Posts tagged ‘LWL-Industriemuseum’

8. August 2013

„Große Bergwerkstour“ nach Eröffnung des Dünkelbergstollens

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LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall bietet offene Führung an

 Pünktlich zum zehnten Museumsgeburtstag im vergangenen Mai war der Dünkelbergstollen eröffnet worden. Jetzt können Besucher ihn bei einer offenen Führung kennenlernen. Das Industriemuseum Zeche Nachtigall des Landschaftverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Freitag, 9. August, ein zur „Großen Bergwerkstour“ durch das gesamte Besucherbergwerk – inklusive dem Dünkelbergstollen. Um 15.30 Uhr startet die ca. zweistündige Reise nach unter Tage. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die verlängerte Anmeldefrist endet am Dienstag, 6. August. Interessierte können sich im Museum unter Tel: 02302-936640 anmelden.
„Das Angebot der ‚Großen Bergwerkstour‘ machen wir künftig regelmäßig Der Dünkelbergstollen ist eine spannende Ergänzung zu unserem bereits existierenden Bersucherbergwerk!“, so Michael Peters, Museumsleiter der Zeche Nachtigall. „Daher empfehle ich auch Besuchern, die unser Bergwerk schon kennen, diese Tour.“

Die „Große Bergwerkstour“ im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall kostet inklusive Eintritt 10 Euro pro Person. Mitmachen können Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren. Gruppen können die „Große Bergwerkstour“ auch zu anderen Terminen im Museum buchen.

 

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5. April 2013

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird Schirmherrin der Unterwelten-Ausstellung im LWL-Industriemuseum

 
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NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft übernimmt Schirmherrschaft der Ausstellung „Über Unterwelten“ im LWL-Industriemuseum.
Foto: Staatskanzlei NRW, Uta Wagner

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird Schirmherrin der Ausstellung „Über Unterwelten – Zeichen und Zauber des anderen Raums“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 29. März bis zum 2. November 2014 in seinem Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund zeigt. „Das unterstreicht die Wertschätzung der Ministerpräsidentin für die Arbeit unseres LWL-Industriemuseums, dessen Aufbau an acht Standorten in Westfalen-Lippe das Land von Beginn an mit großzügigen Zuschüssen unterstützt hat“, sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. „Wir freuen uns sehr über diese Zusage und die prominente Unterstützung für unser Projekt“, erklärte Museumsdirektor Dirk Zache.

Anlass der Schau ist das absehbare Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland. Vor diesem Hintergrund machen sich die Ausstellungsmacher auf den Weg ins „Unterirdische“ und holen dabei viele Facetten des Themas ans Tageslicht: Unterwelten-Bilder aus den Mythen der Antike, die Hölle im Vergleich der Religionen im Ruhrgebiet sowie den Weg der Wissenschaften in die Tiefe. Sie werfen neue Blicke auf den Bergbau und entdecken die „zweite Stadt“ unter der Erdoberfläche. Mit einem Ausblick auf die Zukunftsprojekte etwa zur Energiegewinnung aus der Tiefe endet die Ausstellung.

„Besucher werden auf der Zeche Zollern eine spannende Reise durch Zeit und Raum unternehmen können“, verspricht Projektleiter Dr. Eckhard Schinkel. Große Kunst aus vergangenen Jahrhunderten trifft auf reale Exponate aus der Infrastruktur unter unseren Füßen. Zu den wertvollsten Exponaten zählen Michelangelos „Jüngstes Gericht“ auf einem seltenen Kupferstich aus dem 16. Jahrhundert sowie August Rodins erste Skizze für sein berühmtes „Höllentor“. Kostbare frühgeschichtliche und antike Exponate und Abbildungen aus seltenen jüdischen und islamischen Handschriften aus Orient und Okzident werfen Schlaglichter auf die vielseitige Kulturgeschichte des Unterirdischen. Die Schau führt aber auch in ganz reale Unterwelten. Zeitzeugen lassen mit ihren Bunker-Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg die fast vergessene Geschichte einer ehemaligen Stollenanlage unter Dortmund wieder lebendig werden.

Innovativ ist das Projekt auch hinsichtlich seines „partizipativen Ansatzes“. So will sich das LWL-Industriemuseum mit zahlreichen Bildungspartnern aus Schulen, Volkshochschulen, Migrantenvereinen und Seniorenvereinigungen vernetzen, um gemeinsam neue Zugänge zur kulturellen Bildung im Museum zu erproben.

Begleitet wird die Hauptausstellung 2014 von weiteren Projekten an den Standorten des LWL-Industriemuseums, die den Blick „von unten“ auf eigenständige Weise aufnehmen. Mitmachen und Unterwelten-Luft schnuppern kann man aber schon in diesem Jahr: Mitte April 2013 startet der Fotowettbewerb „Meine Unterwelten“ in Kooperation mit dem Projektpartner Emschergenossenschaft. Am ersten September-Wochenende steht im Industriemuseum ein „Unterwelten-Forum“ auf dem Programm. Beide Aktionen machen neugierig auf die Sonderausstellung im Folgejahr.

 

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24. Januar 2013

„Zechenmusik“ klingt nach

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Ministerin Svenja Schulze überreicht Ehrentafeln in Düsseldorf

 Großer Bahnhof in Düsseldorf: Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, empfing jetzt in der Staatskanzlei Vertreter der 68 nordrhein-westfälischen „Ausgewählten Orte 2012“ aus dem bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ in der Staatskanzlei. Darunter war auch Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums. Er nahm die offizielle Ehrentafel für das innovative Projekt „Zechenmusik“ entgegen.
Am 10. Juni 2012 hatten rund 60 Schüler das Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum Klingen gebracht. Ihre selbst komponierten Stücke erklangen tief aus dem Stollen, hoch von der Ringofendecke, im Sandsteinbruch, auf dem Ruhraak und von der Feldbahn.

Mit dem Musikprojekt, das auf Bildungspartnerschaften mit Schulen aus dem Ruhrgebiet beruht, beschreitet das LWL-Industriemuseum seit drei Jahren neue Wege der Vermittlung. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen durch das Medium Musik einen persönlichen Zugang zur Industriegeschichte der Region zu verschaffen und ihr kreatives Potential zu fördern.

„Die Auszeichnung belohnt nicht nur das innovative Format des Projekts, sondern auch die Leistung der jungen Künstler. Und sie bestärkt uns weiterzumachen“, freut sich Projektleiterin Anja Hoffmann, Referentin für Bildung und Vermittlung im LWL-Industriemuseum. Im Jahr 2013 öffnet das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum seine Türen für die Schulen des Ruhrgebiets. Das Abschlusskonzert unter dem Titel „Pott-Symphonie ist dort für den 23. Juni geplant.

8. November 2012

Ruhrstahl. Hans Ahlborn und die Hütte

LWL-Industriemuseum zeigt die Gewalt des Gigantischen

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„Ruhrstahl. Hans Ahlborn und die Hütte“ heißt eine neue Sonderausstellung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 9. November, um 18.30 Uhr in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen eröffnet. Erstmals werden die Aufnahmen des Werksfotografen Hans Ahlborn am Ort ihrer Entstehung gezeigt – und zwar in Form von großformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen vor der Hochofenkulisse.

25 Jahre nach der Stilllegung des letzten Hochofens der Henrichshütte Hattingen lenkt das Museum den Blick auf die „goldene Ära“ der Zeit zwischen 1951 und 1963. In diesen Jahren arbeiteten 10.000 Menschen auf Hütte und trugen so zum Wirtschaftswunder und zum Entstehen des „Mythos Henrichshütte“ bei. „Viele Jahre war der Blick auf die Geschichte der Hütte vor allem von Wehmut geprägt. Heute erfüllt die Rückschau gerade die ehemaligen Beschäftigten vor allem mit Stolz“, erklärt Robert Laube, Leiter des LWL-Industriemuseums. Die faszinierenden Fotos Hans Ahlborns entsprächen diesem positiven Bild.

Ahlborn war Bildjournalist der Ruhrstahl AG und dokumentierte die Blütezeit der Hütte. Er verband die analytische Wahrnehmung eines Reporters mit der Innensicht eines Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie. Als Redakteur der Werkszeitschrift „Ruhrstahl“ setzte er neue Maßstäbe in diesem Medium: Ahlborn wandelte die Zeitschrift von einem „schwarzen Brett“ der Werksleitung zu einer Illustrierten der Arbeiter.
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Durch die rund 40 großformatigen Schwarz-Weiß-Drucke kehren die „Gewalt des Gigantischen“ und die „Faszination des Feuers“ von damals an die damaligen Schauplätze zurück. Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen der vergangenen Industriearbeit und der heutigen Industriekultur. „Besonders spannend ist der Kontrast zwischen den Schwarz-Weiß-Drucken und dem bunt illuminierten Hochofen“, sagt Kuratorin Sonja Meßling. Die ausgestellten Bilder bieten einen Einblick in den umfassenden fotografischen Nachlass Ahlborns. Das LVR- Industriemuseum übernahm die Hinterlassenschaft des Werksfotografen, die nun erstmals an einem Originalschauplatz gezeigt wird.

Die Ausstellung wird unterstützt von der IG Metall Gevelsberg-Hattingen, der Sparkasse Hattingen sowie der Stiftung Ruhr.2010.

Parallel zur Ausstellung „Ruhrstahl“ präsentiert der Förderverein LWL-Industriemuseum Henrichshütte „Meine Hütte #3“: Gerd Hehs, gelernter Former und selbst engagierter Fotograf, zeigt Bilder der Henrichshütte aus seiner Sammlung. „Die Bilder sind vor und nach Ahlborn entstanden“, erläutert Hehs das Zusammenspiel der Ausstellungen. „Zusammen ergeben beide Ausstellungen ein beeindruckendes Bild der Henrichshütte“, sagt Monika Schwarze, Kuratorin des Fördervereins.

Begleitprogramm
Die Ausstellung begleitet ein umfassendes Rahmenprogramm. Gruppen können Führungen buchen oder an den offenen Sonntagsführungen (jeweils 15 Uhr, Museumseintritt plus 2 Euro) teilnehmen. Für Grundschulklassen und Kindergärten stehen abgestimmte Programme bereit. Filmvorführungen bei Kaffee und Kuchen beleuchten weitere Aspekte der Ausstellung. Vorträge rund um Bilder, Fotografen und das LWL-Industriemuseum runden das Angebot ab.

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5. Oktober 2012

25 Jahre Treckertreff auf Zeche Zollern

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Über 200 historische Landmaschinen zu Besuch im LWL-Industriemuseum

Vor 25 Jahren rollten sie zum ersten Mal auf der Zeche Zollern an: die alten Traktoren der „Freunde von historischen Landmaschinen, Ackerschleppern, Nutzfahrzeugen und Zugmaschinen im Ruhrgebiet“ (H.L.A.N.Z.). Seither sind die PS-starken Oldtimer regelmäßig zu Gast im LWL-Industriemuseum. Am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Oktober, ist es wieder so weit: Über 250 Landmaschinen und Dieselfahrzeuge wie historische LKW haben sich zum Treckertreff angesagt.

Zu den ältesten Schätzchen gehören Ackerschlepper aus den 1930er Jahren. Auch das LWL-Industriemuseum steuert historische Maschinen und Fahrzeuge bei: eine Lokomobile der Firma Wolf aus Magdeburg-Buckau von 1919, einen VEB-Steinbrecher von 1963 sowie einen Kadett der Baureihe A von 1962. Hinzu kommen zwei Mähdrescher und eine Dreschmaschine der Firma H. Lanz, die ebenso wie der Steinbrecher in Aktion zu sehen sind. „Gerade rechtzeitig zum Treckertreff wurde auch noch ein wichtiges Bauteil für die Dampflokomotive Anna von 1940 geliefert, so dass wir wieder die beliebten Führerstandsmitfahrten anbieten können“, kündigt LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus an.

Die Veranstaltung ist Samstag von 10 bis 18 Uhr, Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder ab sechs Jahren 2 Euro Eintritt. Die Familienkarte kostet 10 Euro.

Hintergrund
Der Verein H.L.L.A.N.Z. Freunde im Ruhrgebiet e.V. kann in diesem Jahr auf eine 25-jährige Zusammenarbeit mit dem LWL-Industriemuseum zurückblicken. Die Aktivisten der ersten Stunde schlossen sich 1986 in Castrop-Rauxel zusammen, ein Jahr später drehten die ersten Landmaschinen auf der Zeche Zollern ihre Runden auf dem seinerzeit noch vom Strukturwandel gezeichneten Gelände. Die beiden markanten Fördertürme, die 1988/89 aus Gelsenkirchen und Herne nach Dortmund transloziert und neu wieder aufgebaut wurden, fehlten noch, am Pferdestall wurde noch gebaut. Auf dem Zechenplatz klaffte eine riesige Baulücke, die zu einem Treckerkorso einlud.

2. Oktober 2012

„Türöffner-Tag“ der Sendung mit der Maus auf Zollern

Foto zur Mitteilung

Führungen durch die Maschinenhalle im LWL-Industriemuseum

 Die Sendung mit der Maus hat für Mittwoch (3.10.) bundesweit zum „Türöffner-Tag“ aufgerufen. Aus diesem Anlass öffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Zeche Zollern am Tag der deutschen Einheit Türen, die sonst verschlossen sind: Um 11, 12 und 15 Uhr erhalten Besucher bei Führungen durch die Maschinenhalle einen exklusiven Blick auf die vorübergehend wieder freigelegten Maschinen und den Stand der Sanierung.

„Die Arbeiten sind weit fortgeschritten. Inzwischen wurden die hölzernen Verschalungen, die die Maschinen während der Restaurierung geschützt hatten, entfernt, so dass man einen guten Gesamteindruck vom künftigen Aussehen der Halle bekommt“, erklärt Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. Mitte Oktober werden die Maschinen vorübergehend wieder verhüllt, weil dann weitere, staubintensive Arbeiten in der Halle stattfinden. Die Eröffnung nach Abschluss der Sanierung ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen. Bis dahin bietet das LWL-Industriemuseum weiterhin einmal im Monat Baustellenführungen an
(Termine s. http://www.lwl-industriemuseum.de).

Im Rahmen des Türöffner-Tages der Sendung mit der Maus werden am Sonntag rund 130 angemeldete Kinder bei speziellen Programmen in die Welt des Bergbaus eintauchen. Die Jungen und Mädchen lernen spielerisch die schwere und gefährliche Arbeit des Bergmannes kennen. „Die Plätze sind restlos vergeben“, so Ulrike Gilhaus. Aber auch Familien, deren Kinder nicht angemeldet sind, sind am Feiertag willkommen. Während die Eltern die Maschinenhalle erkunden oder einer der zusätzlich stattfindenden Führungen über das Außengelände (11.30 und 12 Uhr) teilnehmen, kann sich der Nachwuchs auf dem Spielplatz draußen oder im Erlebnisraum „Unter Tage“ austoben. Dort nehmen die Kinder mit allen fünf Sinnen wahr, wie laut, windig und dunkel es in einem Bergwerk ist. Der Eintritt für Familien mit Kindern bis 18 Jahren ist an diesem Tag frei.

18. September 2012

So lebten und speisten die Bergarbeiter

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Angebot im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Was ist ein Henkelmann? Wie funktioniert ein Kohleherd? Was kam nach einem langen Arbeitstag bei den Bergleuten auf den Tisch? Antworten auf diese Fragen erhalten Teilnehmer einer besonderen Führung, zu der der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 23. September, um 11 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Hannover einlädt.

Familien mit ihren Kindern von sechs bis 14 Jahren können bei der Tour „So lebten und speisten die Bergarbeiter“ ein Stück Alltag aus der Zeit um 1900 entdecken. Bei ihrem Rundgang durch die ehemalige Zechenkolonie erforschen die Kinder, wie die Arbeiterfamilien damals lebten. Zum Abschluss ernten sie frisches Gemüse aus dem Bergmannsgarten und bereiten es auf dem Kohleherd gemeinsam zu. Das Programm dauert insgesamt zwei Stunden; die Teilnahme kostet 5 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich (Tel. 0234 6100-874, zeche-hannover@lwl.org).

Auch die Zeche Knirps ist am Wochenende (Sa 14-18 Uhr; So 11-18 Uhr) zur „freien Schicht“ unter museumspädagogischer Aufsicht geöffnet. Wer mehr zur Zeche selbst erfahren will, kann an den Erlebnisführungen mit Schauvorführung der historischen Dampffördermaschine teilnehmen (Sa, 22.9., 15 Uhr, 2,50 Euro; So, 23.9., 12 u. 15 Uhr, kostenfrei). Treffpunkt ist jeweils der Zechenvorplatz.

Samstag, 22.9.2012

14 – 18 Uhr
Freie Schicht auf dem Kinderbergwerk Zeche Knirps mit museumspädagogischer Anleitung

15 Uhr
Erlebnisführung mit Schauvorführung der historischen Dampffördermaschine (2,50 Euro) Treffpunkt: Zechenvorplatz

Sonntag, 23.9.2012

11-18 Uhr
Freie Schicht auf dem Kinderbergwerk Zeche Knirps mit museumspädagogischer Anleitung

11 Uhr
„So lebten und speisten die Bergarbeiter“ (Kosten: 5 Euro). Anmeldung erforderlich Tel. 0234 6100-874 oder zeche-hannover@lwl.org

12 und 15 Uhr
Erlebnisführungen – mit Schauvorführung der historischen Dampffördermaschine (kostenfrei)

18. September 2012

Natürlich Nachtigall

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Nachtsafari im LWL-Industriemuseum

Zur letzten Nachtsafari in diesem Jahr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag (21.9.) von 20 bis 21.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Nachtigall ein. Bei Einbruch der Dunkelheit geht es auf eine geheimnisvolle Entdeckungstour über das alte Industriegelände. Im Stollen, am Steinbruch und rund um den Ringofen halten die Teilnehmer Ausschau nach Hase, Fledermaus, Spinne und Co. Auch einige Pflanzen wecken bei Nacht mit ihrem Duft und ihrer Gestalt die Sinne. „Im Schein der Taschenlampe werden Natur und Technik auf dem Museumsgelände zu einem ganz besonderen Erlebnis“, verspricht Naturpädagogin Birgit Ehses. Unterwegs erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Geschichte des alten Industriestandortes.

Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe werden empfohlen.

Kosten:
2 Euro plus Museumseintritt

17. September 2012

„Ein glänzender Ort, um (un)glücklich zu sein?“

Foto zur Mitteilung

Vortrag von Ingo Grabowsky über Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien ins Revier

Um die Zuwanderung aus dem ehemaligen Jugoslawien geht es am Donnerstag, 20. September, im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover. Dr. Ingo Grabowsky vom Seminar für Slavistik/Lotman-Institut der Ruhr-Universität Bochum hat seinen Vortrag mit der Frage überschrieben: „Ein glänzender Ort um (un)glücklich zu sein?“. Der Referent schlägt einen Bogen vom Partisanenmythos über die Gastarbeiter und Kriegsflüchtlinge hin zur Gegenwart von Zuwanderern aus Ex-Jugoslawien im Revier. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 19 Uhr zu der Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms der aktuellen Ausstellung „Nach Westen. Zuwanderung aus Osteuropa ins Ruhrgebiet“ ein.

Zahlreiche biografische Beispiele stehen stellvertretend für die vielschichtige Vergangenheit des ehemaligen Jugoslawien. So auch die Geschichte von Emir Hamidovic, Zeitzeuge und Student an der Ruhr-Universität Bochum. Das Seminar für Slawistik hat die Ausstellung „Nach Westen“ initiiert und zusammen mit Studierenden vorbereitet. „Ich glaube, dass ich zwei Heimaten habe“, sagte der 25-Jährige in einem Interview. Die Hälfte seines Lebens verbrachte er in Serbien. Seit über zehn Jahren lebt Emir nun in Deutschland. Das Studium der Slavistik an der Ruhr-Universität Bochum führte ihn dazu, sich eingehend mit seiner eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung „Nach Westen“ ist bis zum Beginn des Vortrags geöffnet; der Eintritt ist frei.

11. September 2012

Wie polnisch ist NRW?

Tagung im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern zum Abschluss des Polen-Jahres

Wie polnisch ist NRW? Über diese Frage diskutierten am Mittwoch, 12. September, rund 80 Teilnehmer einer Konferenz, zu der das Generalkonsulat der Republik Polen in Köln und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund eingeladen haben.

Zum Abschluss des Polen-NRW-Jahres treffen deutsche und polnische Experten, darunter Historiker, Publizistinnen, Journalisten, Politikerinnen und Kulturvertreter, zusammen, um über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Polen in Nordrhein-Westfalen zu sprechen. Dabei nehmen sie unterschiedliche Bereiche von Arbeit und Alltag in den Blick: Wirtschaft, Religion, Sprache, Sport und Kultur. Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn organisiert.

Hintergrund:
Die Beziehungen zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück, als polnische Familien in der Schwerindustrie im Ruhrgebiet Arbeit fanden. Auch nach dem Krieg sind Menschen aus Polen nach Nordrhein-Westfalen gekommen und haben hier eine neue Heimat gefunden. Die Beziehungen haben sich seit 1991 verdichtet und thematisch an Breite gewonnen. Es bestehen sowohl enge wirtschaftliche Verbindungen als auch starke Verbindungen durch Städte- und Schulpartnerschaften.

Um diese Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen, hatte die Landesregierung das „Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahr 2011/2012 “ initiiert. Während dieser Zeit sollte der kulturelle, gesellschaftliche und politische Austausch zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen auf möglichst breiter Basis intensiviert werden.

Das Programm

9.30 Uhr
Grußworte

Matthias Löb, Erster Landesrat und Kämmerer des LWL
Jolanta Róża Kozłowska, Generalkonsulin der Republik Polen in Köln
Dr. Detlev Rein, Ministerialrat, Bundesministerium des Innern

Anmoderation und Begrüßung:
Dirk Zache, Direktor des LWL- Industriemuseums

10 Uhr
Festvortrag:

Zur Geschichte von Polen im Ruhrgebiet
Prof. Christoph Kleßmann (Universität Potsdam)

11.30 Uhr
Polen in der (Land)Wirtschaft von Nordrhein-Westfalen
Moderation:

Gisbert Strotdrees (Landwirtschaftsverlag Münster) in Diskussion mit Zbigniew Burdzy, Konsul der Handels- und Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulates der Republik Polen und Elena Matekina NRW.Invest

12.15 Uhr
Polen und die Religion in NRW
Moderation:

Dr. Thomas Parent (LWL-Industriemuseum) in Diskussion mit Dr. Sylvia Haida (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität-Bonn ) und Prälat Stanislaw Budyń, Leiter der Polnischen Katholischen Mission in Deutschland

14 Uhr
Die polnische Sprache in NRW
Moderation:

Dr. Andrzej Kałuża (Deutsches Polen Institut Darmstadt) in Diskussion mit Prälat Stanislaw Budyń, Józef Malinowski (Vorsitzender der Polnischen Zentrale für Schul-und Bildungswesen in Deutschland e.V.) und Liliana Barejko-Knops (Bezirksregierung Köln/ Vorsitzende des Ver¬eins der Polnischlehrer und Pädagogen in Deutschland)

14.45 Uhr
Von „Polacken- und Proletenverein“ bis zu „Polonia Dortmund“. Polen im Sport von NRW
Moderation:

Ralf Piorr (RevierSport) in Diskussion mit Tomasz Zdebel (ehemaliger Kapitän von VfL Bochum), Herbert Somplatzki (Schriftsteller und Sportler), Jakub Wawrzyniak (Vizekonsul der Republik Polen in Köln)

16 Uhr
Polnische Kultur in NRW – Gegenwart und Zukunft
Moderation:

Dr. Dagmar Kift in Diskussion mit Anton Rütten (Abteilungsleiter Integration, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration NRW), Dietmar Osses, Dr. Jacek Barski (allesamt LWL-Industriemuseum), Wiesław Lewicki (Präsident des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland), Maria Gołębiewski (Gdańska Oberhausen), Marek Wójcicki (Vorsitzender des Bundes der Polen in Deutschland Rodło e.V.,angefragt)

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