Lebensmittelsicherheit: Jahresbericht des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ­

2129186_previewDie Europäische Kommission hat den aktuellen Jahresbericht des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) vorgestellt.
Zu den wichtigsten über das RASFF gemeldeten Fällen zählten im vergangenen Jahr Krankheitsausbrüche aufgrund von Hepatitis-A-Viren in Beerenmischungen und Erdbeeren, unerwünschte Reaktionen durch Nahrungsergänzungsmittel mit potenziell gefährlichen Zutaten, Shigatoxin produzierende E-Coli-Bakterien in Fleisch und Pestizidrückstände auf Pflanzenerzeugnissen. Die überwiegende Mehrheit (2710 oder 84,6 Prozent) der Warnungen betraf Lebensmittel, 272 (8,5 Prozent) Futtermittel und 223 (6,9 Prozent) Lebensmittelkontaktmaterialien.

In den Fällen von illegal beigemischten Pferdefleisch 2013 wurde zwar kein Lebensmittelsicherheitsrisiko festgestellt. Das RASFF-System trug jedoch maßgeblich dazu bei, dass alle Informationen im Zusammenhang mit Lebensmitteln, denen Pferdefleisch beigemischt war, rasch vom Markt genommen wurden. Die EU-Staaten konnten ein umfassenderes Bild erhalten und den Betrug bis zur Quelle zurückverfolgen.
Zu viele gesundheitsschädliche Lebensmittel landen bei uns im Handel.
Allein Geflügelfleisch war 2013 dreimal so häufig mit Salmonellen belastet wie im Vorjahr. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Die Bundesregierung muss die Ursachen dafür schnell aufklären und veröffentlichen.
Nach dem ,,Pferdefleischskandal“ hatte die Bundesregierung noch vollmundig einen Aktionsplan vorgelegt, passiert ist seither wenig. Es muss eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleischprodukte geschaffen werden, damit der Handel und Einkauf transparenter wird.
Täuschung und Betrug sollte in Zukunft ein wirkungsvoller Riegel vorgeschoben werden. Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, die Behörden über einen notwendigen Waren-Rückruf zu informieren. Die heutige Praxis, Lebensmittel still und leise zurückzuziehen, ohne dass die Verbraucher, die die betroffenen Produkte bereits gekauft haben, davon erfahren ist absolut unverantwortlich.
Über das RASFF-System können Informationen schnell zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission ausgetauscht werden, wenn in der Lebens- und Futtermittelkette ein Risiko für die menschliche Gesundheit festgestellt wird.

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