Archive for Juli, 2015

22. Juli 2015

Prospektmaterial im i-Punkt im Marler Stern, auf dem Rad das Land erkunden

Alle begeisterten Radler, die sich bei ihren Fahrradtouren ein wenig Abwechslung wünschen, neue Gegenden erkunden und sogar ihren Urlaub auf dem Rad verbringen möchten, finden jetzt im i-Punkt Informationen von sieben Anbietern aus ganz Deutschland.

Das umfassende Prospektmaterial bietet einen Überblick über die vielseitigen radtouristischen Angebote. Vom Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre in Cloppenburg über den Naturpark Altmühltal bis hin zum Schaumburger Land – für Radfreunde gibt es viel zu entdecken. Die Informationsbroschüren machen Lust mit dem Fahrrad das Land zu erkunden und liegen noch bis Ende Oktober im i-Punkt aus.

Weitere Informationen erhalten Sie im i-Punkt im Marler Stern, obere Ladenstraße, Tel. 994310.

Effekte regelmäßigen Radfahrens

Radfahren ist bewegungsintensiv, beansprucht große Muskelgruppen und eignet sich ideal für den Alltag. Oft sind die Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder ins Kino nicht weiter als fünf Kilometer und meist sind sie schöner als die Autostrecke. Günstiger sind sie auch: Sie sparen Spritkosten – und entlasten nebenbei auch die Umwelt.

Wenn Sie das Fahrrad regelmäßig nutzen und sich dabei nicht unter Druck setzen, fühlen Sie sich fit und wohl, denn moderate Bewegung und eine gesunde Ernährung schaffen einen gesünderen Lebensstil.

Durch regelmäßiges, moderates Radfahren kann man das Risiko für Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 50 Prozent reduzieren.

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22. Juli 2015

Tagung in der LWL-Klinik Herten, Probleme in der Behandlung suchtkranker Straftäter

Die Organisatoren und Referenten der 2. LWL-Fachtagung „Maßregelvollzug und Sucht“ an der LWL-Klinik Herten (v.l.): Dr. Ulrich Kemper (LWL-Klinikum Gütersloh), Dr. Herbert Steinböck (Isar-Amper-Klinikum München-Ost), Prof. Dr. Dr. Thomas Schnell (Medical School Hamburg), Dr. Bernd Dimmek (Forschungsgruppe „Sucht“ des LWL-Maßregelvollzugs), Dr. Jan Querengässer (Zentrum für Psychiatrie Reichenau), Elke Harzhauser (Sozialmedizinisches Zentrum Ost – Donauspital, Wien), Anja Mercedes Westendarp (AWO-Psychiatrie (Foto: LWL/Hannig)
Dr. med. Herbert Steinböck, Chefarzt und Maßregelvollzugsleiter am Isar-Amper-Klinikum München-Ost (Kliniken des Bezirks Oberbayern). (Foto: LWL/Hannig)

Rund 100 Fachleute aus den Bereichen Maßregelvollzug, Strafvollzug, Justiz, Sicherungsverwahrung und allgemeiner Suchthilfe kamen in die LWL-Klinik Herten. In verschiedenen Fachvorträgen berichteten Experten unter dem Tagungstitel „Was wirkt? Im Spannungsfeld zwischen Motivation und Verweigerung“ über ihre Erfahrungen in der therapeutischen Behandlung von suchtkranken Straftätern.

Kaum mehr Plätze, immer mehr Patienten – der Aufnahmedruck bei gerichtlich zugewiesenen suchtkranken Straftätern in den forensisch-psychiatrischen Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) steigt. Die Anzahl der wegen einer Abhängigkeitserkrankung untergebrachten schuldunfähigen Verurteilten hat sich beim LWL seit 1997 um fast 70 Prozent auf heute rund 440 erhöht. In den beiden LWL-Suchtfachkliniken in Marsberg und Stemwede-Haldem gibt es aber nur rund 290 Behandlungsplätze für so genannte 64er-Patienten. Suchtkranke Patienten sind daher auch in den LWL-Maßregelvollzugskliniken für psychisch kranke Straftäter untergebracht, zudem in der LWL-Allgemeinpsychiatrie sowie in der Suchtfachklinik eines anderen Trägers.

„Der Belegungsdruck ist ein bundesweites Problem und damit eine Herausforderung, der nicht nur wir uns in unseren LWL-Maßregelvollzugskliniken stellen müssen. Daher ist es sinnvoll, sich über Träger- und Landesgrenzen hinweg auszutauschen“, sagt Dr. Bernd Dimmek, Leiter der Forschungsgruppe „Sucht“ des LWL-Maßregelvollzugs. Diese hatte kürzlich zu einem interdisziplinären Austausch eigeladen – zur 2. Fachtagung „Maßregelvollzug und Sucht“ der LWL-Maßregelvollzugsabteilung Westfalen.

Dr. med. Herbert Steinböck, Chefarzt und Maßregelvollzugsleiter am Isar-Amper-Klinikum München-Ost (Kliniken des Bezirks Oberbayern), machte in seinem Vortrag auf die gestiegene Zahl von untergebrachten suchtkranken Straftätern mit Migrationshintergrund und die damit gewachsenen Herausforderungen an den Maßregelvollzug aufmerksam. In den 1980er Jahren hatten etwa vier bis fünf Prozent der untergebrachten suchtkranken Straftäter einen Migrationshintergrund, heute liege der Prozentsatz zwischen 20 und mehr als 30 Prozent, sagte Steinböck. „Im Isar-Amper-Klinikum München-Ost hat mittlerweile sogar fast jeder zweite untergebrachte suchtkranke Straftäter einen Migrationshintergrund“.

Im Klinikum München-Ost stelle man sich dieser Entwicklung, indem zum Beispiel bei Neueinstellungen darauf geachtet werde, dass Mitarbeiter neben Deutsch und Englisch auch andere Sprachkenntnisse mitbringen. „Inzwischen hat etwa ein Drittel unserer Mitarbeiter einen interkulturellen Hintergrund; das Sprachenspektrum umfasst Kroatisch, Serbisch, Türkisch und Polnisch“, so Steinböck. Dies sei eine große Hilfe bei der Behandlung der Patienten. Dennoch bleibe für eine erfolgreiche Therapie das Verstehen und Sprechen der deutschen Sprache eine wichtige Voraussetzung. Daher investiere das Klinikum rund 60.000 Euro pro Jahr in Deutschkurse. Steinböck: „Das hat sich bewährt. Die Patienten, die in den Deutschkursen gute Fortschritte machen, machen auch in der Therapie gute Fortschritte.“

21. Juli 2015

Handelsunternehmen in Marl müssen Geldwäsche­beauftragte benennen

Im Einzelhandel heißt es oft: „Geldwäsche? So was gibt es bei mir nicht!″ Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung haben allerdings inzwischen erhebliche Auswirkungen auf den Einzelhandel. Schätzungsweise 50 Milliarden Euro werden jährlich allein in Deutschland gewaschen. Unter Geldwäsche versteht man das Einschleusen kriminell erworbener Gelder in den legalen Finanzkreislauf mit dem Ziel, die wahre Herkunft zu verschleiern.

Die Bezirksregierung Münster hat für den gesamten Regierungsbezirk eine Verfügung erlassen, die Handelsunternehmen bei Vorliegen entsprechender Kriterien verpflichtet, einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen. Diese Beauftragung ist gemäß dem Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG) ein „Muss″.

Feststeht, dass viele Händler dieser Verpflichtung bisher nicht nachgekommen sind: Entweder aus Unwissenheit oder weil die Meinung vertreten wird: „Geldwäsche? So was gibt es bei mir nicht!″

Wer gewerblich mit hochwertigen Gütern handelt, muss die Pflichten nach diesem Gesetz einhalten. Betroffen hiervon sind Unternehmen, die beispielsweise mit Kraftfahrzeugen, Schiffen, Motorbooten, Luftfahrzeugen, Edelmetallen (Gold, Platin, Silber), Edelsteinen, Schmuck, Uhren, Kunstgegenständen oder Antiquitäten handeln.

Weitere Voraussetzungen für die Notwendigkeit zur Benennung eines eigenen Geldwäschebeauftragten sind, dass der Handel mit hochwertigen Gütern im vergangenen Wirtschaftsjahr über 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Weiterhin müssen mindestens zehn Mitarbeiter in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Vertrieb inklusive Geschäftsleitung beschäftigt sein.

21. Juli 2015

Neue Leiterin der Stadtbibliothek Marl ab 1. August

Marianne Brauckmann kehrt als neue Leiterin der Stadtbibliothek nach Marl zurück. (Foto: Marl)

Neue Leiterin der Stadtbibliothek Marl wird Marianne Brauckmann. Sie tritt am 1. August die Nachfolge von Klaus Philipp an, der in den Ruhestand wechselt.

Erfahrene und engagierte Persönlichkeit

Wir wollen den personellen Wechsel in der Bibliotheksleitung nutzen, um das Angebot der Stadtbibliothek neu auszurichten, so die Stadt Marl.

Neue Leiterin hat als Kind oft die Marler Bibliothek besucht

Die Diplom-Bibliothekarin, die zurzeit die städtische Bibliothek in Konstanz am Bodensee leitet und sich in einem Auswahlverfahren durchgesetzt hat, freut sich bereits auf ihre neue Aufgabe. „Ich habe als Kind oft die Marler Stadtbibliothek besucht“, sagt die gebürtige Marlerin. Dabei sei auch ihr Wunsch gereift, Bibliothekswesen zu studieren. Marianne Brauckmann: „Ich habe der Marler Stadtbibliothek viel zu verdanken und freue mich, dass ich ihr nun mit meinen Kenntnissen und Erfahrungen etwas zurückgeben kann“.

Erfolgreiche Bibliotheksleiterin

Davon bringt die neue Leiterin reichlich mit. Bereits mit 21 Jahren leitete Marianne Brauckmann eine Zweigstelle der Stadtbibliothek Düsseldorf, anschließend war sie Leiterin der städtischen Bibliotheken von Velbert, Solingen, Bremerhaven und Bonn. Seit sieben Jahren leitet sie die Stadtbibliothek in Konstanz und hat mit ihrem Team in dieser Zeit die Nutzerzahlen von 120.000 auf 230.000 gesteigert.

Angebote neu auf Wünsche der Kunden ausrichten

In Marl möchte Marianne Brauckmann zunächst die Bedürfnisse der Bibliotheksnutzer analysieren, um die Angebote der städtischen Bibliothek anschließend möglichst zielgenau auf die Wünsche der Kunden auszurichten.

20. Juli 2015

Amtliches Bekanntmachungsblatt der Stadt Marl zur Korruptionsbekämpfung liegt aus

(Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen)

Die neue Ausgabe des Amtlichen Bekanntmachungsblattes der Stadt Marl liegt ab sofort kostenlos aus. Darin enthalten ist die Ehrenordnung der Stadt Marl.

Die Ehrenordnung zur Vermeidung von Korruption kann in der Zeit vom 20. Juli bis 21. August dieses Jahres zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Stadtverwaltung im Kommunalbüro (Rathaus, Zentralgebäude, Zimmer 8) eingesehen werden.

Ehrenordnung der Stadt Marl

Die gemäß „Ehrenordnung für die Mitglieder des Rates
und der Ausschüsse der Stadt Marl“ in Verbindung mit
§ 43 Abs. 3 der Gemeindeordnung NRW und § 16
Gesetz zur Verbesserung der Korruptionsbekämpfung
und zur Errichtung und Führung eines zentralen
Vergaberegisters in Nordrhein-Westfalen
(KorruptionsbG) abzugebende schriftliche Auskunft der
Rats- und Ausschussmitglieder ist in der Zeit vom
20. Juli 2015 bis zum 21. August 2015 zu den üblichen
Dienstzeiten im Kommunalbüro (Rathaus,
Zentralgebäude, Zimmer 8) einzusehen.

Korruption bekämpfen

Korruption in der öffentlichen Verwaltung untergräbt nicht nur das Vertrauen des Bürgers in die Funktionsfähigkeit und Seriosität staatlicher Behörden und ihrer Beschäftigten, sondern begünstigt auch die Bereicherung Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit. Zur intensiven und nachhaltigen Bekämpfung der Korruption sind wirkungsvolle Aktivitäten entwickelt worden.

Sondereinheit gegen Korruption

Beim Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ist mit dem Dezernat 15 eine Sondereinheit gegen Korruption eingerichtet. Dort werden Erkenntnisse aus Verfahren, die von unterschiedlichen Staatsanwaltschaften, Polizeibehörden und anderen Stellen geführt werden, in einer Hand zusammengeführt. Hinweise auf Straftaten mit korruptivem Hintergrund können unter der Rufnummer 0800 5677878 – auf der Buchstabentastatur „korrupt“ – an die dort eingerichtete Korruptionshotline übermittelt werden. Darüber hinaus bietet das Ministerium für Inneres und Kommunales die Hotline 0211/871-2440 für sonstige Hinweise, insbesondere aus seinem Geschäftsbereich, an.

Mit der Hotline beim Landeskriminalamt steht der Öffentlichkeit ein zentrales polizeiliches Kontaktangebot zur Verfügung, mit dem sichergestellt ist, dass potentielle Hinweisgeber und Zeugen möglicher strafbarer Handlungen sofort und unmittelbar auf sach- und fachkundige Mitarbeiter treffen, die die strafrechtliche Bedeutung der erhaltenen Informationen zutreffend einschätzen und verwerten können.

20. Juli 2015

Neue Pumpstation an der Brassertstraße in Marl wird gebaut

Im Zusammenhang mit der Westerweiterung des Chemieparks baut der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl, Abteilung Stadtentwässerung, eine neue Pumpstation am nördlichen Ende der Brassertstraße.

Die Arbeiten werden erforderlich, da sich der Chemiepark auf das Gelände der alten Schlenke Siedlung vergrößert. Die alte Wohnbebauung wurde bereits abgerissen und Bäume gefällt. Das Pumpwerk der Stadt Marl, welche das Schmutzwasser der damaligen Siedlung pumpte, muss nun auch weichen. Abgesehen davon ist das Pumpwerk aufgrund der fehlenden Abwassermenge der Siedlung natürlich überdimensioniert.

Daher wird auf der gegenüberliegenden Seite der Brassertstraße, vor Firma Anger Systemtechnik GmbH, eine neue kleinere Pumpstation errichtet und in die vorhandene Druckleitung eine kleinere Druckleitung eingezogen. Für den Rohreinzug müssen vereinzelt Kopflöcher im Bereich des Geh- und Radweges von Firma Anger bis runter zum Kreisverkehr Brassertstraße erstellt werden. Für die Zeit der Erstellung der Kopflöcher wird der gesamte Radweg von der A52 bis zu Firma Anger gesperrt. Der gegenüberliegende Weg ist dann zu benutzen. Danach werden Fußgänger und Radfahrer direkt an den Baugruben vorbei geleitet. Für eine Baugrube im Geh- und Radweg zwischen der A52 und Brücke werden Fußgänger und Radfahrer gesichert über die Straße vorbei geleitet.

Die Arbeiten beginnen am Montag, den 20.07.15, und enden voraussichtlich am 14.08.15. Die Arbeiten werden ausgeführt von der Firma Schubert Tief- und Rohrleitungsbau GmbH aus Ochtrup.

Es ist dem ZBH bewusst, dass diese Maßnahme mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Der ZBH und die bauausführende Firma werden jedoch bemüht sein diese so gering wie möglich zu halten.

20. Juli 2015

Der BSV Marl-Brassert 1955 e.V. wurde 60 Jahre

Am Samstag, 18. Juli 2015 feierten die Bürgerschützen Brassert ein historisches Fest. Der BSV Marl-Brassert 1955 e.V. hat Geburtstag.
60 Jahre Bürgerschützenverein Marl-Brassert 1955 e.V. – das wurde gefeiert mit einem großen Fest am Theater Marl.

Los ging es mit den Treffen aller Marler Schützenvereine am Rathausplatz. Es formierten sich die Majestäten auf der Rathaustreppe.Sie nahmen eine Parade mit allen Schützenvereinen aus Marl ab. Dann marschierten alle gemeinsam zum Stadttheater Marl. Dort wurden sie begrüsst von Vorsitzenden Stefan Stets.
Die Vereinsgründung war in der Gastwirtschaft „Bromen“ im Juli 1955, als Brassert durch den Bau der ECA-Siedlung und die Bebauung des Plaggenbraucks in der Arenbergsiedlung zu einem markanten Punkt im Geschäfts- und Kulturleben der Stadt geworden war. Es wurde eine Grusswort der Stadt Marl vorgetragen. Um 18:30 Uhr gab es ein Gedenken für die verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüdern mit den evangelischen Pfarrer und dem katholischen Priester. Mit dem Großen Zapfenstreich wurde der Abend abgeschlossen. Danach war Partytime bis zum Abwinken.

Videos vom Fest

20. Juli 2015

Chemiepark Marl feiert seine Ausgebildeten

Ausbildungsleiter Dr. Hans Jürgen Metternich (rechts), Betriebsrat Ali Simsir (2.v.r.) und Christoph Pieper, Geschäftsbereichsleiter für Bildung der IHK Nord-Westfalen (links), mit den besten Ausgebildeten aus dem Chemiepark Marl. (Foto: evonik)

97 junge Menschen aus dem Chemiepark Marl haben ihre Abschlussprüfung bestanden und damit die letzte Hürde der Berufsausbildung erfolgreich gemeistert.

„Sie alle haben konsequent ihre Berufsausbildung absolviert und können nun die Früchte dieser Anstrengungen ernten“, beglückwünschte Dr. Hans Jürgen Metternich, Leiter Ausbildung Nord der Evonik Technology & Infrastructure GmbH, die erfolgreich Ausgebildeten.

„Ihre Ausgangslage ist deutlich besser, als die vieler Studierender“, so der Ausbildungsleiter. Die Zahl der Studienanfänger steigt stetig, die der Berufsanfänger in einer dualen Ausbildung sinkt dagegen. Rund 350 Ausbildungsberufen mit meist guten Berufsaussichten stehen heute mehr als 13.000 Studiengänge gegenüber und die Zahl der Studienabbrecher steigt. Sie liegt bei allen Studiengängen bei rund 30 Prozent, betrachtet man nur die naturwissenschaftlichen Studiengänge, erreicht sie sogar 50 Prozent. Das duale Ausbildungssystem weist dagegen nur Abbrecherquoten im einstelligen Prozentbereich aus.

„Sie haben alles richtig gemacht“, sagte Metternich. „Eine solide Ausbildung mit exzellenter beruflicher Perspektive und noch besseren Weiterbildungschancen – damit haben Sie die Pole-Position für jeden denkbaren Weg auf alle Fälle inne.“

Seit Beginn der Ausbildung im Chemiepark Marl konnten 15.860 Menschen in die berufliche Zukunft entlassen werden. Entsprechend der Bedürfnisse des Standortes waren dies 7.091 Ausgebildete im Bereich Naturwissenschaften, 5.462 in technischen Berufen und 3.307 in kaufmännischen Ausbildungsgängen. Hinzu kommen 1.189 Teilnehmer, die im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung den IHK-Abschluss erlangten.

Im Chemiepark Marl sind zwei Berufsbilder neu in das Ausbildungsangebot aufgenommen worden. So standen in diesem Jahr erstmals Produktionsfachkräfte für Chemie und Eisenbahner im Betriebsdienst mit auf dem Treppchen. Insgesamt wurden die jungen Damen und Herren in 12 unterschiedlichen Berufsbildern ausgebildet.

Mit der Gesamtnote „sehr gut“ beendeten ihre Ausbildung die Industriekauffrauen mit Studium Phillis Hilgenberg, Nadine Korneli und Jana Siegmund, die Kauffrauen für Bürokommunikation Lea Gouw und Saskia Neugebauer, die Anlagenmechaniker Frederik Jandt, Nico Lemsch und Patrick Sczech, die Chemikantin Lydia Kohl, die Elektroniker für Automatisierungstechnik Adrian Nowak und Nico Verse sowie die Chemielaboranten Thorsten Peleikis, Michél Reitzner, Tim Schlimbach, Bernd Selting und Julian Stonawski.

In einem Prüfungsteil eine „Eins“ erzielten Carolin Wessels, Kauffrau für Bürokommunikation, Michael Jarosz, Chemikant, Niklas Fecke, Elektroniker für Automatisierungstechnik sowie Sabrina Aouag und Clarissa Krüger, Chemielaborantinnen.

20. Juli 2015

Junge Leute aus aus Marl reisen nach Creil zum Internationalen Jugendtreffen (IJT)

Lisa-Marie Pendzich, Isabella Leis, Kay Kozaronek, Gruppenleiterin Launora Istogu, Moritz Brinkforth, Jennifer Radscheid, Integrationsbeauftragte der Stadt Marl und Dr. Hansfriedrich Sage von der Hüls AG-Stiftung freuen sich auf das fünfte Internationale Jugendtreffen. (Foto: Marl)

Was verstehen junge Menschen unter verantwortungsvollem Konsum in Deutschland und Norwegen? Wie erleben sie die EU in Polen und im Senegal? Diese und weitere Fragen diskutieren junge Marlerinnen und Marler in der nächsten Woche beim Internationalen Jugendtreffen (IJT) in Creil.

Aus Marl reisen Isabella Leis, Lisa-Marie Pendzich, Moritz Brinkforth und Kay Kozaronek in die französische Partnerstadt. Ab Montag (20.7.) tauschen sie sich beim IJT 2015 gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Marls Partnerstädten Creil (Frankreich), Pendle (England), Zalaegerszeg (Ungarn) Krosno (Polen) und mit jungen Menschen aus dem Senegal, Norwegen, Marokko, Tunesien und den Palästinensischen Autonomiegebieten aus.

Andere Kulturen kennenlernen

Die Stadt Marl hat die vier jungen Leute aus Marl vor ihrer Abreise im Rathaus empfangen, um sie auf das Projekt einzustimmen: „Euch erwartet eine einzigartige und erlebnisreiche Woche, während der ihr andere Kulturen kennenlernen und neue Freunde finden könnt.“ Die Hüls AG-Stiftung unterstützt die Teilnahme der Marler Jugendlichen am IJT 2015 und fördert die An- und Abreise der Gruppe.

Toleranz und Solidarität

Das Internationale Jugendtreffen ein einzigartiges Projekt, das viele verschiedene Sprachen, Kulturen und Länder zu einer einwöchigen Jugendbegegnung zusammenbringt. Das Jugendtreffen unterstützt den sozialen Zusammenhalt sowie das gegenseitige interkulturelle Verständnis der jungen Leute und fördert Toleranz und Solidarität unter den Jugendlichen.

„Blick über den Tellerrand wagen“

Bei dem Internationalen Jugendtreffen ist es eine besondere Gelegenheit, das Verständnis der zahlreichen Jugendlichen für andere Religionen und Traditionen weiterzuentwickeln. Es ist wichtig, den eigenen Horizont zu erweitern, internationale Kontakte zu knüpfen und aufeinander zuzugehen. Beim Jugendtreffen kann man den Blick über den Tellerrand wagen, im gemeinsamen Alltag Toleranz und Solidarität zeigen und so mit gutem Beispiel vorangehen.

„Mit der Jugend die Welt bewegen!“ Unter diesem Slogan treffen sich seit 2011 Jugendliche aus verschiedenen Städten in Europa, Asien und Afrika zum Internationalen Jugendtreffen (IJT). Dann verbringen die Jugendlichen eine interkulturelle Woche in einer der beteiligten Städte und tauschen sich in Workshops, Ateliers, bei Ausflügen und thematischen Abenden aus. Mit dabei sind in jedem Jahr vier junge Leute aus Marl sowie Jugendgruppen aus Marls Partnerstädten. Für Frieden, Freiheit und Freundschaft in der Welt.

Vor rund fünf Jahren haben die Bürgermeister der Städte Creil in Frankreich und Dakhla in Marokko das Internationale Jugendtreffen ins Leben gerufen. Zur IJT-Premiere im Juli 2011 sind 53 Jugendliche aus sechs Ländern in die marokkanische Westsahara gereist. Im Sommer 2012 haben 60 junge Leute aus neun Ländern an der „Deuxième Édition des Rencontres Internationales de la Jeunesse“ – am zweiten Internationalen Jugendtreffen – im französischen Creil teilgenommen.

20. Juli 2015

Flüchtlinge in der Marler Rundsporthalle

Das Betreuer-Team des ASB wird von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern unterstützt. (Foto: Marl)

Mitglieder aus Rat und Verwaltung haben sich in der Rundsporthalle über die Betreuung der Flüchtlinge informiert und zusätzliche Hilfen angeboten.
Dort hat die Landesregierung vorübergehend eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge eingerichtet.

In der Rundsporthalle sind zurzeit fast 100 Personen untergebracht, berichtet Lorine Hofer, Geschäftsführerin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Vest Recklinghausen, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Marion Müsgen und weiteren 55 Helfern die Flüchtlinge rund um die Uhr betreut. Sie sind vorübergehend in der Rundsporthalle untergebracht, weil die Landesaufnahmeeinrichtungen in Dortmund und Bielefeld überfüllt sind. Spätestens zum Schuljahresbeginn soll die Rundsporthalle wieder für den Schul- und Vereinspaort zur Verfügung stehen.

Zuständig für die Unterbringung und Versorgung ist die Landes- bzw. Bezirksregierung, die den ASB mit der Betreuung beauftragt hat.
Die Stadtverwaltung war von Beginn an begleitend tätig geworden. Die Stadt hatte schon vor der Ankunft der Flüchtlinge Hilfe angeboten, der städtische Flüchtlingsbeauftragte Thomas Freck und die städtische Integrationsbeauftragte Jennifer Radscheid hatten kurzfristig Dolmetscher vermittelt sowie für Kleider- und Spielzeugspenden gesorgt, die Feuerwehr hatte spontan Transporte übernommen.

Bei dem Besuch konnten weitere Kooperationen vermittelt werden. So steht Dr. Hans-Ulrich Förtsch, Sprecher der Ärztekammer für den Bezirk Recklinghausen, dem Betreuer-Team ab sofort ehrenamtlich als Ansprechpartner in medizinischen Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Initiative aus Mitarbeitern des HOT Hagenbusch , die bereits in größerem Umfang Kleidung gesammelt haben, mit Aktivitäten auf dem Gelände der Rundsporthalle oder im HOT Hagenbusch etwas Abwechslung in den Alltag der Flüchtlingskinder bringen.

„Wir haben viel Zuspruch erfahren und viele gute Helfer gefunden“, bestätigt Loraine Hofer. Kleidung wurde bereits reichlich gespendet, nach wie vor benötigt werden Schuhe, Spielzeug für Kinder sowie Koffer und Reisetaschen, mit denen die Flüchtlinge ihre persönliche Habe transportieren können, sobald ihnen eine neue Unterkunft zugewiesen worden ist. Spenden können direkt an der Rundsporthalle abgegeben werden.