Ausstellung „Kohle und Gras“ im Rathausfoyer Marl

Die Ausstellung „Kohle & Gras“ mit Werken des Künstlers Will Brands wurde von Museumsdirektor Georg Elben im Rathausfoyer Marl eröffnet. In einem Gespräch am Mikrofon schilderte der Künstler seine damalige Erfahrung mit dem Kunstwerk Kohlefeld. Für die Besucher waren die Ausführungen des Künstlers ein Dokument der Marler Kunstgeschichte. Im Rahmen der Projektreihe „Die Elemente im Revier“, die in vier Ruhrgebietsstädten von 1980 bis 1982 durchgeführt wurde, realisierte Will Brands seinerzeit das „Kohlefeld“ auf der Wiese neben dem Marler Rathaus an der Josefa-Lazuga-Str. Die Zeche Auguste Victoria in Marl lieferte damals die Kohle für das Kunstwerk. Grün hat das Kohlefeld im Laufe der Zeit überwuchert. Ein Sinnbild für das Ende des Bergbaus in Marl. Sogar ein Reporter aus Oberhausen war angereist um über die Ausstellung zu schreiben.Industrie (75)
Intention des Kohlefeldes
Will Brands formulierte die Intention des Kohlefeldes 1981 wie folgt: „Das Innere kehrt sich nach außen, das Untere kommt nach Oben“. ‚Grün‘ wird das Kohlefeld im Laufe der Zeit überwuchern.“ Dementsprechend weist heute nunmehr eine Hinweistafel auf den sanften, kaum sichtbaren grünen Hügel hin, wo sich einst die Kohle im satten, glänzenden Schwarz für ein paar Jahre den Marler Bürgern darbot. Sie ist der Erde, der sie entnommen wurde, zurückgeführt worden. Der Künstler erinnerte sich noch heute an die Grubenfahrt 1981 auf der Márler Zeche AV.
„Das Gras wachsen hören“
Jetzt, nach über 30 Jahren, reflektierte Brands über die vergangene Zeit und seine frühen Arbeiten im Revier und präsentiert die halb künstlerisch, halb dokumentarischen Ergebnisse in der Eingangshalle des Marler Rathauses. Ergänzt werden diese Arbeiten mit aktuellen Beiträgen: So fügt er seiner großformatigen Arbeit „Triptychon Kohlefeld“ Glasbilder hinzu, die unter dem Titel „Das Gras wachsen hören“ die unterschiedlichen Farbklänge zum ‚Schwingen‘ bringen. Hinzu kommen weitere frühe Arbeiten zum Thema Gras.

Lehre und Beruf verbinden Will Brands mit dem Bereich Reproduktionstechnik und Werbung. Als Künstler widmet er sich unterschiedlichen Techniken und Materialien. Vorerst insbesondere der Malerei und der Verfremdung von Bildmaterial zugetan, verlagerte er Ende der siebziger Jahre sein Arbeitsfeld ins Freie, wo er aus Stahl, Stein, Glas, Kohle oder Ziegel Objekte schuf, die wie beispielsweise das Projekt „Kohlefeld“ zeigt, Aktion und Veränderung miteinbeziehen.
Die Ausstellung ist bis zum 9. Oktober zu sehen.

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