Listen für Volksbegehren liegen jetzt im Rathaus Marl aus

Die Eintragungslisten für das Volksbegehren „G9 jetzt!“ liegen ab sofort im Bürgerbüro der Stadt Marl aus. Bis zum 7. Juni können Marler Bürgerinnen und Bürger das Volksbegehren unterstützen und ihre Unterschrift leisten.

Wer ist stimmberechtigt?

Im Bürgerbüro liegen die Eintragungslisten zu folgenden Zeiten aus: montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr. Darüber hinaus können sich Interessierte an vier Sonntagen (19.2., 26.3., 30.4. und 28.5.) in der Zeit von 10 bis 14 Uhr in die Listen eintragen. Stimmberechtigt sind alle Bürger, die das 18. Lebensjahr zum Ende der Eintragungsfrist am 7. Juni vollendet haben, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und ihren Hauptwohnsitz in Marl haben. Wer sich in die Liste eintragen möchte, muss entweder den Personalausweis oder den Reisepass mitbringen. Darüber hinaus haben stimmberechtigte Bürger die Möglichkeit, ihre Unterstützung des Volksbegehrens auf einem Eintragungsschein zu erklären. Das Formular kann bei der Stadtverwaltung bis zum 31. Mai per E-Mail an volksbegehren@marl.de oder via Fax (02365) 99-2307 beantragt werden.

Mehr Zeit für gute Bildung

Ziel des Volksbegehrens „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung, G9 jetzt!“ in NRW ist die Rückkehr zu einer Regelschulzeit mit Abitur nach neun Jahren in der Sekundarstufe II. Damit sich der Landtag erneut mit dem Begehren beschäftigt, benötigen die Initiatoren 1.060.963 Unterschriften.

Die Ziele des Volksbegehren

Die Macher des Volksbegehren fordern, dass Eltern und Kindern die Wahlfreiheit gegeben wird, an einem Gymnasium in ihrer Nähe das Abitur nach Klasse 13 ohne Pflicht zum Nach­mittagsunterricht zu erreichen.

Seit dem Jahr 2005 wurde in Nordrhein-Westfalen die Schulzeit an Gymnasien (zum zweiten Mal nach 1936) auf 8 Jahre gekürzt. Dies ist das so genannte G8 oder Turbo-Abi nach Klasse 12.

Da die Zahl der sogenannten Jahreswochenstunden am Gymnasium deutschlandweit festgelegt ist (265), haben Schüler am G8-Gymnasium durchschnittlich 33,1 Stunden Unterricht in der Woche. Bis zum Jahr 2013 waren es beim Abitur nach 13 Jahren 29,4 Schulstunden. Damit hatten die Kinder in den Klassen 5 bis 10 im Allgemeinen sechs Stunden Unterricht am Tag, so dass sie gegen 13:20 Uhr die Schule verlassen konnten. Mit dem Turbo-Abi wurde außerdem die 7. Unterrichtsstunde verboten und durch eine 60-minütige Pause ersetzt, so dass der Unterricht an den meisten Gymnasien in der Klasse 6 an einem Tag und ab Klasse 7 an zwei Tagen in der Woche erst um 15:50 Uhr endet.
Bereits im Jahr 2012 zeigte eine repräsentative EMNID-Umfrage, dass 79 Prozent der Eltern eine Rückkehr des Gymnasiums zu G9 und eine Verringerung der Wochenstundenzahl wünschen.

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