Posts tagged ‘Grimme’

4. Februar 2017

Grimme-Preis: „Bergfest“ im Grimme-Institut in Marl

Blick in den großen Saal des Grimme-Instituts. (Foto: Georg Jorczyk / Grimme-Institut)

Endlich Halbzeit! Gestern feierten die Grimme-Jurys gemeinsam mit zahlreichen Nominierten das traditionelle „Bergfest“ im Grimme-Institut, was mit rund 250 Gästen für ausgelassene Stimmung und „kleine Augen“ am Folgetag sorgte. Eine Diskussionsrunde zu den Themen „Fernsehen während Krisen“ und „Besondere Journalistische Leistung“ in Zeiten von Fake News lieferte einen inhaltlichen Input; die feierliche Verleihung des Bert-Donnepp-Preises für Medienpublizistik versprühte zusätzlichen Glanz.

Begrüßung durch Frauke Gerlach

Grimme-Direktorin Frauke Gerlach freute sich in ihrer Begrüßung über die Weiterentwicklung des Instituts und seiner Preise, die spürbar Früchte trage. Seit 2016 können – unter anderem – besondere journalistische Leistungen geehrt werden, inhaltlich gehe es dabei vor allem um die Qualität aktueller Berichterstattung im TV-Bereich. „In Zeiten von Fake News und Populismus ist diese wichtiger denn je“, stellte Gerlach klar. Gemeint sei Fernsehjournalismus, „der uns besonnen, fachlich versiert und reflektiert aktuelle Geschehnisse berichtet, Hintergründe recherchiert und beleuchtet“. Er gehört für die Grimme-Direktorin zum Wesenskern einer freiheitlichen Demokratie. Gerlach weiter: „Der Preis für besondere journalistische Leistung bietet hier Orientierung und zeigt beispielhaft, wie Qualität im Fernsehjournalismus aussehen kann.“ Und bei Grimme entscheiden darüber unabhängige Jurys nach sorgfältiger Programmbeobachtung: „Das Grimme-Institut will damit auch einen Beitrag gegen die pauschale Diskreditierung des Journalismus als Lügenpresse leisten.“

Gesprächsrunde

Unter der Moderation von Peter Stawowy diskutierten im Anschluss Ilka Eßmüller (RTL) und drei Mitglieder der Nominierungskommission bzw. -jury Information & Kultur, René Martens, Fritz Wolf und Jenni Zylka, alle freie Journalisten. Letztere waren sich schnell einig: Im Vergleich zur Berichterstattung nach dem Amoklauf in München habe es eine qualitative Steigerung nach dem Attentat in Berlin gegeben, aber, so Wolf, er bleibe „vorsichtig optimistisch“, ob sich hier ein dauerhafter Lerneffekt eingestellt habe. Wobei Zylka deutlich machte: „Insgesamt findet die Krisen-berichterstattung auf sehr hohem Niveau statt!“ Gerade in Hinblick auf den reformierten Grimme-Preis und die Auszeichnung einer „besonderen journalistischen Leistung“ stelle sich jedoch die Frage, was hier die Qualitätsmaßstäbe sind und wie diese in Einklang zu bringen seien mit den Statuten des Grimme-Preises. Reicht es, wenn jemand einfach ordentliche Arbeit abliefere für eine Auszeichnung oder müsse hier Herausragendes geleistet werden? „Ich fürchte, das werden wir immer wieder neu verhandeln müssen“, so Wolf. Und der zuletzt mehrfach eingeforderte 24h-Nachrichtenkanal? „Das würde die Situation eher verschärfen“, denn er erhöhe den Druck auf die anderen, so Martens, selbst wenn hier möglicherweise schnell(er) reagiert werden könne. Gerade in Zeiten von Fake News sei der Druck enorm: Eßmüller berichtete, dass etwa nach dem Münchner Amoklauf der RTL-Redaktion 21 Videos angeboten wurden, von denen sich die Hälfte nach eingehender Prüfung als falsch erwiesen hätten.

Was könnte zukünftig besser laufen? Einen sorgfältigeren Umgang mit Sprache wünschte sich Martens, während Zylka „mehr Transparenz“ einforderte – gerade auch als Antwort auf die Lügenpresse-Debatte. „Leider wird sich das Rad nicht zurückdrehen lassen“, so Eßmüller, was jedoch nicht zu Lasten der Qualität gehen dürfe. „Aber man darf auch nicht der Letzte sein“, so die RTL-Moderatorin.

Bert-Donnepp-Preis

Für einen zusätzlichen Glanzpunkt sorgte schließlich die Verleihung des Bert-Donnepp-Preises – des Deutschen Preises für Medienpublizistik. Er ging für das Jahr 2016 an die Autorin, freie Journalistin und ehemalige „Kriegsreporterin“ der taz, Silke Burmester, das „Pussy Riot Girl des deutschen Medienjournalismus“, so Laudator Willi Winkler (SZ). Eine „Besondere Ehrung“ erhielt der – leider abwesende – Autor, Regisseur, Produzent und Moderator Gero von Boehm für sein außerordentliches Gesamtwerk.

10. April 2013

49. Grimme-Preis-Verleihung in Marl

Am Freitag (12.4.) rollt das Grimme-Institut wieder den roten Teppich aus. Insgesamt werden zwölf Preise in verschiedenen Kategorien verliehen.

Am 12. April platzt das Theater der Stadt Marl wieder aus allen Nähten. Dann werden zum 49. Mal die begehrten Grimme-Preise verliehen. Zur Preisgala rollt das Grimme-Institut den roten Teppich aus und vergibt insgesamt zwölf Preise in den Kategorien Fiktion, Information und Kultur sowie Unterhaltung. Zahlreiche Stars des deutschen Fernsehens geben dann wieder fleißig Autogramme vor dem Theater Marl.

Die 49. Verleihung des Grimme-Preises wird in voller Länge per Livestream auf www.3sat.de und www.spiegel.de zu sehen sein. Die Preisgala wird zeitversetzt um 22.25 Uhr auf 3sat ausgestrahlt. Moderiert wird die Verleihung von Michael Steinbrecher.

Stimmen

„Packende Fernsehfilme auf höchstem professionellen Niveau, bewegende und formal ausgefeilte Dokumentationen sowie pointierte Unterhaltung kennzeichnen den aktuellen Grimme-Preis-Jahrgang“, so Grimme-Direktor Uwe Kammann in seiner Bilanz bei der heutigen Pressekonferenz in Düsseldorf. Auffällig seien auch die „starken zeitgeschichtlichen Bezüge“, die sogar „bis in die Unterhaltung reichen.“ Wie in den Vorjahren beeindrucke das deutsche Fernsehen durch herausragende Qualitäten an der Spitze. Insgesamt werden in den drei Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur sowie Unterhaltung zwölf Preise vergeben.

Grimme-Preis für Martin Brindöpke

Im Wettbewerbskontingent „Unterhaltung“ werden die Macher von „Switch Reloaded – ‚Wetten, dass..?‘-Spezial“ (ProSieben) ausgezeichnet, namentlich Martin Brindöpke, der in Marl aufwuchs, und Markus Hennig (beide Buch), Dirk Nabersberg (Regie), Sarah Wirtz (Maske) und Max Giermann (stellvertretend für das Ensemble). Hier wird die Premiere des neuen „Wetten, dass..?“-Moderators Markus Lanz satirisch aufs Korn genommen.

„Der Turm“ und „Add a friend“

Thomas Kirchner (Buch), Christian Schwochow (Regie), Lars Lange (Ausstattung) sowie die Darsteller Jan Josef Liefers, Claudia Michelsen und Sebastian Urzendowsky erhalten einen Grimme-Preis für „Der Turm“ (MDR/Degeto/BR/NDR/WDR/SWR/rbb). Der Zweiteiler gibt Einblick in den Alltag der Bildungselite Dresdens in den 80er Jahren, kurz vor dem Ende der DDR. Ein Grimme-Preis „Spezial“ geht an Anke Greifeneder, Quirin Berg, Tobi Baumann, Sebastian Wehlings und Christian Lyra für die Idee und Konzeption des Formats „Add a friend“ (TNT Serie).

„Der Fall Jakob von Metzler“

Weitere Auszeichnungen gehen an Autor Jochen Bitzer, Regisseur Stephan Wagner und Darsteller Robert Atzorn für ihren Film „Der Fall Jakob von Metzler“ (ZDF), der den Entführungsfall des Frankfurter Bankierssohnes rekonstruiert.

„Markante Erzählweisen“

Für Grimme-Direktor Uwe Kammann zeichnen sich alle Preis-Produktionen durch „markante Erzählweisen mit jeweils sehr individueller Handschrift“ aus. Daneben überzeugten sie durch exzellente Darsteller, sehr überzeugende Vergegenwärtigungen von Milieus, Zeitumständen und gesellschaftlichen Konfliktlinien. „Und dies alles mit hoher formaler Gestaltungskraft.“

Marler Gruppe

Der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an Beate Langmaack (Buch), Rainer Kaufmann (Regie) sowie Devid Striesow und Stipe Erceg (beide Darstellung) für den Fernsehfilm „Blaubeerblau“ (BR/MDR/Degeto), der zeigt, wie Menschen sich mit dem Leben in einem Hospiz auseinandersetzen. Jan Schomburg erhält das Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst für den Fernsehfilm „Über uns das All“ (WDR). Der Film begleitet eine junge Frau nach dem unerwarteten Selbstmord ihres Mannes auf ihrem Weg zurück ins Leben.

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21. Januar 2013

Das Grimme-Institut stellt bei den 20. Marler Tagen der Medienkultur die Auslandsberichterstattung auf den Prüfstand.

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Das Logo des Grimme-Instituts
Das Grimme-Institut stellt bei den 20. Marler Tagen der Medienkultur die Auslandsberichterstattung auf den Prüfstand.

Die Auslandsberichterstattung in den Medien steht auf dem Prüfstand bei den 20. Marler Tage der Medienkultur am 24. und 25. Januar im Grimme-Institut.

In intensiven Werkstattgesprächen soll geklärt werden, was Auslandsberichterstattung heute leistet. Wie ist das Selbst- und Rollenverständnis der Macher und der Verantwortlichen? Welche Zielsetzungen werden verfolgt, und welche neuen Perspektiven eröffnet das Universalmedium Internet?

Zu den Marler Tagen der Medienkultur hat das Grimme-Institut hochkarätige Akteure und Experten eingeladen, darunter den vielen Fernsehzuschauern sicherlich bekannten Asien-Korrespondent des ZDF, Johannes Hano, den Chefredakteur Fernsehen des BR, Siegmund Gottlieb, und das Korrespondenten- Urgestein Gerd Ruge.

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22. März 2012

Prominente Autoren im neuen „grimme“-Magazin

Preispublikation enthält zahlreiche markant-kritische Beiträge zur TV-Entwicklung und zur Medienlandschaft

(Marl) Harte Kritik übt der Wirtschaftsjournalist und mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Hubert Seipel („Ich, Putin“, NDR) an der allgemeinen Wirtschaftsberichterstattung in den Medien. Im Magazin „grimme“ bezeichnet er exemplarisch die Börsennachrichten im Ersten als „Farce“.

Auch der Chefökonom der Financial Times Deutschland, Thomas Fricke, und der Journalist und Medienanwalt Michel Friedman („Studio Friedman“, N24) nehmen in einem ausführlichen Gespräch hochgradig kritische Positionen zur Wirtschaftsberichterstattung und zur Rolle der Medien im Zuge der Finanzkrise und der Euro-Debatte ein. Friedmann sieht hier „viel Verlogenheit und Heuchelei“, Fricke eine Verzerrung des Bewertungsrahmens: „Wir haben uns ein bisschen in einen Graben verzogen, weil es uns noch ganz gut geht.“

Im zum 48. Grimme-Preis erscheinenden Magazin „grimme“ ist eine Reihe hochkarätiger und prominenter Autoren mit markanten Beiträgen zur TV-Entwicklung und zur Medienlandschaft vertreten. So zählen zum Autorenkreis Patrick Bahners und Dieter Bartetzko (beide FAZ), der Leiter des ZDF-Studios Ostasien, Johannes Hano, Armin Maiwald („Die Sendung mit der Maus“), der Sportjournalist Arnd Zeigler („Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“) und die Kultur- und Medienjournalistin Silke Burmester.

Zum Themenkreis gehört neben den Bereichen Wirtschaft, Sport, Kinderfernsehen und einem kritischen TV-Jahresrückblick auch eine medienethische Reflexion der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckhardt, zur Verantwortlichkeit im Fernsehen. Hinsichtlich des Publikums betont sie Mündigkeit und Eigenverantwortlichkeit.

Die umfangreiche, mehr als 140 Seiten umfassende Publikation „grimme“ erscheint pünktlich zur Preisverleihung am 23. März 2012. Sie ist zu beziehen über http://www.grimme-preis.de. Am gleichen Tag findet sich dort auch eine Online-Version des Magazins zum Herunterladen. Die Artikel können mit Verweis auf die Publikation „grimme“ nachgedruckt werden.

Die Grimme-Preise werden am 23. März 2012 im Theater der Stadt Marl verliehen. Durch den Abend führt Michael Steinbrecher. Das Hamburger Ensemble „Salut Salon“ – bestehend aus vier höchst temperamentvollen Damen – wird in einer virtuosen Mischung aus Klassik, Pop, Jazz und Chanson bei der Gala hochattraktive musikalische Akzente setzen. Beim anschließenden Empfang im Rathaus der Stadt Marl werden Sternekoch Björn Freitag („Goldener Anker“ in Dorsten) und Chefkoch Kai Kürschgen von Hüls Service die Gäste kulinarisch verwöhnen.

Die Preisverleihung wird ab 19 Uhr im Livestream auf http://www.3sat.de übertragen und im Fernsehen zeitversetzt am selben Abend um 22.25 Uhr auf 3sat gezeigt.

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21. Februar 2012

Ein Tick anders, die Geschichte der am Tourette-Syndrom erkrankten Eva

Die insel-VHS zeigt eine anarchische und warmherzige Komödie über Familie, Liebe und Toleranz
Die insel-VHS zeigt eine anarchische und warmherzige Komödie über Familie, Liebe und Toleranz.

Filmplakat "Ein Tick anders"

Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussionsrunde mit Autor und Regisseur Andi Rogenhagen im insel-Saal

Die insel-VHS zeigt in Kooperation mit dem Grimme-Institut am Donnerstag (23.2.) um 19 Uhr im insel-Saal den Film „Ein Tick anders“ von Andi Rogenhagen.

Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussionsrunde mit dem Autor und Regisseur, der in Marl aufwuchs und den Film überwiegend in seiner Heimatstadt drehte. Der Eintritt kostet 3,50 Euro.

Anarchische und warmherzige Komödie

„Ein Tick anders“ ist eine anarchische und warmherzige Komödie über Familie, Liebe, Toleranz und die große Herausforderung eben einen Tick anders zu sein. Herzlich und humorvoll erzählt Autor Andi Rogenhagen die Geschichte der am Tourette-Syndrom erkrankten Eva und ihrer liebevoll-schrägen Familie.

Zum Inhalt

Eigentlich ist Eva glücklich – auch wenn ihre Familie etwas seltsam ist: Oma sprengt ihren alten Staubsauger mit China-Böllern in die Luft, Vater sitzt in Schlips und Kragen im Park und schreibt Bewerbungen, Mutter ist im Dauer-Kaufrausch und Evas kleinkrimineller Onkel Bernie landet mit seiner Band einen Flop nach dem anderen. Und dann ist da noch Evas Tourette-Syndrom, das auch in ihrem sonstigen Alltag immer wieder für Probleme und komische Situationen sorgt. Im Kreise ihrer Familie, die ihre Krankheit kennt und akzeptiert, fühlt sich Eva aber geborgen und sicher. Kein Zucken und kein Pöbeln, höchstens mal ein kleiner Fluch oder ein freundlicher Hitlergruß – solange sie zuhause ist, ist alles gut. Die Situation ändert sich jedoch schlagartig als Evas Vater ein Job in Berlin angeboten wird. Muss Eva nun ihre vertraute Umgebung verlassen? Ein Plan muss her und zwar schnell. Denn eins ist für Eva klar: nach Berlin geht sie auf gar keinen Fall!

 

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6. Februar 2012

Grimme Online Award: Auch Apps sind gefragt

Grimme Online Award: Auch Apps sind gefragt

Der Grimme Online Award wartet im Jahr 2012 mit einer Neuerung auf: Erstmals können neben Internet-Angeboten auch Apps eingereicht werden. Natürlich liegt der Schwerpunkt des Preises aber nach wie vor auf qualitativ hochwertigen publizistischen Websites.

Vorschläge für preiswürdige Angebote können Internetnutzer und Anbieter bis zum 15. März 2012 auf www.grimme-online-award.de einreichen.

Stärkere Beachtung im Netz

„Wir möchten den Wettbewerb öffnen für Apps, die plattformübergreifend verfügbar sind, sich an die allgemeine Öffentlichkeit richten und besondere publizistische Qualität aufweisen“, so Referatsleiter im Grimme-Institut Friedrich Hagedorn. Neu sei außerdem, dass öffentliche Einzelleistungen im Netz stärkere Beachtung finden sollen.

Der Preis für Qualität im Netz wird in den vier Rubriken Information, Wissen und Bildung, Kultur und Unterhaltung und Spezial verliehen. Unter allen Nutzern, die Vorschläge für den Grimme Online Award eingereicht haben, werden drei Jahresabos der Zeitschrift TV Spielfilm verlost.

Award wird im Juni in Köln verliehen

Der Grimme Online Award 2012 wird am 20. Juni 2012 im Rahmen des medienforum.nrw in Köln verliehen und die Gewinner des „klicksafe Preises für mehr Sicherheit im Internet“ ausgezeichnet.
Klicksafe ist eine EU-Initiative und prämiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen Angebote und Projekte, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern. Auch hierfür können noch bis zum 15. März Vorschläge eingereicht werden (www.klicksafe.de und www.digitale-chancen.de/klicksafepreis).

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13. Januar 2012

Grimme-Institut will erstmals Apps auszeichnen

(Marl) Der Grimme Online Award wartet im Jahr 2012 mit einer Neuerung auf: Erstmals können neben Internet-Angeboten auch Apps eingereicht werden. „Wir möchten den Wettbewerb öffnen für Apps, die plattformübergreifend verfügbar sind, sich an die allgemeine Öffentlichkeit richten und besondere publizistische Qualität aufweisen“, erläutert Friedrich Hagedorn, Referatsleiter im Grimme-Institut. Selbstverständlich müssten auch die vorgeschlagenen Apps den Kriterien und Kategorien des Grimme Online Award entsprechen. Im neuen Wettbewerb, dies eine weitere Neuerung, sollten auch publizistische Einzelleistungen im Netz stärkere Beachtung finden.

 

Diese Neuerungen, so der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, nähmen Entwicklungen der Online-Welt auf. Für den Grimme Online Award gelte wie für den Grimme-Fernsehpreis, dass die Kategorien, Kriterien und Akzente immer wieder unter dem Gesichtspunkt geprüft würden, auf der Höhe der Zeit zu sein.

 

Der Startschuss für den diesjährigen Wettbewerb fällt am 15. Januar. Internetnutzer und Anbieter können bis zum 15. März 2012 ihre Vorschläge für preiswürdige Angebote auf http://www.grimme-online-award.de einreichen. Unter allen Nutzern, die ihren Favoriten für den Grimme Online Award 2012 einreichen, werden drei Jahresabos der Zeitschrift TV SPIELFILM verlost. Der Preis für Qualität im Netz wird in den vier Kategorien INFORMATION, WISSEN UND BILDUNG, KULTUR UND UNTERHALTUNG sowie SPEZIAL verliehen. Im vergangenen Jahr waren fast 2.100 Vorschläge eingereicht worden – acht Webseiten wurden mit dem Grimme Online Award prämiert.

 

Am 8. Mai 2012 wird das Grimme-Institut die Nominierten bekanntgeben. Danach beginnt sowohl die Abstimmung zum Publikumspreis als auch die Arbeit der Jury. Der Grimme Online Award 2012 wird am 20. Juni 2012 im Rahmen des medienforum.nrw in Köln verliehen. Bei der feierlichen Preisverleihung werden auch die Gewinner des „klicksafe Preises für mehr Sicherheit im Internet“ gekürt. Die EU-Initiative klicksafe prämiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen Angebote und Projekte, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern. Vorschläge können ebenfalls vom 15. Januar bis 15. März 2012 über http://www.klicksafe.de und http://www.digitale-chancen.de/klicksafepreis eingereicht werden.

 

Zahlreiche Partner unterstützen den Grimme Online Award. Für die finanzielle Basis des Preises sorgt die Projekt-Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, ein weiterer Beitrag kommt von der Stadt Köln. Grundy Light Entertainment übernimmt zum zweiten Mal die professionelle Produktion der Preisträger-Einspieler, ŠkodaAuto Deutschland kümmert sich um den VIP-Fahrdienst bei der Preisverleihung, Code One um deren Übertragung ins Netz per Livestream, und das Düsseldorfer Druckvorlagenstudio Digibox gestaltet die Preispublikation. Medienpartner des Grimme Online Award ist bereits im siebten Jahr TV SPIELFILM. Die Programmzeitschrift stellt wie in den Vorjahren die Votingplattform für den Publikumspreis zur Verfügung und begleitet den Wettbewerbsverlauf publizistisch.

 

Weitere Informationen über die Zusammensetzung der Jurys, die Bewertungskriterien und das Auswahlverfahren gibt es unter http://www.grimme-online-award.de, im Blog „quergewebt“ (http://blog.grimme-online-award.de) oder auf Facebook.

 

 

 

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21. November 2011

Tagung zu Informationskompetenz und Inklusion


Das Grimme-Institut organisiert in Kooperation mit der Medienberatung NRW für den 30. November 2011 eine Veranstaltung mit dem Titel „All inclusive? Informationskompetenz und inklusive Mediengesellschaft“, an der auch mekonet teilnimmt. Anmeldungen sind bis zum 23. November 2011 möglich.

(c) Dieter Schütz / pixelio.de

Ziel der Veranstaltung ist es, Informationskompetenz in ihrer Relevanz für eine Mediengesellschaft zu diskutieren, die sich selbst als inklusiv versteht. Mithilfe von ausgewählten Referent/-innen, die in den Bereichen Informationskompetenz, Medienkompetenzförderung und / oder Inklusion
arbeiten, soll dem interessierten Fachpublikum vermittelt werden, welche Rolle eine angemessene Kompetenzvermittlung besonders auch für diejenigen
spielen sollte, die auf verschiedene Weise eine Hilfestellung für ihre Teilhabe an einer zunehmend medial vermittelten Gesellschaft benötigen. Zu diesen Gruppen zählen in dieser Veranstaltung Kinder mit besonderem Förderbedarf, Personen mit Lese- oder anderen Schwächen, Senior(inn)en, denen der Zugang zu digitalen Medien oft aus vielfältigen Gründen Schwierigkeiten bereitet sowie Personen, denen aufgrund einer (noch) mangelnden Kenntnis der Landessprache verschiedene Angebote verschlossen bleiben.

Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Podiumsdiskussionen am Vormittag und vier Workshops am Nachmittag, von denen jeweils zwei parallel angeboten
werden. Die beiden Podien werden u. a. besetzt mit Dr. Luzian Weisel vom Fachinformationszentrum Karlsruhe, Birgit Lücke, Stadtbibliothek Warendorf, mekonet Projektleiter Dr. Harald Gapski u.a.m., die über Informationskompetenz sprechen werden. Am Panel zur Inklusion in der Mediengesellschaft nehmen teil: Bernadette Thielen, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Prof. Dr. Nadia Kutscher, KH Aachen, Iris Cornelssen, Aktion Mensch sowie Sinan Yaman, Yaman Communication.

In den Workshops geht es u.a. um: „Wie Kinder suchen: Informationsverhalten von Kindern im Internet“ (Dr. Christine Feil, Deutsches Jugendinstitut (DJI), München, „Barrierefreie Filme“ (Marlies Baak-Witjes, Medienberatung NRW, noch angefr.), „Inklusive Medienpädagogik in der Praxis: Hilfestellungen und Perspektiven“ (Dr. Christine Ketzer, LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V.) sowie „Bildungspartner Bibliothek und Schule“ (Christiane Bröckling, Medienberatung NRW, und Birgit Lücke, Stadtbücherei Warendorf). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Die Veranstaltung findet in der Geschäftststelle der Medienberatung NRW (LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf) statt.

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