gate.ruhr, AV 3/7 in Marl Hamm wird in Zukunft zu einer grossen Verkehrsbelastung führen?

Die Logistiksflächen auf AV 3/7 werden zu einen grossen Zuwachs des Lkw Verkehr auf der Karl Duisbergstrasse und der A 52 führen. Aus AV 3/7 wird gate.ruhr: Der Strukturplan steht, ebenso ein Konzept zur Flächensanierung, mit dem der nördliche Teil des ehemaligen Zechengeländes zum Industrie- und Gewerbegebiet zu entwickelt werden soll.

Jetzt gibt Interessevon Investoren an dem Standort.
Unter dem Namen gate.ruhr will die Stadt gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien GmbH, die als Flächenentwickler das ehemalige Gelände der Zeche Auguste Victoria zur Industrie- und Gewerbefläche entwickeln. Noch bis zum Herbst arbeiten mehr als ein Dutzend Gutachterbüros an dem zweiten Teil der Machbarkeitsstudie.

Der Norden macht den Anfang

Bereits abgeschlossen ist die Strukturplanung für das in vier Teilflächen gegliederte, 90 Hektar große Areal. Darin ist vorgesehen, im ersten Schritt die Entwicklung der nördlichen Hälfte von gate.ruhr voranzutreiben. Die Hafenfläche, die Teilfläche der Bergehalde sowie die Kraftwerksfläche sollen saniert werden und könnten ab 2020 als Industrie- und Gewerbegebiet zur Verfügung stehen.

„Umklappen“ der Halde ermöglicht schnelle Erschließung

Der Zeitplan erfordert innovative Ideen zur Flächensanierung. Hier haben die Flächenentwickler auf der Grundlage des bisherigen Gutachtens einen neuen Ansatz gewählt: Der Plan sieht vor, die Erdmassen von der Plateau-Halde am Hafenweg abzutragen und auf die ehemalige Kraftwerks­fläche umzuschichten, um so den Höhenunterschied vom mehreren Metern zwischen Bergehalde, Hafenfläche und Kraftwerksfläche auszugleichen. „Eine ungewöhnliche Methode, die zwei Probleme auf einmal löst und den Aufwand minimiert“, erklärt Volker Duddek, Projektleiter der RAG Montan Immobilien GmbH. „Mit dem Umklappen der Haldenfläche wird das Gelände nivelliert. Zugleich stellen wir durch das lageweise Überdecken der Beton­fundamente einen stabilen, gleichmäßig verdichteten Baugrund auf der Kraftwerksfläche her.“ Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wird zurzeit geprüft, ob und zu welchen Kosten das Umklappen der Halde umgesetzt werden kann.

Bergwerksfläche wird weiter von der RAG genutzt

Die Bergwerksfläche im Süden des Areals, wo Bestandsgebäude erhalten bleiben sollen, wird zurzeit weiterhin vom Bergbau genutzt, unter anderem als Lagerfläche für das aktive Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop. Darüber hinaus steht eine Klärung der Grubenwasser-Thematik aus.

Die Logistiksflächen werden zu einen grossen Zuwachs des Lkw Verkehr auf der Karl Duisbergstrasse und der A 52 führen.

Der Standort Marl macht es nötig, die Verkehrs­planung zu überarbeiten. Denn westlich des angrenzenden Chemieparks errichtet die Metro Group derzeit ein Logistikzentrallager, das noch in diesem Jahr in Betrieb genommen wird. Größenordnungen, die eine Alternative zur bisherigen Verkehrsplanung erforderlich machen: Bislang war geplant, gate.ruhr über die Nordstraße durch den Chemiepark zugänglich zu machen. Mit der Ansiedlung des Metro-Zentrallogistiklagers ist das keine Option mehr.

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