Archive for Juni, 2014

27. Juni 2014

Faltboot-Club Hamm Marl e.V. 55 über Fronleichnam 2014 auf der Lahn

Für das lange Wochenende vom 19. Bis 22. Juni (Fronleichnam) hat der Verein Faltboot-Club Hamm Marl e.V. 55 eine Tour nach Limburg an der Lahn durchgeführt. Der Standplatz war auf dem Campingplatz in Limburg . Der Campingplatz ist ein familienfreundlicher Ferien-Naherholungsplatz für jung und alt. Dort gab es einen schönen Spielplatz. Direkt und ruhig am Ufer der Lahn gelegen, sind es nur 5 Gehminuten zur historischen Altstadt von Limburg.
Die Lahn ist ein sehr gemütlicher Wanderfluss, mit einigen Wehren und Bootsrutschen und dem einzigen Schiffstunnel in Deutschland.
Im südöstlichen Rothaargebirge entspringt die Lahn, einer der beliebtesten deutschen Flüsse für Wassersport und Wasserwanderungen. Mit seinen vielen Schleusen, die zum Teil von Hand zu bedienen sind, und den leichten Stromschnellen eignet sich die Lahn sowohl für Paddelneulinge als auch für geübte Kanuexperten. Wer nicht paddeln wollte konnte dort auch auf dem Lahntalradweg Fahrrad fahren und einige sehr schöne alte Städtchen besichtigen. Eine der Vereinsdamen hatte sogar ein Elektrorad dabei und hatte bei den Radtouren natürlich ein Vorteil.
Weilburger Schiffstunnel
Den Höhepunkt der Fahrt stellte der Weilburger Schiffstunnel dar, der einzige noch befahrbare Schiffstunnel Deutschlands. Hier paddelt man durch einen fast 200 m langen Tunnel und überwindet durch die Doppelkammerschleuse (per Selbstbedienung) gut 4,5 Meter. Dort herrschte ein erheblicher Stau und unsere Vereinskameraden steckten lange Zeit im Tunnel fest. Das ist das Erlebnis für Paddler auf der Lahn. Der Weilburger Schifffahrtstunnel ist der einzige heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland. Er unterquert auf einer Länge von 195 Metern den Mühlberg, auf dem sich die Stadt Weilburg befindet, von Norden nach Süden und verkürzt so einen etwa zwei Kilometer langen Lahnbogen. Der Tunnel wurde zwischen 1844 und 1847 errichtet .
Bereits zehn Jahre nach seiner Eröffnung verlor die Lahnschifffahrt und mit ihr der Schifffahrtstunnel seine Bedeutung an die ab 1857 errichtete Lahntalbahn. Heute wird der Tunnel hauptsächlich von Kanuwanderern und anderen Wassersportlern genutzt.
Mittelalter erleben in Limburg
Als architektonisches Besonderheit reckt der Limburger Dom seine sieben Türme in den Himmel. In Limburg blieb als einer der wenigen deutschen Städte die gesamte mittelalterliche Architektur beinahe unversehrt erhalten. Besonders sehenswert ist das Haus der sieben Laster, in dessen Deckenbalken Fratzen geschnitzt sind, die die zur Beichte in den Dom pilgernden Bürger an die sieben Todsünden erinnern sollten. Die Schnitzereien sollen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an dem Haus angebracht worden sein.
Die Vereinsmitglieder besuchten den DOM. Sie besichtigten auch den Bischofssitz des ehemaligen Bischofs Tebartz-van Elst , leider nur von aussen.
Im Herbst 2013 wurde er wegen erheblich gestiegener Baukosten für das Diözesane Zentrum Sankt Nikolaus im Bistum und bundesweit kritisiert. Am 23. Oktober 2013 erklärte der Heilige Stuhl, Tebartz-van Elst könne sein Bischofsamt wegen der eingetretenen Situation derzeit nicht ausüben. Man gewähre ihm eine Zeit außerhalb des Bistums, bis die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) die Verantwortung für die Kostensteigerung geprüft habe. Am 26. März 2014 nahm Papst Franziskus ein Angebot des Bischofs vom 20. Oktober 2013 zum Amtsverzicht an.
Für das leibliche Wohl trug eine breitgefächerte Gastronomie in Limburg Sorge. Zahlreiche Fachgeschäfte sowie Kaufhäuser erfüllten Wünsche beim Einkauf der Vereinsdamen.

27. Juni 2014

Stadt Marl stellt generationsübergreifende Wohnprojekte vor

Der Seniorenbeirat der Stadt Marl lädt für den 25. Juni zu einer weiteren Informationsveranstaltung zum Thema
„ Wohnen im Alter“
ein.
Nachdem kürzlich der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf über seine Erfahrungen aus seiner Seniorenwohngemeinschaft berichtete, wird diesmal Geschäftsführer Christoph Thier die Planungen der Neuen Marler Baugesellschaft (neuma) für seniorengerechte Wohnungen vorstellen.

Außerdem gibt Roswitha Himmelmann vom Verein „Blaue Schule e.V.“ Einblicke in das gleichnamige Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Dorsten-Wulfen. Als weiteres Beispiel für generationsübergreifendes Wohnen wird das Projekt „Am Stutenteich“ in Waltrop vorgestellt, über das Jürgen Schulte-Heinrich vom Trägerverein gemeinsam mit dem Architekten berichten wird.

Zu der Veranstaltung des Seniorenbeirats am Mittwoch, dem 25. Juni 2014, um 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Zugang ist über die Freitreppe am Skulpturenmuseum Glaskasten und mit dem Aufzug im Museum möglich.
Mehr zu den Wohnprojekten „Blaue Schule“ und „Am Stutenteich“
Gemeinsames Wohnen „ Blaue Schule e. V.“
Der Werdegang
Auf dem Gelände der sogenannten „Blauen Schule“, die im Zuge des Stadtumbaus Wulfen-Barkenbergs abgerissen wurde, ist ein Gebäude entstanden, das ein Zusammenleben von Menschen aller Altersklassen ermöglicht. In den gebauten 33 Mietwohnungen verschiedener Größe wohnen Alleinlebende, Paare und Familien, die Mitglieder des Vereins „ Gemeinsames Wohnen BLAUE- SCHULE e. V.“ sind. Am 11.01.2013 war die Einweihung.
Der Verein
Der Verein wurde im Februar 2008 gegründet. In den vergangenen Jahren wurden in zahlreichen Sitzungen und Aktivitäten die Grundlagen des heutigen Konzeptes erarbeitet. Außerdem wurden in Fragebögen die Bedürfnisse und Wohnungszuschnitte der zukünftigen Mieter erfragt. Es ist das Ziel aller Beteiligten, sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen und aufeinander aufzupassen. In verschiedenen Gruppierungen werden schon gemeinsame Unternehmungen wahrgenommen.
Aktuell (Januar 2013) hat der Verein 51 Mitglieder (bei Paaren ist jeder Einzelne Mitglied). Die meisten wohnen schon seit langen Jahren in Barkenberg oder sind hier geboren und kennen sich aus verschiedenen Aktivitäten in Schule/Verein/Beruf/Kinder und fühlen sich hier wohl und zu Hause.
Die Wohnungen
Alle Wohnungen sind barrierefrei mit entsprechenden Türbreiten und Bädern/Duschen. Drei Wohnflügel mit Laubengängen treffen sich im zentralen Treppenhaus mit Aufzug. Die Wohnungen sind z.T. sozial- oder regional gefördert oder frei finanziert. Die Miete entspricht dem aktuellen Mietspiegel. Bei optimaler Wärmedämmung sorgt eine umweltfreundliche Erdwärme-Fußboden- Heizung für Wärme und Warmwasser. Zu jeder Wohnung gehört ein Kellerraum. Wahlweise steht ein Einstellplatz oder Garage (begrenzte Anzahl) zur Verfügung. Außerdem gibt es einen „Fahrrad-Käfig“. Für die Kleinen wird es einen Spielplatz und für die Großen einen festgelegten Grillplatz geben. Auf dem großen Grundstück besteht die Möglichkeit, einen „Mietergarten“ zu bewirtschaften.
Zum Haus gehören 14 Wohnungen für 1 Person, 14 Wohnungen für 2 bis zu 4 Personen und 1 Wohnung für 7 Personen. Hinzu kommen 3 Penthäuser mit großer Dachterrasse.
Professionelle Beratung
Das Architekturbüro SCHMIDTplanung hat die Konzeptphasen von Beginn (2006) an begleitet und die Planung erstellt. Als Basis dienten die von den zukünftigen Bewohnern ausgefüllten Fragebögen. Die Wohn-Bund-Beratung NRW (WBB), die seit vielen Jahren Erfahrungen mit zahlreichen ähnlichen Wohnprojekten gesammelt hat, begleitet seit August 2007 das Projekt. Durch die WBB war für eine professionelle Unterstützung bei der Gruppenfindung, der inhaltlichen Ausrichtung des Projekts, der Finanzierung und der Beantragung von Fördermitteln usw. gesorgt. In der ersten Phase erfolgte eine Förderung durch das Land NRW, dann durch die Stadt Dorsten im Rahmen des Stadtumbaus Barkenberg. Das Projekt wird von der Politik und der Verwaltung der Stadt Dorsten als Modellvorhaben zur positiven Neuausrichtung im Stadtteil Wulfen-Barkenberg begrüßt. Aus diesem Grunde hat die Stadt Dorsten die Fachplanungsbüros mit der Konzeptentwicklung beauftragt, bis der Investor das Weitere übernimmt.
Links:
http://www.blaue-schule.de
Wulfen Wiki Eintrag zum Wohnprojekt Blaue Schule
Das Projekt in der WDR Lokalzeit vom 25.08.2011
Beitrag der Lokalzeit (WDR) über den Stadtumbau Wulfen
Projektdarstellung Juni 2010 (pdf)
Mehrgenerationenwohnprojekt „Am Stutenteich“
Waltrop: Das Vorhaben ist in der Umsetzung. Zunächst wurden ein Bebauungsplan aufgestellt und mögliche Investoren angesprochen, um Interesse für das Vorhaben abzufragen. Ein geeignetes Grundstück konnte durch Ansprache der Kirchengemeinde in Aussicht gestellt werden. Darüber hinaus wurde durch eine Mitarbeiterin der Stadtplanung das Vorhaben intensiv betreut und Infoveranstaltungen initiiert. Im späteren Projektverlauf wurde eine externe Moderatorin eingeschaltet und die Beratung für die Gruppenfindung von der Stadt Waltrop finanziert. Mittlerweile hat sich ein Trägerverein gegründet, der das Projekt vorangetrieben hat.
Links:

Wohnprojekte – Portal
Wohnbund e.V. – Verband zur Förderung wohnpolitischer Initiativen
Wohnbund Beratung NRW GmbH

27. Juni 2014

Ausstellung „gestern die stadt von morgen“ in Marl eröffnet

„gestern die stadt von morgen“ ist ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum an drei Orten in der Kulturmetropole Ruhr, das einen neuen künstlerischen Blick auf die architektonischen Zukunftsvisionen der 1960er und 70er Jahre wirft. Ein prägnantes Beispiel ist das Rathaus und Stadtzentrum in Marl.
Gemeinsam mit Urbane Künste Ruhr zeigen die RuhrKunstMuseen, darunter auch das Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl, vom 22. Juni bis zum 7. September 2014 ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum: Mit „gestern die stadt von morgen“ wird ein neuer künstlerischer Blick auf die architektonischen Zukunftsvisionen der 1960er und 70er Jahre in Bochum, Mülheim an der Ruhr und Marl geworfen.
Niedergang der Montanindustrie

Die wirtschaftlich-technologische, soziale und ästhetische Aufbruchsstimmung dieser Dekaden ist bis heute in den Städten des Ruhrgebiets deutlich ablesbar. Der fast zeitgleich einsetzende Niedergang der Montanindustrie und weiterer Großproduktionsbereiche steht dazu in eklatantem Kontrast. Als exemplarische architektonische wie städtebauliche Projekte und Zeichen dieser Zeit können das neue Stadtzentrum mit Rathaus in Marl, die Ruhr-Universität Bochum (RUB) und das Forum City in Mülheim an der Ruhr gelten.
Kunsthistorische Vertiefung
Parallel zu den Arbeiten im öffentlichen Raum werden in den drei beteiligten Museen (Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Campusmuseum der Ruhr-Universität Bochum und Kunstmuseum Mülheim a. d. Ruhr) Ausstellungen realisiert, die den thematischen Ansatz des Projekts kunsthistorisch vertiefen und eine Verbindung zwischen den (Außen-)Räumen der Stadt und den (Innen-)Räumen der Institutionen herstellen. Darüber hinaus wird das Ausstellungsprojekt von weiteren Veranstaltungen und Aktionen begleitet, die sich besonders an der Einbeziehung weiterer lokaler und regionaler Institutionen, vor allem aber an den Menschen vor Ort, orientieren.
Eingeladene Künstler werden die aktuelle Wahrnehmung der Architekturen – wie z.B. das Marler Rathaus – reflektieren und die daraus erworbenen Kenntnisse in künstlerischen Arbeiten umsetzen und den schon existierenden Orten neue, temporäre Werke gegenüberstellen.
Ausstellungseröffnung in Marl
Die Ausstellung „gestern die stadt von morgen“ wird am Sonntag, 22. Juni 2014, an gleich drei Orten in Mülheim a.d. Ruhr, Bochum und Marl eröffnet. Dr. Hans Günter Golinski, Sprecher der RuhrKunstMuseen, und Georg Elben, Direktor Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, stellen das Kooperationsprojekt um 16 Uhr im Skulpturenmuseum näher vor. Hierzu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

27. Juni 2014

Rote Kappen für Schulanfänger in Marl ­

„Sehen und gesehen werden“ lautet die oberste Regel im Straßenverkehr – dies gilt insbesondere für Schulanfänger. Im Rahmen der Kampagne „Sicherheit braucht Köpfchen“ haben stellvertretend für alle Erstklässler die künftigen i-Dötze der Canisiusschule in der Kath. Kita St. Marien II rot reflektierende Kappen erhalten, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sollen.
Wenn die Sommerferien vorbei sind, beginnt für viele Kinder in Marl mit dem ersten Schultag ein neuer Lebensabschnitt, der von vielen aufregenden Eindrücken geprägt wird. Für die oft noch unerfahrenen kleinen Verkehrsteilnehmer stellt vor allem der Schulweg ein noch unbekanntes Terrain dar. Auch wenn sich die Unfallzahlen in Marl weiterhin auf einem Tiefstand befinden – in 2013 ereigneten sich nur fünf Schulwegunfälle – wurden jedoch 25 Kinder im Straßenverkehr verletzt (gegenüber 16 Kindern aus dem Jahre 2012 und 26 Kindern aus 2011).
„Sicherheit braucht Köpfchen“
Hier setzt die Stadt Marl mit der Aktion „Rote Kappen zum Schulstart“ an. Seit nunmehr sieben Jahren verteilt die Stadt unter dem Motto „Sicherheit braucht Köpfchen“ rote Baseball-Caps an Schulanfänger. „Ziel der Aktion ist es, mit mehr Sichtbarkeit der Schüler für mehr Sicherheit zu sorgen“, erklärt Carsten Debler. Der Niederlassungsleiter der DEKRA überreichte jetzt gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Marlies Mell, Udo Lutz vom städtischen Verkehrswesen, Elke Torberg (Kita-Leiterin) und Klemens Suttorp (Rektor der Canisiusschule) den künftigen i-Männchen aus der Kath. Kita St. Marien II die roten Kappen und ein Sicherheitspaket. Auch die übrigen Grundschulen erhalten in den kommenden Tagen für jeden Schulanfänger ein Sicherheitspaket mit leuchtenden Baseball-Caps.
Gemeinsam sicher zur Schule
„Dank der auffälligen Farbe und eines rundum reflektierenden Leuchtstreifens werden die Kinder auf diese Weise von den anderen Verkehrsteilnehmern deutlich besser wahrgenommen“, weiß Verkehrsplaner Udo Lutz von der Stadt Marl. Die Kappen böten für die Kinder einen doppelten Schutz. Udo Lutz: „Bei Helligkeit sorgt die rote Farbe für Signalwirkung, im Dunkeln macht der rundum reflektierende Leuchtstreifen Autofahrer schon von weitem auf die Kleinen aufmerksam“. Zusätzlich zu den Kappen empfiehlt die DEKRA allen Eltern, auch bei der Kleidung, den Schuhen und den Schulranzen ihrer Kinder auf reflektierende auffällige Elemente zu achten. „Damit sind Kinder in der Dämmerung, bei Dunkelheit oder schummrigem Herbstlicht viel besser zu erkennen“, erklärt Carsten Debler. Auch Marls stellvertretende Bürgermeisterin Marlies Mell findet, dass mit dieser Aktion eine wichtige Initiative für mehr Verkehrssicherheit seit Jahren konsequent umgesetzt wird. „Alle Verantwortlichen gehen hier mit leuchtendem Beispiel voran“, so Marlies Mell. „Gemeinsam sicher zur Schule wird bei uns in Marl weiterhin groß geschrieben“.

27. Juni 2014

Sturmschädenbeseitigung in Marl: Gewittertief Ela macht weiterhin viel Arbeit

Das Gewittertief Ela, das das Pfingstfest stürmisch beendete, hat auch in Marl deutlich mehr Schäden angerichtet, als auf den ersten und zweiten Blick sichtbar war. Erste Schadenseinschätzungen zeigen, dass über 500 Bäume mit der Kettensäge und mithilfe von zwei Hubsteigern zu bearbeitet sind. Voraussichtlich 100 Bäume werden infolge des Sturmtiefs Ela gefällt werden müssen. Die größte Gefahr geht derzeit von sogenannten Kronenbrüchen aus, den Abrissen von großen Ästen oder Kronenteilen in den Wipfeln der Bäumen, die noch am „seidenen Faden“ hängen und jederzeit herunterfallen können. Diese versteckten Gefahren müssen entfernt werden. Erst dann ist ein Baum oder Park wieder als verkehrssicher zu bezeichnen.
Viele tun viel
Seit den frühen Morgenstunden des Dienstag, 10. Juni sind alle verfügbaren Mitarbeiter des ZBH mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Es wurden Überstunden und Samstagsarbeit angeordnet, Kollegen aus dem Urlaub zurück gebeten, zusätzliche Spezialgeräte gemietet und Aufträge an Privatunternehmen erteilt. Alle verfügbaren Mitarbeiter und alle Fahrzeuge des ZBH, die dafür geeignet sind, sind im Einsatz. „Trotz dieses Großaufgebots an Mitarbeitern und Material werden wir es nicht schaffen, in absehbarer Zeit die Schäden zu beseitigen“, schätzt Michael Lauche, Allgemeiner Betriebsleiter des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl (ZBH), die Lage ein. Es gibt aber auch Positives zu melden: Der Betrieb in den Kindergärten und Schulen läuft ohne Einschränkungen, sämtliche Hauptverkehrsstraßen sind frei.
Enormes Gefahrenpotential – Sperrungen ernst nehmen
Alle Schadenmeldungen, die den ZBH in der vergangenen Woche erreichten und die von den verantwortlichen Mitarbeitern erkannt wurden, sind in einer Prioritätenliste aufgeführt. Primär geht es darum, das reibungslose Funktionieren der Infrastruktur wieder herzustellen. Nachdem alle verkehrswichtigen Straßen geräumt und die Bäume dort kontrolliert und zuerst unsichtbare Schäden erkannt und beseitigt sind, werden nach und nach alle weiteren Straßenzüge abgearbeitet. Dazu kommen weitere viel genutzte Wegebeziehungen – wie Verbindungswege und in den nächsten Tagen auch die Zechen- und die Erzbahntrasse. Beide Trassen wurden zwar per Ordnungsbehördlicher Verordnung gesperrt, die Anordnung wird aber von den Marlern konsequent ignoriert. „Das Gefahrenpotential auf beiden Wegen ist enorm, die Passanten gehen mit dem Betreten ein hohes Risiko ein“, warnt Michael Lauche noch einmal ausdrücklich und mahnt an, alle Sperrgebiete zu respektieren.
Der Friedhof in Polsum bleibt gesperrt
In den kommenden Tagen werden die Aufräumarbeiten in der Stübbenfeld- und der Ophoffstraße weiter vorangehen. Viele Straßenzüge sind bereits kontrolliert und für verkehrssicher erklärt worden. Eine Anzahl von Straßen steht auf der Prioritätenliste noch weit oben. Dazu zählen die Schacht- und die Bogenstraße, die Carl-Duisberg- und die Römerstraße wie auch die Hammer-, die Obersinsener- und die Halterner Straße. Einige Besucher des Friedhofs in Polsum müssen sich weiter in Geduld üben, der Auftrag zur Herrichtung von Teilen der Anlage ist vergeben, konnte aber wegen des enormen Arbeitsanfalls noch nicht erledigt werden.
Asthaufen liegen lassen
Die Mitarbeiter des ZBH und der beauftragten Unternehmen beseitigen zuerst die akuten Gefahren: Es werden Straßen geräumt, hängende Äste aus den Bäumen entfernt, grob zersägt und so gelagert, dass sie keine Unfallgefahr bilden. Dieses Material wird zu einem späteren Zeitpunkt gehäckselt und die Lagerplätze wieder hergerichtet. Der ZBH bittet darum, die Gehölze so liegen zu lassen und die Haufen nicht auseinander zu ziehen.
Sicherheit geht vor Pflegemaßnahmen
„Dadurch, dass die Mitarbeiter des ZBH an die Aufräumarbeiten gebunden sind, können zurzeit so gut wie keine Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Das warme Wetter und die Feuchtigkeit bilden die besten Wachstumsbedingungen für alle Pflanzen – auch der Gräser und Wildkräuter. „Wir haben großes Verständnis für den Wunsch der Marler Bürger nach einem ordentlichen Stadtbild, müssen jedoch der Sicherheit in den kommenden Wochen den Vorrang einräumen“, sagt Michael Lauche.

27. Juni 2014

So klappt es mit der Sperrmüllabfuhr in Marl

Er passt nicht in die Tonne, weil er dafür zu sperrig ist: Aus diesem Grund heißt der Sperrmüll Sperrmüll. Der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) ist für die Entsorgung von sperrigen Abfällen aus den Haushalten zuständig und macht es seinen Bürgern einfach, sich von Möbeln und anderem XXL-Hausrat elegant zu trennen. Dennoch gibt es einige – wenige – Dinge, um deren Beachtung die Müllwerker bei Entsorgung bitten.
Sperrmüll an den Straßenrand stellen

Am Tag der Sperrmüllabfuhr sollen die Gegenstände um 7 Uhr abholbereit an den Straßenrand gestellt sein. Die Ortsangabe ist wörtlich zu nehmen, denn die Müllwerker fahren mit einem 10,5 Meter langen Fahrzeug vor, das eine besondere Schüttung hat und für die Aufnahme von großen Teilen geeignet ist. Um den Sperrmüll schnell und reibungslos laden zu können, sollten die Wege kurz sein. Sperrmüllhaufen „hinter dem Haus“ werden von den Müllwerkern nicht geladen. An Straßen mit Parkbuchten kann der Sperrmüll auch auf den Parkflächen deponiert werden. Ein absolutes No-Go ist das Zuparken der Sperrmüllhaufen: Die Müllwerker müssten mit dem Sperrgut die Fahrzeuge umrunden, wobei die Gefahr besteht, dass diese beschädigt werden.
Geordnete Haufen
Der Sperrmüll soll so geordnet am Straßenrand stehen, dass er von den Müllwerkern gefahrlos geladen werden kann. Die Teile dürfen nicht verkantet sein oder die Müllwerker beim Laden verletzen. Der Sperrmüll soll nicht zerkleinert werden, auch große Möbelteile können besser im Ganzen geladen werden.
Separate Abfuhr von Elektrogeräten
Oft wird neben der Sperrmüllabfuhr auch das Abholen von großen Elektrogeräten beantragt. Die Elektrogeräte werden von einem besonderen Fahrzeug am Tag der Sperrmüllabfuhr eingesammelt. Daher müssen E-Geräte und Sperrgut getrennt abgestellt werden, auf keinen Fall dürfen die Elektrogeräte unter dem Sperrmüllhaufen versteckt werden. Da Sperrmüll und Elektrogeräte separat abgeholt werden, ist es in Ordnung, wenn der Sperrmüllhaufen entsorgt ist, der E-Herd aber noch nicht.
Viele Wege führen zur Sperrmüllabfuhr
Die Sperrmüllabfuhr muss in Marl in jedem Fall schriftlich beantragt werden. Dies geschieht formlos per Fax (99 55 99), per Brief, E-Post (infozbh@marl.de) oder per Sperrmüllkarte (Ausgabestellen siehe Seite 16 im Wertstoffkalender 2014.
Am bequemsten ist es, die Abfuhr über das Formular auf Internetpräsentation des ZBH zu beantragen: http://www.marl.de/zbh aufrufen, den ersten grünen Knopf auf der Startseite anklicken, das Formular online ausfüllen und abschicken. Der Termin kommt per E-Post.
Infobroschüre zum Thema
Zum Thema Sperrmüll hat der ZBH das Umweltinfo 18 herausgegeben, das Tipps und Hinweise rund um die Sperrmüllabfuhr enthält. Die Information liegt an vielen Stellen im Stadtgebiet aus und kann auch unter http://www.marl.de/zbh/service eingesehen und heruntergeladen werden.

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16. Juni 2014

Fraktionsbildung im Marler Stadtrat?

cropped-pict0020.jpgFDP und die buergerunion (bum) wollen im Stadtrat Marl eine Fraktion bilden. Da FDP und bum nur mit einem Sitz im neuen Rat vertreten sind, verlieren beide ihren bisherigen Fraktionsstatus, der aus zwei Sitze bestehen muss. Eine Fraktion hat das Recht auf Sitz und Stimme in den Ausschüssen und die Bestellung von sachkundigen Bürgern. Fraktionen haben Anspruch auf ein Büro im Rathaus und bekommen Geld für die Geschäftsführung. Die Verwaltung muss prüfen ob die Voraussetzung für eine gemeinsame Fraktion gegeben ist. Dazu gibt es strenge rechtliche Auflagen.
Anforderungen an die Bildung einer Ratsfraktion
Gemäß § 56 Abs. 1 Satz 1 GO NRW sind Fraktionen freiwillige Vereinigungen von Ratsmitgliedern oder von Mitgliedern einer Bezirksvertretung, die sich auf der Grundlage grundsätzlicher politischer Übereinstimmung zu möglichst gleichgerichtetem Wirken zusammengeschlossen haben. Im Rat einer kreisangehörigen Gemeinde muss eine Fraktion aus mindestens zwei Mitgliedern bestehen, § 56 Abs. 1 S. 2 GO NRW. Die Fraktionen wirken gemäß § 56 Abs. 2 S. 1 GO bei der Willensbildung und Entscheidungsfindung in der Vertretung mit. Aufgabe der Fraktionen ist es, abweichende Meinungen der in ihnen zusammengeschlossenen Ratsmitglieder zu einem mehrheitlich für richtig gehaltenen Standpunkt zusammenzuführen, um so durch Vorwegbildung klarer Mehrheiten die Zusammenarbeit des Rates zu erleichtern und dadurch eine zügige Bewältigung seiner Aufgaben zu ermöglichen.
Diese Bündelungs-, Koordinierungs- und Organisationsfunktion kann ein Zusammenschluss von Ratsmitgliedern nur wahrnehmen, wenn seine Mitglieder in wesentlicher Hinsicht übereinstimmende politische Überzeugungen besitzen. Eine Fraktion im Sinne des § 56 GO NRW kann daher nicht angenommen werden, wenn sich Ratsmitglieder ohne eine grundsätzliche politische Übereinstimmung allein deshalb als „technische Fraktion“ zusammenschließen, um sich z.B. bei der Zusammensetzung von Ausschüssen Vorteile zu verschaffen oder um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen.
Eine grundsätzliche politische Übereinstimmung ergibt sich nach der Rechtsprechung ohne weiteres bei einem Zusammenschluss, der aus Personen besteht, die für ein und dieselbe Partei oder Wählergruppe bei der Wahl angetreten sind. Denn aus dem Parteizusammenschluss bzw. dem mitgliedschaftlich organisierten Zusammenschluss der Wahlberechtigten zum Zwecke gemeinsamer Wahlvorschläge ergibt sich ohne Weiteres, dass der Zusammenschluss zum Zwecke möglichst gleich gerichteten Wirkens auf der Grundlage grundsätzlicher politischer Übereinstimmung erfolgt.
Ob ein gemeinsamer Zweck verfolgt werden soll, bemisst sich im Übrigen nach den Vereinbarungen im Rahmen des Zusammenschlusses und ihrer tatsächlichen Anwendung sowie den Bekundungen der Mitglieder des Zusammenschlusses, soweit sich diese Erklärungen als glaubhaft erweisen. Insbesondere reicht allein eine Übereinkunft (auf dem Papier) nicht aus, wenn aufgrund der Gesamtumstände Zweifel an dem nachhaltigen politischen Zusammenschluss bleiben. Dient der Zusammenschluss offenbar vornehmlich dem fraktionsfremden Ziel der Ratsmitglieder, ihre Rechtstellung als fraktionslose Ratsmitglieder im Stadtrat zu verbessern und eine den einzelnen Mitgliedern nicht zustehende Vergrößerung der Finanzzuwendungen und Mitwirkungsrechte herbeizuführen, ist der Fraktionsstatus nicht anzuerkennen.
OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN – Aktenzeichen: 15 B 279/13
Beschluss vom 19.06.2013

Leitsatz: 1. Das Bestehen einer Fraktion muss, um die mit dem Fraktionsstatus verbundenen Rechte in Anspruch nehmen zu können, positiv feststehen. Hierfür tragen diejenigen, die sich auf das Bestehen einer Fraktion berufen, die materielle Beweislast.

2. Wie sich aus dem gesetzlichen Erfordernis, dass sich die Ratsmitglieder zusammengeschlossen „haben“ müssen, ergibt, entsteht die Fraktionseigenschaft nicht schon mit der bloßen – wenn auch bereits rechtlich verfestigten Absicht, eine Fraktion zu bilden. Vielmehr muss der Zusammenschluss bereits verwirklicht sein. Weiter ergibt sich aus der finalen Präposition „zu“ möglichst gleichgerichtetem Wirken, dass die Fraktionseigenschaft nicht davon abhängt, dass ein so gleichgerichtetes Wirken auf der Grundlage grundsätzlicher politischer Übereinstimmung bereits vorliegt. Allerdings folgt daraus, dass dieser Zweck dem Zusammenschluss zugrunde liegen muss, was u. U. – etwa bei schon längerem Bestehen der vermeintlichen Fraktion – nur dann als glaubhaft angesehen werden kann, wenn sich der Zweck des Zusammenschlusses nicht nur aus einer politischen Absichtserklärung ergibt, sondern er darüber hinaus auch sichtbaren – praktischen – Ausdruck gefunden hat.

16. Juni 2014

Fortbestand der Römer-Lippe-Route in Marl gesichert ­

PICT0059 (5)Radfahrer in Marl können sich freuen: Der Fortbestand der Römer-Lippe-Route ist für weitere drei Jahre gesichert. Die Stadt hat jetzt eine Folgevereinbarung zum Kooperationsvertrags mit der Ruhr Tourismus GmbH unterschrieben und damit die weitere Beteiligung der Stadt Marl bestätigt.
Vom Landschaftskunstwerk „Wasserstände“ aus

Erst im vergangenen Frühjahr ist die Hauptroute des neuen Radfernweges mit elf zusätzlichen Wegeschleifen eröffnet worden. In Marl können Radfahrer vom Landschaftskunstwerk „Wasserstände“ im Stadtteil Sickingmühle aus ihre Tour starten. „Dort stehen Beschilderungen mit Kilometerangaben“, erklärt Katharina Niehaus vom städtischen Marketing. „So lässt es sich beispielsweise prima bis nach Dorsten oder Haltern am See radeln
Die Beteiligung der Stadt ist Voraussetzung
Die Stadt ist fest von dem Projekt überzeugt. Der Römer-Lippe-Radweg ist eine große Bereicherung für das Freizeitangebot in unserer Stadt. Die Beteiligung der Stadt ist die Voraussetzung dafür, dass Gastronomie- und Freizeitbetriebe in Marl von der Vermarktung der Route profitieren können.
Alle 39 Kooperationspartner tragen die Finanzierung gemeinsam
Das Land NRW und die EU fördern die Römer-Lippe-Route noch bis Ende 2014. Die Finanzierung des Fortbestandes und der touristische Vermarktung des 449 Kilometer langen Flussradweges von Xanten bis Detmold tragen für drei weitere Jahre nun alle 39 Kooperationspartner gemeinsam.
Die Römer-Lippe-Route:
Mehr als 400 Routenkilometer zwischen Detmold und Xanten
Die Lippe, der längste Fluss Nordrhein-Westfalens, hat nun einen eigenen flussbegleitenden Radfernweg: Die Römer-Lippe-Route! Auf mehr als 400 Kilometern können Fahrradbegeisterte nun Römerkultur und Wassererlebnis zwischen Detmold und Xanten bequem vom Sattel aus erleben. Hier finden Sie alles, was Sie rund um den Newcomer unter den Radwegen wissen müssen: Strecken- und Anreiseinformationen, Gastgeber, spannende Sehenswürdigkeiten entlang der Route, Broschüren, Pauschalangebote, aktuelle Neuigkeiten und vieles mehr.

16. Juni 2014

Stadt Marl: Endergebnis der Bürgermeisterstichwahl 2014 ­

PICT0011Vorläufiges Endergebnis bei allen ausgezählten 69 Stimmbezirken.
Arndt (SPD) bekam 64,4% der abgegebenen Stimmen.
Göddenhenrich(CDU) bekam 35,6% der abgegebenen Stimmen. In absoluten Zahlen unterschied sich das Ergebnis nicht wesentlich von der ersten Wahl am 25. Mai. Beide Kandidaten bekamen weniger Stimmen.
In der Stichwahl setzte sich Arndt gegen seinen Mitbewerber Uwe Göddenhenrich (CDU) durch. Arndt wurde damit für sechs Jahre zum Repräsentanten der Stadt Marl und Vorsitzenden des Stadtrates sowie zum Chef der Stadtverwaltung gewählt.
Anteil der Wahlberechtigte in der Stadt Marl 69.275
Davon haben 21.314 Wähler/innen gewählt, das sind nur 30,8%. Die Wahlbeteiligung lag damit 12,7 Prozent unter der Beteiligung bei den Kommunal- und Europawahlen im Mai. Der wiedergewählte Bürgermeister Werner Arndt wurde nur von ca 20 % der Bürger gewählt. Von knapp 70.000 Wahlberechtigten konnte er nur ca 14.000 für sich gewinnen. Die Wahlbeteiligung ging erneut zurück. Sehen so Sieger aus?
Gültige Stimmen 20.936.
Der Wahlausschuss hatte beschlossen, den Bürgern eine weitere Wahlbenachrichtigung zur Stichwahl zu schicken. Die Portokosten betrugen ca. 30 000 Euro. Hinzu kamen Personalkosten. Die Wahl hat gezeigt dass sich die 30.000 Euro die der Wahlausschuss bewilligt hat, um dadurch mehr Bürger am Sonntag an die Wahlurnen locken zu können, sinnlos waren. Die Rechnung ging nicht auf. Das hat die niedrige Wahlbeteiligung gezeigt.
http://wahlen.marl.de/app/bw2014st.html
Das endgültige amtliche Endergebnis stellt der Wahlausschuss des Stadtrates fest.
6. Sitzung des Wahlausschusses (öffentlich)
Termin: 18.06.2014, 17:00 Uhr
Raum: Ratsstube , 45768 Marl
Gremien: Wahlausschuss
Tagesordnung
TOP-Status: öffentlich 1
Verpflichtung der Beisitzerinnen und Beisitzer auf unparteiische Wahrnehmung ihres Amtes , soweit sie noch an keiner Sitzung teilgenommen haben.
TOP-Status: öffentlich 2
Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung
TOP-Status: öffentlich 3
Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner
TOP-Status: öffentlich 4
Feststellung des Wahlergebnisses der Stichwahl zum Bürgermeister der Stadt Marl
TOP-Status: öffentlich 5
Anfragen und Mitteilungen
Cay Süberkrüb wurde Landrat
In Marl und den anderen kreisangehörigen Städten waren die Wählerinnen und Wähler auch zur Stichwahl für das Amt des Landrates aufgerufen. In der Stichwahl setzte sich Amtsinhaber Cay Süberkrüb (SPD) mit 54,4 Prozent der Stimmen gegenüber seinem Konkurenten Benno Portmann (CDU) durch, der 45,6 Prozent der Wählerstimmen auf sich verbuchen konnte. In Marl votierten 62,85 Prozent der Wählerinen und Wähler für den alten und neuen Landrat, sein Mitbewerber erhielt in Marl 37,15

16. Juni 2014

Lebensmittelsicherheit: Jahresbericht des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ­

2129186_previewDie Europäische Kommission hat den aktuellen Jahresbericht des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) vorgestellt.
Zu den wichtigsten über das RASFF gemeldeten Fällen zählten im vergangenen Jahr Krankheitsausbrüche aufgrund von Hepatitis-A-Viren in Beerenmischungen und Erdbeeren, unerwünschte Reaktionen durch Nahrungsergänzungsmittel mit potenziell gefährlichen Zutaten, Shigatoxin produzierende E-Coli-Bakterien in Fleisch und Pestizidrückstände auf Pflanzenerzeugnissen. Die überwiegende Mehrheit (2710 oder 84,6 Prozent) der Warnungen betraf Lebensmittel, 272 (8,5 Prozent) Futtermittel und 223 (6,9 Prozent) Lebensmittelkontaktmaterialien.

In den Fällen von illegal beigemischten Pferdefleisch 2013 wurde zwar kein Lebensmittelsicherheitsrisiko festgestellt. Das RASFF-System trug jedoch maßgeblich dazu bei, dass alle Informationen im Zusammenhang mit Lebensmitteln, denen Pferdefleisch beigemischt war, rasch vom Markt genommen wurden. Die EU-Staaten konnten ein umfassenderes Bild erhalten und den Betrug bis zur Quelle zurückverfolgen.
Zu viele gesundheitsschädliche Lebensmittel landen bei uns im Handel.
Allein Geflügelfleisch war 2013 dreimal so häufig mit Salmonellen belastet wie im Vorjahr. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Die Bundesregierung muss die Ursachen dafür schnell aufklären und veröffentlichen.
Nach dem ,,Pferdefleischskandal“ hatte die Bundesregierung noch vollmundig einen Aktionsplan vorgelegt, passiert ist seither wenig. Es muss eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleischprodukte geschaffen werden, damit der Handel und Einkauf transparenter wird.
Täuschung und Betrug sollte in Zukunft ein wirkungsvoller Riegel vorgeschoben werden. Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, die Behörden über einen notwendigen Waren-Rückruf zu informieren. Die heutige Praxis, Lebensmittel still und leise zurückzuziehen, ohne dass die Verbraucher, die die betroffenen Produkte bereits gekauft haben, davon erfahren ist absolut unverantwortlich.
Über das RASFF-System können Informationen schnell zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission ausgetauscht werden, wenn in der Lebens- und Futtermittelkette ein Risiko für die menschliche Gesundheit festgestellt wird.