Posts tagged ‘Marl’

5. Februar 2017

Flüchtlinge nehmen am Internationalen Jugendcamp 2017 für Toleranz und Demokratie teil

Internationales Jugendtreffen 2013 in Marl (Foto: Stadt Marl)

Ab sofort können sich junge Marlerinnen und Marler zwischen 14 und 17 Jahren um die Teilnahme am Internationalen Jugendcamp 2017 bewerben.
Unter dem Motto „Deine Kultur ist meine Kultur – Gemeinsam stark für Toleranz und Demokratie“ findet die interkulturelle Begegnung in Marls Partnerstadt Bitterfeld-Wolfen statt.

Flüchtlinge nehmen am Internationalen Jugendcamp teil

Vom 28. Juli bis zum 4. August 2017 kommen in Marls deutsch-deutscher Partnerstadt junge Menschen aus Russland, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland zusammen. Aus jeder teilnehmenden Stadt werden fünf Jugendliche mit ihrem Betreuer erwartet. Darüber hinaus nehmen in diesem Jahr erstmals fünf Flüchtlinge aus Bitterfeld-Wolfen an der Begegnung teil. Auch aus Marl kann neben vier einheimischen Jugendlichen ein junger Flüchtling dabei sein.
Die Beteiligung von jungen Menschen mit Fluchterfahrung begrüßt die Stadt. Es ist eine Bereicherung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und öffnet ein Tor zu neuen Lebenswelten.

Grenzen „kreativ“ überwinden

Die Jugendlichen erwartet in Bitterfeld-Wolfen eine intensive und erlebnisreiche Woche: Persönliche Erfahrungen, Meinungen und Eindrücke zum Motto präsentieren sie über verschiedene Medien. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Gestaltung kann über Kunst, Film, Fotografie, oder Theater erfolgen. Die Themen Demokratie und Toleranz sind aktueller denn je. Es ist ein wertvolles Projekt, wenn Jugendliche aus verschiedenen Ländern in Europa gemeinsam daran arbeiten. Neben der inhaltlichen Arbeit stehen Abende am Lagerfeuer, eine Bootsfahrt und verschiedene Ausflüge auf dem Programm. Gemeinsam pflanzen sie außerdem einen Obstbaum als Symbol der Freundschaft.

Zur Teilnahme

Voraussetzung zur Teilnahme sind gute Englischkenntnisse und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen. Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung und geplante Aktivitäten entstehen den Teilnehmern nicht. Die Teilnahme der Gruppe am Projekt fördert der Städtepartnerschaftsverein Marl-Bitterfeld.

Weitere Informationen

Interessierte einheimische Jugendliche können sich bis zum 15. März 2017 auf einen der vier Plätze bei der Stadt Marl bewerben. Weitere Informationen zum Internationalen Jugendcamp gibt es auch telefonisch bei Jennifer Radscheid, Integrationsbeauftragte der Stadt Marl, unter der Rufnummer 02365/992777.

Videos vom internationalen Jugendtreffen 2013 in Marl

12. Januar 2015

Vernissage „Einblick + Ausblick – Glaskasten Marl“ 15. Januar 2015, 17 Uhr im Marler Rathaus

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Die Transparenz des Skulpturenmuseums Glaskasten mit seinen Einblicken, Ausblicken und Durchblicken haben die Architektin Claudia Karakolidis inspiriert, diese besondere Verbindung von Kunst und Architektur in ihren Fotoarbeiten zu thematisieren.
Zu ihrer Vernissage „Einblick + Ausblick – Glaskasten Marl“ am Donnerstag, 15. Januar 2015, um 17 Uhr im Foyer des Marler Rathauses sind Marler Kunstinteressierten herzlich eingeladen.

Die Ausstellung der in Marl arbeitenden Künstlerin ist bis zum 26. Februar zu sehen. Die Künstlerin hat an drei Ausstellungen im Marler Kunststern teilgenommen. 2012 hat sie in Mash up Arts Gruppenausstellung im Marler Kunststern ausgestellt. 2013 war sie an der Gruppenausstellung Grenzerfahrungen beteiligt. 2014 war sie mit vier Werken in der Ausstellung Provokation beteiligt.
Der MARLER KUNSTSTERN 2014, eine der größten Ausstellungen der freien Kunstszene im Ruhrgebiet, fand vo m 8.11. – 29.11.2014 im Einkaufszentrum MARLER STERN unter dem Thema PROVOKATION statt.
Von zeitgenössischer Malerei, Fotografie, Computer- & Druckgrafik, Zeichnungen, Skulpturen bis hin zu Installationen, Video-Kunst und Performance reichte das Spektrum an gezeigten Arbeiten.
Aus über 300 Künstlerbewerbungen wurden die gezeigten Arbeiten ausgewählt von einer Jury bestehend aus:
Dr. Friederike Daugelat, Direktorin des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm
Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten, Marl
Christian Paulsen, Vorstandsvorsitzender des Vereins für zeitgenössische Kunst, Kultur und Wissenschaft, Essen (VzKW e. V.)
Bence Fritzsche, Chefredakteur der Zeitschrift ATELIER und Herausgeber des Magazins KunstArtten.
Die Jury hat auch Werke von Claudia Karakolidis für diese Ausstellung ausgewählt.
Claudia Karakolidis:
Studium: Architekturstudium an der TU Darmstadt
Ausbildung: versch. Kurse zu klassischer und digitaler Fotografie, Computerarbeit und Komposition
Ausschnitt aus den Ausstellungen:
2008 Zeche Ewald
2010 Zahnärztekammer Münster
2011 Ärztekammer Münster
2011 Eon Fernwärme Gelsenkirchen
2012 Weindepot Gelsenkirchen.
2012 Mash up Arts Gruppenausstellung im Marler Kunststern
2013 Grenzerfahrungen Gruppenausstellung Marler Kunststern
2014 Provokation Gruppenausstellung im Marler Kunststern.
ab Januar 2015 Einblick+Ausblick Glaskasten Marl, Rathaus Marl

10. Januar 2015

Marler Moschee-Gemeinde verurteilt Terrorakt in Paris

„Wir teilen den Schmerz der Menschen“

Die Yunus Emre Moschee in Marl (türkisch-islamische Gemeinde – DITIB) verurteilt den grausamen Angriff auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris auf das Schärfste als Terrorakt.
Diesen Terroranschlag, bei dem zwölf Menschen ihr Leben verloren und viele verletzt wurden, „bewerten wir als Angriff auf die Menschheit. Dies ist niederträchtig und absolut inakzeptabel“, schreibt Vorstandsvorsitzender Mehmet Ucak im Namen der Moschee in einer Pressemitteilung .
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Und weiter: „Unser aller Schöpfer gebietet die Achtung seiner vielfältigen Schöpfung. Die Unverletzlichkeit des Menschen, seiner Würde und seiner Orientierung ist darin zentral. Wir teilen den Schmerz der Menschen in Frankreich und der Angehörigen derer, die bei diesem terroristischen Angriff ihre Leben verloren.“
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Zur Yunus-Emre-Gemeinde:
Die Yunus Emre-Gemeinde in Marl-Brassert besteht seit 1982. Sie ist Mitglied im türkisch-islamischen Dachverband DİTİB und arbeitet in der Christlich-Islamischen-Arbeitsgemeinschaft (CIAG) und der Gemeinschaft der Marler Moscheen (GMM) mit. Rund 250 Familien gehören ihr an. Namensgeber der Moschee-Gemeinde ist der anatolische Dichter Yunus Emre, der für seine asketische Lebensweise im 14. Jahrhundert und seine zahlreichen Verse und Lieder in der Türkei bekannt ist.

Marl hat immer wieder bewiesen, dass die Stadt ein Ort der Vielfalt sei, in der Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in guter Nachbarschaft zusammenleben.

4. Januar 2015

Bürger befürchten Gestank von der neuen Müllumladestation an der Sickingmühler Straße in Marl

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Ab dem 1. Januar 2015 lädt der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) Abfälle bei der Firma Somplatzki um. Den Auftrag erhielt das Hertener Unternehmen vom ZBH. Hier werden ab nächsten Jahr die Abfälle aus dem Marler Stadtgebiet umgeladen.
Die Firma Somplatzki errichtete auf dem Betriebsgelände an der Sickingmühle Straße eine Halle. Das Gelände grenzt an die Gärten der Bewohner der Siedlung Im Beisen. Bürger beschwerten sich bei WIR für Marl weil sie befürchten das gerade im Sommer Geruchsbelästigungen auftreten und sie ihre Gärten dann nicht mehr wie gewohnt nutzen können.
Müllumladestationen stinken?
Der ZBH sammelt im Marler Stadtgebiet Restmüll, Bioabfälle, Altpapier und Sperrmüll von den privaten Haushalten ein. Diese Abfälle und Wertstoffe wurden bisher in verschiedenen Anlagen außerhalb von Marl weiterverarbeitet. Jetzt werden die Abfälle zu der Sickingmühler Str. gebracht. Dort werden sie in großen Gebinden umgeladen und weitertransportiert.
Bisher fuhren die Müllfahrzeuge die Station an der Elbstraße an, die über den Kreis Recklinghausen und auch von einer privaten Firma betrieben wurde. Vor Ablauf des bestehenden Vertrages hat der ZBH die Leistung ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam das Hertener Unternehmen Somplatzki, das einen Betrieb an der Sickingmühler Straße auf dem ehemaligen Geländes des ZBH hat. Hier entstand eine Halle, in der der ZBH Restabfälle, Sperrmüll, Papier und Straßenkehricht anliefert. Die Firma Somplatzki übernimmt anschließend den Transport der Abfälle zu den Anlagen, die das Material weiter verarbeiten.
Die Müllumaldestation rückt näher ans Wohngebiet
Die Anwohnern befürchten neben den möglichen Geruchsbelästigungen einen erhöhten Verkehr der Müllwagen vor ihrer Haustür.

20. August 2014

Ausstellung „Kohle und Gras“ im Rathausfoyer Marl

Die Ausstellung „Kohle & Gras“ mit Werken des Künstlers Will Brands wurde von Museumsdirektor Georg Elben im Rathausfoyer Marl eröffnet. In einem Gespräch am Mikrofon schilderte der Künstler seine damalige Erfahrung mit dem Kunstwerk Kohlefeld. Für die Besucher waren die Ausführungen des Künstlers ein Dokument der Marler Kunstgeschichte. Im Rahmen der Projektreihe „Die Elemente im Revier“, die in vier Ruhrgebietsstädten von 1980 bis 1982 durchgeführt wurde, realisierte Will Brands seinerzeit das „Kohlefeld“ auf der Wiese neben dem Marler Rathaus an der Josefa-Lazuga-Str. Die Zeche Auguste Victoria in Marl lieferte damals die Kohle für das Kunstwerk. Grün hat das Kohlefeld im Laufe der Zeit überwuchert. Ein Sinnbild für das Ende des Bergbaus in Marl. Sogar ein Reporter aus Oberhausen war angereist um über die Ausstellung zu schreiben.Industrie (75)
Intention des Kohlefeldes
Will Brands formulierte die Intention des Kohlefeldes 1981 wie folgt: „Das Innere kehrt sich nach außen, das Untere kommt nach Oben“. ‚Grün‘ wird das Kohlefeld im Laufe der Zeit überwuchern.“ Dementsprechend weist heute nunmehr eine Hinweistafel auf den sanften, kaum sichtbaren grünen Hügel hin, wo sich einst die Kohle im satten, glänzenden Schwarz für ein paar Jahre den Marler Bürgern darbot. Sie ist der Erde, der sie entnommen wurde, zurückgeführt worden. Der Künstler erinnerte sich noch heute an die Grubenfahrt 1981 auf der Márler Zeche AV.
„Das Gras wachsen hören“
Jetzt, nach über 30 Jahren, reflektierte Brands über die vergangene Zeit und seine frühen Arbeiten im Revier und präsentiert die halb künstlerisch, halb dokumentarischen Ergebnisse in der Eingangshalle des Marler Rathauses. Ergänzt werden diese Arbeiten mit aktuellen Beiträgen: So fügt er seiner großformatigen Arbeit „Triptychon Kohlefeld“ Glasbilder hinzu, die unter dem Titel „Das Gras wachsen hören“ die unterschiedlichen Farbklänge zum ‚Schwingen‘ bringen. Hinzu kommen weitere frühe Arbeiten zum Thema Gras.

Lehre und Beruf verbinden Will Brands mit dem Bereich Reproduktionstechnik und Werbung. Als Künstler widmet er sich unterschiedlichen Techniken und Materialien. Vorerst insbesondere der Malerei und der Verfremdung von Bildmaterial zugetan, verlagerte er Ende der siebziger Jahre sein Arbeitsfeld ins Freie, wo er aus Stahl, Stein, Glas, Kohle oder Ziegel Objekte schuf, die wie beispielsweise das Projekt „Kohlefeld“ zeigt, Aktion und Veränderung miteinbeziehen.
Die Ausstellung ist bis zum 9. Oktober zu sehen.

20. August 2014

Wir für Marl wünscht allen Schülerinnen und Schüler einen guten Start ins neue Schuljahr

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Morgen (21.08.) beginnt in Marl für 718 Erstklässler der Ernst des (Schul-) Lebens. Gegenüber dem letzten Schuljahr stieg die Anzahl der Schulanfänger um 54. Um alle Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, wurde an der Haard-/Johannesschule und an der Goetheschule jeweils eine zusätzliche Klasse eingerichtet. Die meisten Erstklässler (86) nimmt zum neuen Schuljahr die Canisiusschule auf, an der wieder vier Klassen für Schulanfänger eingerichtet werden.
Mit dem Schuleintritt beginnt für jedes Kind und seine Familie ein neuer Lebens
abschnitt. Entsprechend feierlich wird die Einschulung in vielen Familien und Schulen gestaltet. Fast alle Kinder freuen sich auf die Schule, auf den ersten Schultag. Endlich Lesen, Schreiben und Rechnen lernen zu dürfen,
verspricht Teilhabe an der Schriftkultur und an der Welt der Erwachsenen. Auch auf die Lehrerinnen und Lehrer sowie die anderen Kinder in der Klasse sind sie gespannt.

Eine gute schulische Ausbildung ist der Grundstein für den weiteren Lebensweg. Die Stadt, wird als Schulträger im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in Zukunft alles dazu beitragen, möglichst optimale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen zu schaffen.
Bildung, Schule und Erziehung in Marl
Mit einem breiten schulischen Angebot sowie unterschiedlichen pädagogischen Konzepten und Angeboten sorgt die Stadt Marl für eine optimale Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen und eröffnet ihnen bestmögliche Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft. 42 Kindertagesstätten, 13 Grundschulen (fast alle mit Ganztagsangeboten), Hauptschule, Realschulen, zwei Gesamtschulen, zwei Gymnasien, Förderschulen sowie auch ein Berufskolleg bieten alle gängigen Schulabschlüsse an – vom Hauptschulabschluss über die Fachober- und Fachhochschulreife bis zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Mit dem Chemiekompetenzzentrum am Hans-Böckler-Berufskolleg „Chem Kom“ ist Marl übrigens vor Kurzem zu einem Eckpfeiler der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung im Bereich Chemie geworden. Alle weiterführenden Schulen sind gut mit dem Fahrrad oder dem Bus zu erreichen.

WIR für Marl bittet alle Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit für Erstklässler auf dem Schulweg. Fußgänger und insbesondere Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet und benötigen die ungeteilte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aller anderen Verkehrsteilnehmer.
Denn allein im Zeitraum des Schuljahres 2013/2014 ereigneten sich im Kreis Recklinghausen und in Bottrop 45 Schulwegunfälle, bei denen 9 Kinder schwer und 37 Kinder leicht verletzt wurden. Dabei stieg die Anzahl der verunglückten Kinder im Vergleich zum Vorjahr um 7 verletzte Kinder. Weiterhin ist dabei die Altergruppe der 10 bis 14-jährigen als Radfahrer besonders gefährdet.

13. August 2014

Fahrradfreundliche Stadt Marl?

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Aus Personalmangel hatte die Stadt den Verlängerungsantrag für den Titel „Fahrradfreundliche Stadt“ nicht gestellt. Jetzt kündigte die derzeitige Chefin der Verwaltung an, das Marl doch einen Antrag stellt um den Titel zu behalten. Ein Antrag ist nach Ablauf der Antragsfrist noch möglich? Ob der Titel noch gerechfertigt ist weckt bei vielen Marler Radfahrer Zweifel. Die Radwege sind oft in einem erschreckenden Zustand.
Auf der Seite der AGFS stellt sich Marl bisher noch so vor:
Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen
Fahrradfreundliche Stadt Marl

Marl, im nördlichen Ruhrgebiet an der Schwelle zum Münsterland gelegen, ist eine junge Stadt mit ca. 87.000 Einwohnern. Begünstigt durch den Bergbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Ansiedlung der Chemischen Industrie (heute als Chemiepark Marl bekannt) in den 30er Jahren entwickelte sich Marl schnell vom idyllischen Bauerndorf zur Industriestadt und erlebte ein rasantes Wachstum. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann der Ausbau zur autogerechten Stadt – allerdings ohne den Fahrradverkehr zu vergessen. Schon damals wurden zahlreiche Radwege angelegt. In dieser Zeit entstand auch die neue Stadtmitte mit Rathaus, Einkaufszentrum „Marler Stern“, City-See und Grünzügen. In den vergangenen 20 Jahren hat Marl eine Trendwende vom autogerechten zum umweltgerechten Verkehr vollzogen und dabei vor allem die Bedingungen für den Fahrradverkehr deutlich verbessert. Ziel dabei war, die Verkehre stadtverträglich zu gestalten und abzuwickeln, wobei in den jüngsten Jahren immer mehr der Aspekt der Verkehrssicherheit in den Vordergrund tritt. Der Fahrradverkehrsanteil im Marler „modal-split“ beträgt knapp 25 %, das heißt, dass die Marler Bevölkerung ein Viertel aller Wege mit dem Fahrrad zurücklegt. Bundesweit liegt dieser Anteil im Durchschnitt bei 11 %, wobei es die Holländer und Dänen auf knapp 30 % Fahrradverkehrsanteil bringen.

Der Schwerpunkt der Marler Fahrrad-Aktivitäten liegt in der Öffentlichkeitsarbeit, im Marketing und in der Kommunikation. Dies war letztendlich auch eine konsequente Folge aus der bitteren Armut Marls mit leeren öffentlichen Kassen und horrenden Schulden während der letzten 20 Jahre.
Planungsgeschichte und Zielvorstellungen

Auf der Grundlage eines Radwegekonzeptes aus dem Jahre 1989 beschloss der Rat der Stadt Marl 1991 das ehrgeizige Programm „100 Sofortmaßnahmen für den Radverkehr“. Beinahe sämtliche damals erkannten Mängel konnten inzwischen behoben werden: Nach und nach wurden Bordsteine abgesenkt, Beschilderungen verbessert, Ampelphasen verändert, Netzergänzungen vorgenommen, Fahrradabstellanlagen eingerichtet und Markierungen aufgebracht.

Eine Besonderheit in Marl ist die „extensive“ Benutzung der Radwege auch in Gegenrichtung, besser bekannt als „Marler Landrecht“. Obwohl ursprünglich (und auch immer noch) verboten, befuhren die Marlerinnen und Marler traditionell ihre Radwege in beiden Richtungen. Da die vielen Radfahrerinnen und Radfahrer meist pulkartig nach Schichtwechsel oder Schulschluss unterwegs sind, wurden Ahndungsversuche seitens der Polizei schließlich aufgegeben. Die Verwaltung hat mittlerweile das Radfahren in Gegenrichtung überall dort legalisiert, wo es aufgrund der baulichen Gegebenheiten möglich war.
Örtliche Handlungsschwerpunkte
Die Förderung des Radverkehrs in Marl beschränkt sich nicht nur auf bauliche Verbesserungen der Infrastruktur, Beschilderungen und Markierungen. Zentraler Handlungsschwerpunkt war von Anfang an eine engagierte, kreative und vielfach unkonventionelle Öffentlichkeitsarbeit:

Die Marler Fahrradtage
Das Fahrradbüro der Stadt Marl
Das Marler Damenrad
Der Drahtesel
Mit dem Fahrrad durchs Museum – die Marler Skulpt(o)uren
Fahrradwachen an Schulen
Tempo 30 – auch bei uns
Der Marler Ampelgriff
Fahrrad-Graffitis
Umrüstung von Umlaufschranken
Marler Fahrradabstellsatzung

29. Juli 2014

Grubenfahrt auf der Zeche Auguste Victoria in Marl zu gewinnen

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1.000 Meter unter Tage
LWL-Industriemuseum verlost Grubenfahrt an Ausstellungsbesucher

Es ist eine einmalige Gelegenheit, die Welt unter Tage vor dem baldigen Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland hautnah zu erleben: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gibt den Besuchern seines Industriemuseums im Rahmen eines Gewinnspiels die Chance, an einer Grubenfahrt in Marl teilzunehmen. In Marl geht es über 1.000 Meter in die Tiefe. Zu gewinnen ist außerdem die Teilnahme an einer „Hauerschicht“ im Besucherbergwerk des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall in Witten.
Das Gewinnspiel läuft ab sofort im Rahmen der Ausstellung „Über Unterwelten. Zeichen und Zauber des anderen Raums“, die der LWL aktuell in seinem Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund zeigt. Dort sowie auf der Zeche Nachtigall in Witten liegen bis zum 24. August die Teilnahmekärtchen aus. Neun Fragen rund um das Thema Bergbau und Unterwelt gilt es zu beantworten. Für die beiden Aktionen werden unter allen richtigen Lösungen sechs mal zwei Plätze verlost.

Die Gewinner der Grubenfahrt fahren am Mittwoch, 10. September, in Marl in eins der letzten aktiven Bergwerke ein. Bei entsprechender gesundheitlicher Eignung sind dafür Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren zugelassen. Sechs Stunden Zeit müssen eingerechnet werden. Konkrete Hinweise zu Einschränkungen liegen in den beiden Museen aus. Die „Hauerschicht“ findet am 19. September in Witten statt. Das fünfstündige Programm rund um die Arbeitswelt der „Kumpel“ von einst mit Besichtigung des Besucherbergwerks Zeche Nachtigall und zünftigem Imbiss ist geeignet für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren.

28. Juli 2014

Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung Marl besuchten das Unternehmen Eschenfelder Kälte-Klima-Umwelttechnik GmbH an der Elbestraße

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Firmenbesuch von Mitgliedern des Wirtschaftsförderungs-Ausschusses und WIR für Marl bei der Firma Eschenfelder KKU in Marl-Frentrop. Empfangen wurden sie von Geschäftsführer Sven Schwarze. Eschenfelder KKU installiert Kälte-, Klima- und Lufftechnische Anlagen in nahezu allen Größen. Deren Einsatzbereiche sind in privater, gewerblicher und industrieller Umgebung zu finden.
Zu den Kernkompetenzen zählen bis ins Detail geplante und professionell realisierte Kälte- und Klimaanlagen aller Größenordnungen, Lüftungstechnik sowie Be- und Entfeuchtungsanlagen auf höchstem Qualitätsniveau. Beim Vertrieb für Gaswärmepumpen in Deutschland ist die Firma Marktführer und hat bei Blockheizkraftwerken eine Vorreiterrolle inne.
Qualitätsprodukte allein sind es aber nicht, die KKU so erfolgreich machen – erst die kompetente Beratung durch hoch qualifizierten Mitarbeiter macht die Sache rund, so Geschäftsführer Sven Schwarze, der seine Firma vorstellte.
Lüftungstechnik sowie Be- und Entfeuchtungsanlagen für Menschen, denen zwei Dinge wichtig sind: herausragende Beratung und Qualität im Produkt.
Mit Lösungen, die innovativer, preiswerter und durchdachter sind, übertreffen sie immer wieder die Erwartungen der Kunden. Eine Leistung, die sie stolz macht und zugleich dazu anspornt, auch in Zukunft perfekte Ergebnisse zum Standard zu erheben, so Geschäftsführer Sven Schwarze.
Aus der Unternehmensgeschichte
Seit 20 Jahren realisiert die Firma Kälte- und Klimaanlagen aller Größenordnungen, Lüftungstechnik sowie Be- und Entfeuchtungsanlagen für Menschen, denen zwei Dinge wichtig sind: herausragende Beratung und Qualität im Produkt. Mit Lösungen, die innovativer, preiswerter und durchdachter sind, übertreffen sie immer wieder die Erwartungen ihrer Kunden, so die Firma.
Die KKU MANUFAKTUR wurde 2012 gegründet, um besonders anspruchsvolle Anforderungen realisieren zu können. Denn es gibt Einsatzgebiete, wo Serienprodukte nicht mehr verbaut werden können und individuelle Geräte konstruiert werden müssen.
Für den Bau solcher Anlagen und Geräte sind speziell ausgebildete Fachkräfte nötig, die über jahrelanges Wissen, Erfahrung und technisches Verständnis verfügen. Genau diese Mitarbeiter stellen heute sicher, dass selbst „Unmögliches“ möglich wird.
Das Unternehmen hat seinen Sitz auf der Elbestraße, im Technologiepark Marl-Frentrop. Insgesamt 70 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen. Geschäftsführer Sven Schwarze kündigte an, weiter am Standort Marl zu expandieren. Es wird auch im technischen und kaufmännischen Bereich ausgebildet. Bei Eschenfelder wird nicht nur Klimatechnik sondern auch die Ausbildung junger Leute groß geschrieben. Die Stadt würde es sehr begrüßen, wenn sich die Eschenfelder KKU in Zukunft am berufskundlichen Informationstag im Rathaus beteiligen würde. Es wäre eine hervorragende Gelegenheit wenn Jugendliche sich in Zukunft auch über mehr mittelständische Unternehmen informieren könnten. Insgesamt zeigten sich WIR für Marl beeindruckt von diesem Firmenbesuch.

28. Juli 2014

Deutsche Reihenhaus AG baut an der Budapester Straße in Marl

PICT0010In Marl entsteht derzeit der zweite Wohnpark der Deutschen Reihenhaus AG. 13 familienfreundliche Eigenheime schafft das Unternehmen an der Budapester Straße.
Maßarbeit

7,60 Meter lang, rund 2,50 Meter breit und 800 Kilogramm schwer ist ein Dachelement des Hausmodells „141 m² Familienglück“. Per Kran wird das Teilstück auf das Reihenhaus gehoben. Vertreter der Reihenhaus AG und der Stadt haben das Giebelelement zusammen millimetergenau an seinen Platz gebracht. Vier dieser Elemente bilden das komplette Dach eines Eigenheims.
„Wichtiger Schritt für Entwicklung des Neubauprojektes“
Es ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung des Neubauprojektes. Marl benötige weitere Angebote für bezahlbares Eigentum, um gerade junge Menschen und Familien dauerhaft an die Stadt zu binden. Mit dem neuen Bauprojekt an der Budapester Straße erhalten auch weniger finanzstarke Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Traum von den eigenen vier Wänden zu erschwinglichen Konditionen zu verwirklichen“.
Für junge Familien konzipiert
Auf insgesamt 2.700 m² entsteht das Wohnquartier „Am Theater – 2. Akt“. Die Deutsche Reihenhaus bietet hier zwei Hausmodelle an: Der Typ „116 m² Wohntraum“ ist für junge Familien konzipiert und kostet ab 159.990 Euro. Zielgruppe des Haustyps „141 m² Familienglück“ sind Familien mit viel Platzbedarf und ist ab 184.990 Euro zu haben. Der Rohbau der Häuser ist mit dem Decken der Dächer beendet. Sobald alle Dachelemente ihren Platz gefunden haben, beginnt der Innenausbau. Die Deutsche Reihenhaus investiert in den Wohnpark 2,5 Millionen Euro.