Posts tagged ‘Geierabend’

2. März 2017

Pannekopp Orden des Geierabend 2017 geht an AfD-Politikerin Frauke Petry

Für „besondere Verdienste“ um das Ruhrgebiet verleiht der Geierabend 2017 den schwersten Karnevalsorden der Welt an die AfD-Bundessprecherin Frauke Petry. Sie erhält die Auszeichnung für eine Aussage über ihre Jugendzeit in Bergkamen. Dort habe es schon in den 90er Jahren rechtsfreie Räume gegeben, sogenannte No-Go-Areas. Für diese realitätsferne Wahrnehmung finden wir nur eine Erklärung: Schon damals galt überall, wo sie hinkam: Petry geht gar nicht! Wo sie erscheint, breitet sich schlagartig eine mobile No-Go-Area aus.

Sieger des Pannekopp-Ordens 2017:
Frauke Petry für die Erfindung der ‚Mobilen No-Go-Area’.

Die Powerfrau der AfD hat ihre Jugend in Bergkamen verbracht. Bergkamen, dieses in Beton gegossene Godesberger Programm. Für diese Stadt hat Petry im März auf der Bundespressekonferenz kräftig geworben. Schon in den 90er Jahren habe es dort ‚No-Go-Areas’ gegeben. Sagt sie. Alle in der Stadt haben ihr widersprochen: Politik, Polizei, Presse, ehemalige Lehrer – alle sagen: ‚Schwachsinn’. Alle irren sich. Gut, es gab damals im Grunde nur eine einzige ‚No-Go-Area’, aber die war sehr mobil und hieß Frauke. Sie breitete sich blitzartig im Radius von hundert Metern um den Punkt herum aus, an dem Petry gerade war. Schon in den 90ern muss gegolten haben: ‚Petry, geht gar nicht.’ Übersetzt ‚No Go’. Diese Area gibt es heute noch. Frauke Petry ist so eine Art Kölner Bahnhofsvorplatz für Seele und Geist. Die AfD-Frau hat sie erschaffen: die ‚Mobile No-Go-Area’. Motto: Wo ich bin, ist ‚No Go’.

Ordensübergabe auf Zeche Zollern

Heute Abend 28.2. soll die Politikerin den 28,5 kg schweren Stahlschrott-Orden auf Zeche Zollern in Dortmund um den Hals gehängt bekommen. Laut Reglement muss sie ihn bis zum Ende der Fastenzeit ständig tragen. Zudem muss sie sich verpflichten, keine weiteren Verdienste um das Ruhrgebiet anzustreben. Weil wir unsere Regularien ernst nehmen, ergibt sich eine paradoxe Situation: Wenn Frauke Petry erscheint, erkennt sie damit die Begründung an. Sie wird also automatisch diese No-Go-Area um sich herum ausbreiten. Da wir unser Publikum nicht gefährden wollen, können wir die Preisträgerin allein aus Sicherheitsgründen nicht im Saal empfangen. Deshalb steht der Orden ab 19.30 Uhr auf dem menschenleeren Zechenplatz im hinteren Bereich des LWL-Museums zur persönlichen Abholung bereit – gegen Unterschrift und nur bei schriftlicher Anerkennung des Reglements.

Marl war Partnerstadt des Geierabends 2014

Ruhrpott-Karneval machte Marl zum „Local Hero“. Stadt und Geierabend besiegelten die Partnerschaft für die Session 2014 des Ruhrpott-Karnevals, der in jedem Jahr eine Stadt des Reviers als seinen ganz persönlichen „Local Hero“ hervorhebt. Nach Castrop-Rauxel, Witten, Herne und Unna war Marl 2014 an der Reihe. Martin Kaysh, der den Geierabend als „der Steiger“ moderiert, liefert dafür triftige Gründe: „Wir wollten die Stadt zum Partner machen, ehe der Pütt dort dicht macht. Als Steiger und Ehrenhauer auf Auguste Victoria fühle ich mich da in der Pflicht.“

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15. August 2014

Das Ensemble des Geierabends gibt ein Gastspiel zugunsten des Türmchen Marl

Am 18. September um 20:00 Uhr kommt der Geierabend in seine Partnerstadt Marl und gibt ein Gastspiel zugunsten des Türmchen .
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Einmal im Jahr ist Ruhrpott – Wenn der Geierabend auf Zeche Zollern einzieht und acht Wochen die Bude rockt. Seit 1992 gibt es die Veranstaltung, „Alternativkarneval“ nennt sich das Spektakel. Das schockt viele, die denken, dabei in die Spießerfalle zu geraten, wächst aber zu einem großartigen Mix aus Kabarett, Comedy und Karneval, wenn man sich auf den anarchischen Ursprung des närrischen Treibens besinnt. Das tun die Geier.
Acht Schauspieler und fünf Musiker (die sonst gerne richtig seriös Jazz spielen) legen ein Drei-Stunden-Spektakel hin und ziehen bis zu 20 000 Besucher pro Session an. Sie werden dabei seit Jahren vom WDR beobachtet, der den Geierabend in Radio und Fernsehen überträgt.
Auf Zeche gibt es feste Figuren, wie den knorrigen Sauerländer Joachim Schlendersack, die langjährige Miss Annen, die Zwei vonne Südtribüne mit der philosophischen Grundfrage: „Nehm wa no einen?“ oder eine namenlose Dame „mit Bandscheibe“. Dazu geht es jedes Jahr um neue, aktuelle Themen und immer um den Ruhrpott.
Geierabend
Jetzt kommt der Geierabend in seine Partnerstadt Marl – moderiert wird das ganz vom Steiger, von Martin Kaysh. Der ist in Marl geboren und verbrachte sein halbes Leben da.
Der ‚Steiger‘ ist mittlerweile sogar Ehrenhauer auf Zeche Auguste Victoria.
Aus seiner Grubenlore schlägt er spitze Satirekerben in den Ruhrpotttrott, deckt ungeahnte Skandale auf und lässt die größten Leistungen regionaler Antihelden mit dem Pannekopp des Jahres prämieren. Natürlich alles immer sauber und penibel recherchiert. Das muss man können, wenn man mehrere Jahre als Autor bei ARD, WDR, WAZ, SZ und TAZ sein Unwesen getrieben hat.
Online ist er auch regelmäßig als Kolumnist für die „Ruhrbarone“ unterwegs.
Seiner Liebe zum Kabarett zollt er Tribut als AWO-Oppa Willi und hat zudem bereits drei Solo-Programme auf die Bühne gebracht.

18. Februar 2014

Beim Ruhrpott-Karneval „Geierabend“ gab es Sekt- und Currywurst für Marler Bürger

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Der „Geierabend“ hat 16.2.2014 Ehrengäste aus Marl in seiner Vorstellung begrüßt und geehrt. Marl ist in diesem Jahr Partnerstadt des Dortmunder Ruhrpott-Karnevals.
Das Ensemble begrüßte die Bürgerinnen und Bürger der Stadt als Ehrengäste der Show und lud zu einem exklusiven Empfang bei Sekt und Currywurst ein. Die Ehrenkarten hatten die Geier bei einem Besuch im Rathaus als Spende für einen guten Zweck übergeben. Die Stadt schenkte sie als besondere Würdigung an Träger der Ehrenamtskarte weiter.
Comedy mit Marler Bezug
Neben dieser Aktion und vielen weiteren Späßen ist die Stadt Marl außerdem mit einer eigenen Nummer im aktuellen Programm des Geierabend vertreten. So nehmen die Geier in einer Szene das noch aktive Bergwerk in Marl auf die Schippe, in dem sie der dort abgebauten Kohle eine besonders heilende Wirkung zuschreiben. Diese führt zu einer radikalen Verjüngung des überalterten Bürgermeisters, gespielt von Hans-Peter Krüger, und lässt einen Kumpel mehrere hundert Jahre unter Tage überleben.
Geierabend
„Späßchen in der Grube“
Unter dem Motto „Späßchen in der Grube“ bringt der Geierabend noch bis zum 04. März die Stimmung auf Zeche Zollern II/IV zum Überkochen. Tickets für die Zusatzshow am 25.02. sind erhältlich auf der Geierabend-Webseite sowie bei allen bekannten VVK-Stellen.

12. Februar 2013

Geierabend: „Pannekopp des Jahres“ für Opel-Chef

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Der „Pannekopp des Jahres“ geht an den Opel-Interims-Chef Thomas Sedran; er darf sich nun mit dem 28,5 Kilogramm schweren Anti-Karnevalsorden schmücken. Sedran habe sich mit einer „Turbo-Modernisierung Bochums“ um das Ruhrgebiet verdient gemacht, spottet das Ensemble des Dortmunder Geierabends, das den Orden heute Abend zum elften Mal verleiht.

Mit der geplanten Werksschließung habe Sedran die Stadt auf ein neues Niveau gehoben, heißt es in der Begründung von Geierabend-Moderator Martin Kaysh: „Als Opel 1962 kam, war dies die Zukunft Bochums. Jetzt ist Bochum die modernste Stadt der Welt: Die Stadt, in der sogar die Zukunft schon Vergangenheit ist.“

Die Ruhrpottkarnevalisten erklärten die WAZ-Mediengruppe für die Schließung der Lokalredaktionen der „Westfälischen Rundschau“ spontan zum „Ehrenpannekopp“.

Mit „17.000 begeisterten Zuschauern, 37 ausverkauften Vorstellungen und einer Auslastung von 103 Prozent“, ziehen die Veranstalter der alternativen Karnevalsshow eine positive Bilanz zum Ende der Session 2013. Sie stand unter dem Motto „Ein Zombie hing am Förderseil“.

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27. Dezember 2012

Geierabend auf der Zeche Zollern

Einen bissigen Start ins Neue Jahr verspricht der Geierabend auf der Dortmunder Zeche Zollern. Unter dem Motto „Ein Zombie hing am Förderseil“ kommentieren die alternativen Karnevalisten vom 27. Dezember 2012 bis 12. Februar 2013 das Ruhrpott-Geschehen und verleihen den Schrottorden „Pannekopp des Jahres“.

Geierabend 2013 – Ein Zombie hing am Förderseil

Der Ruhrpott im Endzeitstadium: Stillgelegte Bergwerke, verlassene Industriebrachen, sterile Shopping-Galerien und austauschbare Hochkulturtempel zeugen vom Untergang einer ganzen Zivilisation. Doch der Ruhri lässt sich nicht stilllegen. Unter der Oberfläche des Reviers brodelt bereits das vermeintlich Totgeglaubte. Die Ruhris kehren als Zombies zurück und machen vor nichts und niemandem halt.

Blutrünstig, erbarmungslos und unaufhaltsam starten die Geier auch 2013 zum Angriff auf die Lachmuskeln. Mit einem brandneuen Drei-Stunden-Spektakel aus Comedy, Kabarett und kohlenschwarzer Komik tobt der alternative Ruhrpott-Karneval Geierabend quer durch das Leben im Revier und die skurrilen Höhepunkte des aktuellen Zeitgeschehens. Acht Schauspieler und fünf Musiker versetzen an 36 Abenden die Zeche Zollern II/IV in Ausnahmezustand.

Die Figuren

Der Präsident Kurzform „Präsi“. Nur echt mit roter Kinderstrumpfhose auf dem Kopf und stets begleitet von einem Präsidentenmarsch. Tätä!

Udo & Moni Die Nordstadt-FDP lebt – und sie vermehrt sich. Ein liberaler Politiker, seine stets hochschwangere Frau und eine Mission Impossible.

Siegfried und Roy Die beiden gesprächigen Dortmunder Vorstädtler haben
stets viel Zeit für ein Palaver am Fenster.

Der Hauer Der Neuzugang von Unter Tage. Dieser klotzige Typ kann zu allem und jedem seinen Senf dazugeben.

Radio Heimatlos Die subversive Radioshow. Investigativer Journalismus aus Dortmund für Dortmund.

Die Zwei vonne Südtribüne Die heimlichen Meistermacher mit ihren bierseligen Philosophien rund um König Fußball. „Nehm wa noch einen? Ja, sicha!“
Der Steiger Schießt von seiner Lore aus mit rhetorischen Giftpfeilen am liebsten auf die Mächtigen an Emscher und Ruhr.

Lilli & Lotti Die Power-Kellnerinnen nehmen kein Blatt vor den Mund, denn sie haben mal wieder so´n Hals.
und viele mehr…

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11. November 2011

Karneval alternativ: „Geierabend“, „Gift und Gülle“ und „Kappe app“ machen Stunk

Westfalen (wh). Die legendäre Alternativsitzung „Geierabend“ unternimmt in ihrer 21. Session einen satirischen Ritt durch „Das wilde Ruhrdistan“ und seine ewigen Baustellen: Um den U-Turm und die Rettung des deutschen Fußballs durch eine Schwulenquote geht es dabei, kündigen die „Geier“ vor dem morgigen Start in die närrische Zeit an. Und neben dem neuen „Pannekopp“-Preisträger wird bei den Shows auch exklusiv der Mörder des neuen Dortmund-Tatorts verraten. Premiere ist am 5. Januar im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund.

„Gift und Gülle“ wird im Münsterland gespuckt. Die alternativen Jecken sind seit 15 Jahren berühmt für einen Mix aus bissigem Kabarett, Comedy und Show. Ab dem 27. Januar nehmen sie bei Gastspielen in Emsdetten, Ochtrup und Rheine wieder das politische Treiben in Westfalen und dem Rest der Welt in die Mangel.

Ein „Rollatoren-Dirty-Dancing“ steht auf dem Programm der münsterischen Stunksitzung „Kappe app“. Die 13 Kabarettisten machen sich in ihren schrägen Shows vom 3. bis zum 18. Februar über Jugendwahn, Seniorenanarchie und Pflegenotstand her – und springen so in ihrer 19. Spielzeit ganz locker über die „Versorgungslücke“.

Jubiläumsfest zum Stadtgeburtstag Marl, Martin Kaysh wird vom Rathausturm 1 abgeseilt

http://www.youtube.com/watch?v=atSRyoNS0Bw

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