Posts tagged ‘Marl-Hamm’

2. März 2017

Ausstellung „Gesichter einer Flucht“ in der katholischen Hauptschule in Marl Hamm

Die Wanderausstellung „Schau mich an – Gesichter einer Flucht“ ist bis zum 3. März in der katholischen Hauptschule auf dem Merkelheider Weg zu sehen.
Vor 300 Schülern der Katholischen Hauptschule wurde die Ausstellung durch die Schulleiterin Helga Mittelstädt, Initiatorin Gerburgis Sommer und Daniel Bröer vom Caritasverband Marl e.V. eröffnet.

Auf 19 Roll-Up-Bannern erzählen Menschen, die „Gesichter einer Flucht“, ihre Geschichte: Wer sie sind, woher sie kommen, warum sie fliehen mussten, was sie unterwegs erlebt haben und wie es ihnen in Deutschland und in ihrer Stadt geht. Auch deutsche Flüchtlinge und Vertriebene des Zweiten Weltkrieges und der DDR kommen zu Wort. Sie sind auf alten Fotos abgebildet, die sie im ungefähren Alter ihrer Flucht zeigen.

Kostenlose Führungen

Der Caritasverband Marl e.V. holte diese eindrucksvollen Portraits, die von der katholischen Hauptschule ins Bruder-Jordan-Haus (Kriemhildestraße 24) weiter wandert, nach Marl. An beiden Orten können Führungen bei Daniel Broer vom Caritasverband (Tel. 6908260) vereinbart werden.

Journalistin ärgerte sich über pauschale Vorwürfe

Entstanden ist diese Ausstellung durch die Initiative von Gerburgis Sommer. Die freie Journalistin, die sich ehrenamtlich im Asylkreis Haltern am See engagiert, ärgerte sich vor allem nach den Silvester-Vorfällen in Köln über die pauschalen Vorwürfe gegenüber Flüchtlingen.

2. März 2017

gate.ruhr, AV 3/7 in Marl Hamm wird in Zukunft zu einer grossen Verkehrsbelastung führen?

Die Logistiksflächen auf AV 3/7 werden zu einen grossen Zuwachs des Lkw Verkehr auf der Karl Duisbergstrasse und der A 52 führen. Aus AV 3/7 wird gate.ruhr: Der Strukturplan steht, ebenso ein Konzept zur Flächensanierung, mit dem der nördliche Teil des ehemaligen Zechengeländes zum Industrie- und Gewerbegebiet zu entwickelt werden soll.

Jetzt gibt Interessevon Investoren an dem Standort.
Unter dem Namen gate.ruhr will die Stadt gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien GmbH, die als Flächenentwickler das ehemalige Gelände der Zeche Auguste Victoria zur Industrie- und Gewerbefläche entwickeln. Noch bis zum Herbst arbeiten mehr als ein Dutzend Gutachterbüros an dem zweiten Teil der Machbarkeitsstudie.

Der Norden macht den Anfang

Bereits abgeschlossen ist die Strukturplanung für das in vier Teilflächen gegliederte, 90 Hektar große Areal. Darin ist vorgesehen, im ersten Schritt die Entwicklung der nördlichen Hälfte von gate.ruhr voranzutreiben. Die Hafenfläche, die Teilfläche der Bergehalde sowie die Kraftwerksfläche sollen saniert werden und könnten ab 2020 als Industrie- und Gewerbegebiet zur Verfügung stehen.

„Umklappen“ der Halde ermöglicht schnelle Erschließung

Der Zeitplan erfordert innovative Ideen zur Flächensanierung. Hier haben die Flächenentwickler auf der Grundlage des bisherigen Gutachtens einen neuen Ansatz gewählt: Der Plan sieht vor, die Erdmassen von der Plateau-Halde am Hafenweg abzutragen und auf die ehemalige Kraftwerks­fläche umzuschichten, um so den Höhenunterschied vom mehreren Metern zwischen Bergehalde, Hafenfläche und Kraftwerksfläche auszugleichen. „Eine ungewöhnliche Methode, die zwei Probleme auf einmal löst und den Aufwand minimiert“, erklärt Volker Duddek, Projektleiter der RAG Montan Immobilien GmbH. „Mit dem Umklappen der Haldenfläche wird das Gelände nivelliert. Zugleich stellen wir durch das lageweise Überdecken der Beton­fundamente einen stabilen, gleichmäßig verdichteten Baugrund auf der Kraftwerksfläche her.“ Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wird zurzeit geprüft, ob und zu welchen Kosten das Umklappen der Halde umgesetzt werden kann.

Bergwerksfläche wird weiter von der RAG genutzt

Die Bergwerksfläche im Süden des Areals, wo Bestandsgebäude erhalten bleiben sollen, wird zurzeit weiterhin vom Bergbau genutzt, unter anderem als Lagerfläche für das aktive Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop. Darüber hinaus steht eine Klärung der Grubenwasser-Thematik aus.

Die Logistiksflächen werden zu einen grossen Zuwachs des Lkw Verkehr auf der Karl Duisbergstrasse und der A 52 führen.

Der Standort Marl macht es nötig, die Verkehrs­planung zu überarbeiten. Denn westlich des angrenzenden Chemieparks errichtet die Metro Group derzeit ein Logistikzentrallager, das noch in diesem Jahr in Betrieb genommen wird. Größenordnungen, die eine Alternative zur bisherigen Verkehrsplanung erforderlich machen: Bislang war geplant, gate.ruhr über die Nordstraße durch den Chemiepark zugänglich zu machen. Mit der Ansiedlung des Metro-Zentrallogistiklagers ist das keine Option mehr.

11. Januar 2012

Aufsalzung im Stadtteil Hamm

Wie kommt es zu dem ungewöhnlich hohen Salzgehalt im Brunnenwasser in Marl-Hamm? Wer ist dafür verantwortlich? Und: Was kann getan werden? Auf Einladung von Bürgermeister Werner Arndt gingen Vertreter der RAG Aktiengesellschaft diesen und anderen Fragen jetzt im Marler Rathaus auf den Grund.
Dort informierten Jürgen Kroker, Werksleiter des Bergwerkes Auguste Victoria, und Markus Roth, Abteilungsleiter im Servicebereich Standort- und Geodienste der RAG Aktiengesellschaft, die Öffentlichkeit über die Medien zum Thema „Aufsalzung im Stadtteil Marl-Hamm“ bei einem Pressegespräch. Die RAG Aktiengesellschaft habe in der Vergangenheit eine gutachterliche Erarbeitung eines Untersuchungskonzeptes bei der Konsta Planungsgesellschaft mbH in Auftrag gegeben und das Konzept im November vergangenen Jahres der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie, vorgestellt. „Die Ergebnisse“, so Markus Roth, „sollen im 2. Quartal – nach Abstimmung mit der Stadt Marl und dem Kreis Recklinghausen – vorgestellt werden.“
Hintergrund
Nachdem erstmals im Jahr 2010 erhöhte Chloridgehalte in Gartenbrunnen im Bereich Marl-Hamm festgestellt wurden, informierte die Bergbaubehörde und die Stadt Marl die Öffentlichkeit.
Die Ursachen für die erhöhten Salzwerte seien laut RAG Aktiengesellschaft nach wie vor offen. Eine direkte Gefährdung gäbe es allerdings nicht – Einschränkungen in der Gartenbewässerung ausgenommen. Die erhöhte Salzbelastung des Grundwassers könnte laut Werksleiter Jürgen Kroker möglicherweise von der Berghalde Brinkfortsheide, dem Autobahndamm an der A52 oder sonstigen Geländeanschüttungen stammen. „Unser Anliegen ist es jetzt, mit dem Untersuchungskonzept – das insgesamt 25 neue Grundwasser-Messstellen im Stadtteil Hamm vorsieht – herauszufinden, ob die RAG Aktiengesellschaft als Verursacher überhaupt in Frage kommt“, so Diplom-Geologe Markus Roth. Die Kosten für die Untersuchungen belaufen sich auf rund 80.000 Euro.
Ursachenforschung
„Der RAG Aktiengesellschaft ist sehr daran gelegen, jetzt in einem ersten Schritt Ursachenforschung zu betreiben und um Aufklärung zu sorgen“, erklärte Christof Beike, Pressesprecher des Konzerns. Wie die Frage nach einem Regress aussehen könnte, werde die Zukunft zeigen.
Fest stünde: 60 Brunnen im Stadtteil Hamm seien bislang überprüft worden. „Davon sind 24 Brunnen von der Salzbelastung betroffen“, so Alfred Dodot, stellvertretender Leiter der Markscheiderei. Den Besitzern dieser Brunnen zahlt die RAG Aktiengesellschaft bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts eine Entschädigung, weil diese ihre Gartenpflanzen und Blumen nur noch mit Trinkwasser gießen. 25 Brunnen wiesen keine erhöhte Salzbelastung auf – 11 Brunnen werde die RAG Aktiengesellschaft noch prüfen.
Service-Hotline
Bürgerinnen und Bürger in Marl-Hamm, die ebenfalls über eine erhöhte Salzbelastung in ihrem Brunnenwasser klagen, können sich montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr an die kostenlose Telefonhotline der RAG Aktiengesellschaft unter 0800 – 27 27 27 1 wenden und ihre Fragen und Anregungen darlegen.

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