzielle Mittel. Künstler schätzen die verbliebenen Spuren und Raumproportionen der vergangenen Nutzung als Kontrast zu ihren Arbeiten oft auch inspirierend ein.

Mit dem Publikum diskutieren werden:

  • Jan Kämmerling, bildender Künstler, Düsseldorf
  • Karsten Weber, freier Architekt und Ausstellungspraktiker, Düsseldorf
  • Julia Bünnagel, bildende Künstlerin, Köln
  • Markus Heinzelmann, Direktor des Museum Morsbroich, Leverkusen
  • Carl Friedrich Schroer, freier Kunstkritiker und Gründer von eiskellerberg TV, Düsseldorf und
  • Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseum Glaskasten Marl.

 

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21. Juli 2013

Marler Kunstring fährt ins Museum Kurhaus Kleve

Skulpturenmuseum
Skulpturenmuseum: Kunstring fährt ins Museum Kurhaus Kleve

Für die nächste Kunstringfahrt des Skulpturenmuseum Glaskasten ins Museum Kurhaus Kleve am Samstag, 10. August 2013, sind noch Plätze frei.

Für die Kunstfreunde steht der Besuch der Sammlungen Ewald Mataré und van der Grinten auf Schloss Moyland auf dem Programm.

Ewald Mataré

Das Museum Kurhaus Kleve besitzt eine der größten Sammlungen mit Arbeiten des rheinischen Plastikers, Graphikers und Malers Ewald Mataré (1887-1965). Matarés Werk, das von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt wurde, zählt zu den Höhepunkten der Klassischen Moderne in Deutschland. Die wichtigsten Themen von Matarés Kunst sind die Landschaft, die menschliche Figur aber besonders die Darstellung von Tieren, wobei sein Interesse hier nicht einer naturalistischen Widergabe, sondern eher einer inneren, „psychologischen“ Studie des Tieres galt. Kunstfreunden wird die „Liegende Kuh“ oder der „Hahn“ aus der Sammlung des Skulpturenmuseums Glaskastens bekannt sein.

Van der Grinten und Beuys

Ein weiterer Höhepunkt der Kunstringfahrt ist der Besuch auf Schloss Moyland. Das Schlossgebäude beherbergt heute die Kunstsammlung der Brüder Hans und Franz- Joseph van der Grinten, die sie in über 50 Jahren zusammengetragen und in die „Stiftung Museum Schloss Moyland“ eingebracht haben. Die umfassende Sammlung enthält Exponate aus dem 19. und 20. Jahrhundert, unter anderem Werke von Erwin Heerich, Willem den Ouden und Rudolf Schoofs. Den wesentlichen Schwerpunkt der Sammlung bildet aber der nahezu 5000 Arbeiten umfassende und damit weltweit größte Bestand an Werken von Joseph Beuys.

Anmeldung

Anmeldungen und nähere Informationen wie z.B. Busfahrzeiten gibt es im Kulturamt der Stadt Marl unter der Rufnummer (02365) 99-2631. Die Kosten für Kunstringmitglieder betragen 39 bzw. 42 Euro für Nichtmitglieder. Im Reisepreis enthalten sind die Buskosten, Kosten für Eintritt und Führungen.

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4. Juni 2013

„Siegfried Gnichwitz – Manfred Moors: Skulpturen aus Privatbesitz“ im Skulpturenmuseum Glaskasten

Soviel Besucher bei einer Eröffnung gab es in letzter Zeit nicht. Auf ein großes Interesse bei Museumsbesucher stieß die neue Präsentation von Kunstwerken aus dem Bestand des Marler Museums und Leihgaben von zwei Sammlern. Bei den ausgestellten Werken geht es um zeitgenössische Kunst.
Der Kunstsammler Siegfried Gnichwitz berichtete im Skulpturenmuseum Glaskasten wie er zur Kunst und zu seiner Sammlung kam.

Es geht in dieser Ausstellung nicht nur um die einzelnen Kunstwerke, sondern auch um die Haltung zur Kunst ohne spekulative finanzielle Beweggründe: private Leidenschaft zur Kunst, erlebbar im öffentlichen Scheinwerferlicht des Museums.

Fast jeder Mensch ist oder war einmal Sammler von irgendetwas. Wann aber ist der Moment erreicht, an dem jemand Kunstsammler genannt wird? Siegfried Gnichwitz und seine Frau Margarete leben in Herten, wo Herr Gnichwitz lange für den Fleischfabrikanten Karl-Ludwig Schweisfurth als Grafiker und Berater in allen Fragen zur Kunst gearbeitet hat.
Manfred Moors aus Essen hatte beruflich nie mit Kunst zu tun , sondern ist als Gründungsmitglied des Freundeskreises Habakuk dem Museum seit 20 Jahren verbunden . Beide leben privat mit der ausgestellten Kunst, die sie in mehreren Jahrzehnten gesammelt haben. Die Werke wurden gekauft, waren Geschenke von Künstlern oder der Besitz resultiert aus einem Tausch Arbeit gegen Arbeit: Kunstwerk gegen Katalogbeitrag oder Rede zur Eröffnung. Die Ausstellung ermöglicht Einblicke in ungewohnte Zusammenhänge künstlerischer Produktion.

Die Skulpturen und plastischen Objekte mittlerer Größe von rund 20 Künstlern werden in der von Erika Hock entworfenen Installation „Continental Shelf“ präsentiert, die sie für den inneren Glaskasten im Skulpturenmuseum 2011 entworfen hat und die wie ein flexibles Regalsystem funktioniert. Alle anderen Werke, die sonst in diesem Bereich des inneren Glaskasten gezeigt werden, sind verschwunden, doch die Namen einiger Künstler können den Besuchern vertraut vorkommen, denn von ihnen besitzt das Museum ebenfalls Skulpturen: Heinz Breloh, Hede Bühl, Dorothee Golz, Friedrich Gräsel, Heinz-Günter Prager, Ansgar Nierhoff, Robert Schad, Daniel Spoerri, Igael Tumarkin und Peter Vogel. Die Liste der Überschneidungen ist lang, sie belegt sowohl eine regionale Verankerung bei den privaten Sammlungen wie im Museum als auch parallele Aktivitäten in den vergangenen 30 Jahren.

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14. Mai 2013

Eine „Zeitreise“ durch die Kunst in Marl

Plakat „Stadt und Skulptur"
Das Skulpturenmuseum Glaskasten zeigt demnächst Ausstellungsplakate im Rathausfoyer.

„Zeitreise“ heißt die neue Ausstellung im Rathausfoyer, die am Donnerstag, 23. Mai, um 17 Uhr von Museumsdirektor Georg Elben eröffnet wird. Als Rückschau auf die vielfältige Ausstellungstätigkeit der Stadt reflektiert der erste Teil der kleinen Präsentation von Ausstellungsplakaten einen Querschnitt durch mehrere Jahrzehnte Kunst in Marl.

„Stadt und Skulptur“

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Wertung wird die Ausstellung die „Kunstgeschichte“ Marls Revue passieren lassen – vielleicht aber auch die ein oder andere ganz persönliche „Kunst-Geschichte“ wieder ins Gedächtnis rufen. Angefangen mit der damals vielbeachteten großen Freilichtausstellung „Stadt und Skulptur“ aus dem Jahr 1970 wird somit nebenbei ein kleiner Überblick über mehr als vierzig Jahre Typographie und Plakatgestaltung angerissen. Gezeigt werden circa 20 Plakate. Da der Fundus natürlich noch viel mehr zu bieten hat, wird sich direkt im Juli ein zweiter Teil anschließen.

Der erste Teil der „Zeitreise“ ist bis zum 27. Juni dieses Jahres zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

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18. April 2013

Kunstringfahrt von Marl ins Kröller-Müller Museum

Skulpturenmuseum Glaskasten
Skulpturenmuseum Glaskasten: Kunstringfahrt nach Otterlo ins Kröller-Müller

Für die nächste Kunstringfahrt am 4. Mai sind noch Plätze frei. Diesmal geht es ins Kröller-Müller Museum im niederländischen Otterlo. Das Museum besitzt mit über 80 Werken die zweitgrößte Van Gogh-Sammlung der Welt.

Neben bedeutenden Gemälden anderer Künstler ist das Museum auch für seinen großen Skulpturengarten bekannt.

Skulpturenplateau

Zu den beeindruckendsten Skulpturen des Parks zählen z.B. der 1974 eingeweihte „Jardin d´émail“ von Jean Dubuffet in Form eines riesigen, begehbaren Skulpturenplateaus oder der fast 30 Meter hohe „Needle Tower“ von Kenneth Snelson, errichtet nach dem „Tensegri-ty-Prinzip“ Buckminster Fuller´s, der lediglich durch ein komplexes Netz aus Spannseilen seine stabile Form aufrechterhält. Darüber hinaus wurde in jüngerer Zeit im Skulpturenwald ein 1966 von Aldo van Eyck entworfener halboffener Pavillon rekonstruiert, in dem die – für den Außenbereich eigentlich zu empfindlichen – Plastiken doch Aufstellung in der Natur finden konnten. Die Künstlerliste des Parks ist lang, aber mit Henry Moore, Richard Serra, Auguste Rodin und Hans Arp sei hier eine kleine Auswahl genannt.

Nationalpark

Bevor die Teilnehmer der Kunstringfahrt am Museum ankommen, möchte Museumspädagoge Stefan Wolters mit der Gruppe einen Zwischenstopp im Nationalpark einlegen. Hier, wo das „eigentliche“ Kröller-Müller Museum entstehen sollte, hat der britische Bildhauer Henry Moore abseits der „üblichen Touristenpfade“ eine wunderbare Figurengruppe errichtet.

Anmeldung und Infos

Nähere Informationen Busfahrzeiten und Anmeldung gibt es im Kulturamt der Stadt Marl unter der Rufnummer (02365) 99-2631. Die Kosten für Kunstringmitglieder betragen 33 bzw. 36 Euro für Nichtmitglieder. Im Reisepreis enthalten sind die Buskosten, Kosten für Eintritt und Führung im Kröller-Müller Museum.

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16. April 2013

Eintritt im Skulpturenmuseum Glaskasten der Stadt Marl?

Die Bürgerliste WiR für Marl stellte im Stadtrat einen ANTRAG zum Eintritt im Skulpturenmuseum:
Der Bürgermeister setzt kurzfristig in Abstimmung mit dem Kulturausschuss differenzierte Eintrittspreise für die Besucher des Museums fest.
Der Antrag hatte folgende Begründung:
Anziehungspunkt für viele Menschen ist ohne Frage auchdie Kultur.
Jedoch der Erfolg des positiven Wirkens und der Entwicklung der Bildung muss es sich gefallen lassen, gewertet und auch in Zahlen gemessen, beurteilt zu werden.

Die 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe,so gab der LWL bekannt, hatten in 2012 zum fünften Mal in Folge mehr als 1,2Millione Besucher.
Ein Schnitt von über 70.000 Gästen im Jahr. In unserer Region hatten das Naturkunde-Museum in Münster 244.000 Besucher,das Schiffshebewerk in Henrichenburg (bei Waltrop) sahen 80.100 Bürger und für das Römermuseum in Haltern interessierten sich 40.400 Menschen.
Die Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe nehmen zwischen € 1,50 / € 2,00 an Eintritt für Kinder / Jugendliche und zwischen € 4,00 / € 5,00 für Erwachsene. Bereits vor zehn Jahren hat der Rat der damaligen Bürgermeisterin den Auftrag erteilt, möglichst niedrige Eintrittspreise für das Skulpturenmuseum festzusetzen.
Nicht nachvollziehbare Gründe hinderten Frau Uta Heinrich danach, die Bitte des Rates zu realisieren.
Ursprung für diesen Beschluss waren erhebliche Zweifel an der von Frau Heinrich seiner Zeit angegebenen Zahl von 10.000 Besuchern pro Jahr.
Ausführungen zum Bankrott der Stadt erübrigen sich für diejenigen unter uns, welche mit offenen Sinnen den Zustand unserer Straßen, Rad- und Fußwege registrieren.

Jetzt soll der Kulturausschuss darüber abstimmen.

Die Verwaltung, die beim Einsparen bei den Leistungen für den Bürgern fix ist, hat sich dagegen ausgesprochen. Man will auf keinen Fall nachprüfbare Zahlen haben, die die Akzeptanz des Skulpturenmuseums bei den MarlerInnen belegen. Das Skulpturenmuseum gehört zu den heiligen Kühen die keinen Beitrag zur Haushaltssanierung leisten müssen.
Im Sozial- und Jugendbereich war man bei den Einsparungen aktiver, wir meinen alle Bereiche müssen ihren Beitrag zur Haushaltssanierung leisten.
Der einflussreiche Schutz den einige Bereiche in der Stadtverwaltung geniessen ist weder sozial noch demokratisch.

Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus!

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11. April 2013

Burgunder Kühe beziehen Sommerquartier auf der Insel im Marler Rathaussee

Beim traditionellen Almauftrieb treten die beiden lebensgroßen „Burgunder Kühe“ ihre Reise zum Ufer des Rathaussees an.

Kunstinteressierte müssen auch in diesem Jahr nicht auf den traditionellen Almauftrieb verzichten. Die „Zwei Burgunder Kühe“ von Samuel Buri werden am Samstag, 20. April, wieder zu ihrem Platz auf der Sommerweide geführt – alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen!

Zu Beginn der Veranstaltung um 15 Uhr verabschieden Schülerinnen und Schüler der Klasse 2b der Aloysiusschule  die Kühe vor dem Skulpturenmuseum Glaskasten aus ihrem Winterquartier. Ihre Reise zum Ufer des Rathaussees treten die beiden lebensgroßen Kuh-Skulpturen auf einem festlich geschmückten Pferdewagen an. Der Festzug wird musikalisch begleitet von den Klängen der „Marler Alphörner“ und der „Dixie Swingers“. Anschließend geht es für die Skulpturen Buris mit einem Schlauchboot des Technischen Hilfswerks Marl weiter auf die Insel im Rathaussee, um dort die warme Jahreszeit zu genießen. Im Spätherbst beziehen sie dann wieder ihr Winterquartier in einem der Innenhöfe im Rathaus.

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3. März 2013

Eröffnung der Ausstellung: Klara Hobza–Salvaging Morse Code im Skulpturenmuseum Marl

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Unter dem Titel „Salvaging Morse Code“ ist im Skulpturenmuseum eine Ausstellung
von Klara Hobza zu sehen, die eine Installation und Videos utopischer Projekte von
der 1975 in Pilsen geborenen Künstlerin zeigt. Der Titel bezieht sich auf eine
Installation im höheren der zwei Verwaltungs-Bürotürme neben dem Rathaus am
Creiler Platz. Aus einem Büro im obersten Stockwerk sind nach Einbruch der
Dunkelheit über die gesamte Ausstellungsdauer immer wieder Lichtzeichen zu
sehen, die in einem Morsecode verschlüsselt („kurz-lang-lang-kurz“ und so weiter)
eine von der Künstlerin erfundene, aber an der Realität orientierte Geschichte über
kommunale Finanzen, Schulden und persönliche Schicksale in die Nacht hinaus
senden.
Die geheimnisvollen Lichtsignale sind also nicht nur abstrakte Kunst,sondern lesbar
–wenn man den Morsecode versteht…
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Mit dem Morsen hat sie vor 10 Jahren in den USA begonnen, als sie den Film „Das
Boot“ sah und ihr das Morsen als eine Art fast ausgestorbener Kommunikation
auffiel. Sie baute sich spontan eine Morse-Licht-Anlage, indem sie 12 Leuchten
aneinander schaltete, um die Lichter dann mit einem Mehrfachstecker gleichzeitig
ein-und ausschalten zu können. Mittels der Lichtsignale im Morse-Code Rhythmus
begann sie dann, mit meiner Außenwelt zu kommunizieren. Ihr Atelier, ein Eckraum
mit vielen Fenstern, lag im 4. Stock eines Gebäudes an der 125ten Straße / Ecke
Broadway. „Wenn man aus dem Fenster sah, konnte man auf etliche Hochhäuser mit
Wohnungen,die stark befahrenen Straßen, eine überirdisch laufende U-Bahn und
ein paar Wolkenkratzer sehen. Ich dachte mir, in jedem Moment gäbe es ein
Potential von tausenden von Menschen, die mich sehen könnten, mit denen ich
Kontakt aufnehmen könnte.“
Zwar brauchte sie Jahre, um den Code fließend benutzen zu können und ihre Anlage
bis auf 30.000 Watt hochzurüsten, aber dann begannen Nachbarn zurückzumorsen–
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Hobza hatte eine antiquierte Technik ins Leben zurückgebracht. Als Begründung für
die Beschäftigung mit dem hauptsächlich militärisch genutzten Kommunikationsmittel
schreibt sie für das Jahr 2003 in ihrer bis weit in die Zukunft, bis zum eigenen Tod
reichenden Biographie im zur Ausstellung erschienenen Künstlerbuch: „In New York
zunächst recht vereinsamt, bautsich Hobza einen Morse-Apparat, um mit den

Millionen von Menschen gleichzeitig kommunizieren zu können. Sie wartet drei Jahre
auf eine Antwort. … Trotzdem fand ich Gefallen an dieser archaischen Form der im
Idealfall zeitgleichen Kommunikation, dieses Beharren des Individuums entgegen
jeder realistischen Einschätzung, und schließlich ging es mir auch um das
Konkurrieren von zwölf 100-Watt-Glühbirnen gegen das kommerzielle Lichtermeer
der Werbung New Yorks. Es war für mich ein David-gegen-Goliath Spiel.“
Bis über die Grenze des Möglichen zu gehen, etwas scheinbar Unmögliches und
deswegen Absurdes zu versuchen ist Hobzas künstlerische Methode. Als sie 2009
zurück nach Deutschland zog, wollte sie ihr Atelier komplett für eine Ausstellung in
Hamburg selbst verschiffen. Mit der Hilfe von Feuerwehrleuten gelang es ihr, ein mit
allem Inventar beladenes Floß über den East River bis zum Containerhafen nach
New Jersey zu schleppen. In Hamburg zog sie es dann mit einem Kajak durch das
Fleet bis zu ihrer Galerie in ein em alten Speicherhaus. Es ist die Zähigkeit und die
Entschlossenheit, mit der sie sich in vermeintlich Absurdes stürzt, ihr Glaube an die
Möglichkeit, die Utopie zu verwirklichen, die den Reiz von Hobzas Arbeiten
ausmachen. In der Marler Ausstellung ist ein Video zu sehen, wie sie einen kleinen
Marathon über den Pier ins Meer vor Coney Island bei New York läuft, um genug
Anlauf zu haben und einen selbst gebastelten Papierflieger bis nach Europa zu
werfen. Ein anderes Video zeigt, wie sie mit viel Konzentration ins Meer springt, um
einer Robbe den gerade gefangenen Fisch abzujagen, selbstverständlich erfolgreich!
Und sie hat die Ausdauer für Langzeitprojekte: In 30 Jahre will Hobza Europa
durchtauchen, von der Nordsee den Rhein hoch und die Donau runter bis zum
Schwarzen Meer.  „Mein Vorhaben, Europa zu durchtauchen, ist schon jetzt und wird auch weiterhin
durch endlose Hindernisse geprägt sein. Aber es sind gerade die Hürden, die sich
künstlerisch viel intensiver ausschlachten lassen. Ein relativ simpel und effizient
gelöstes Vorhaben könnte im besten Fall eine Art von oberflächlicher Bewunderung
auslösen. Die Konfrontation mit Problemen, das Durchspielen und Kämpfen um
Lösungsmöglichkeiten bietet mir viel mehr Substanz, und ich kann durch ihre
Darstellung an viel tiefer liegende menschliche Zustände herankommen. Davon hat
auch das Publikum mehr. Effizienz ist nicht mein Metier, das überlasse ich
Architekten, Ingenieuren usw., die haben andere Verantwortlichkeiten als ich. Ich bin
Künstlerin, und zum Glück frei  von Effizienz. Das feiere ich mit diesem Projekt.“

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28. Februar 2013

„Salvaging Morse Code“ Ausstellungseröffnung im Marler Skulpturenmuseum Glaskasten

„Salvaging Morse Code“

Einladung

Unter dem Titel „Salvaging Morse Code“ zeigt die Künstlerin Klara Hobza im Skulpturenmuseum Glaskasten vom 3. März bis 12. Mai verschiedene Installationen und Videos utopischer Projekte.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf ein Kunstwerk, dass im höheren der beiden Rathaustürme aufgebaut wird. Aus einem Büro im obersten Stockwerk sind nach Einbruch der Dunkelheit dann immer wieder Lichtzeichen zu sehen, die – in einem Morsecode verschlüsselt – eine von der Künstlerin erfundene, aber an der Realität orientierte, Geschichte über kommunale Finanzen, Schulden und persönliche Schicksale in die Nacht hinaus senden.

Die Ausstellung wird am Sonntag (3.3.) um 12.30 Uhr im Skulpturenmuseum Glaskasten eröffnet.

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