So ist die die Altkleidersammlung in Marl geregelt

PICT0201 (3)Bis zu geschätzten 750.000 Tonnen jährlich rangieren Deutsche Kleidung und Schuhe aus. Nach Feststellung des Oberverwaltungsgerichtes NRW bringt ein Container rund €uro 5.000 Gewinn. Diese Secondhandware wird in erster Linie nach Osteuropa und Afrika gebracht. Fünfzig Prozent hoch ist der nicht brauchbare Rest. Daraus werden Putzlappen und Dämmstoffe – ebenfalls begehrt – produziert.
Laut Hauptgeschäftsführer Reck vom Verband kommunaler Unternehmen (KVU) haben viele Gemeinden festgestellt, dass hier ein lukrativer Bereich entstand.
Gewerbliche Sammler machen mit verschiedenen Systemen Druck auf den Markt. Hilfsorganisationen wie Fairwertung, einem Verband kirchlicher und gemeinnütziger Sammler, fürchten die Methoden der Konkurrenz, der Profis.
Das veranlasste die Bürgerliste WIR für Marl bei der Stadt nachzufragen. Hier sind die Antworten.
Welche Organisationen betreiben seit wann Altkleidersammlung im Stadtgebiet?
Die Altkleidersammlung in Marl ist durch einstimmigen Ratsbeschluss geregelt bzw. nochmals bekräftigt worden. Danach soll das in der Stadt Marl vorgehaltene Sammelsystem für Altbekleidung am Wertstoffhof und die von den karitativen Einrichtungen (Wohlfahrtsverbände) durchgeführte ergänzende ortsnahe Sammlung beibehalten werden. Für den Fall, dass die durch die karitativen Einrichtungen durchgeführte Sammlung nicht mehr oder nicht mehr in ausreichendem Maße durchgeführt werden sollte, wird die Stadt im Rahmen ihrer Zuständigkeit umgehend das eigene System ausbauen und die Verwertung in Abstimmung mit dem Kreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger regeln. Auf dem Wertstoffhof hält der ZBH eine Annahmestelle für Altkleidung von anliefernden Bürgerinnenund Bürgern vor. Daneben erfolgt die Sammlung der karitativen Einrichtungen im Stadtgebiet, die letztlich durch die städtische Tochter Werkstatt Brassert umgesetzt wird. Die gesammelte Kleidung wird zu einem großen Anteil im Kaufhaus der Werkstatt Brassert gegen
einen geringen Obolus wieder verkauft. Der für den Verkauf nicht mehr geeignete Rest wird in die Verwertung gegeben.
Diese Sammelorganisation, nach der die Sammlung von Bekleidung den karitativen Verbänden überlassen werden soll, besteht seit ca. Mitte der neunziger Jahre, und hat sich insoweit bewährt. Durch die gemeinnützige Sammlung sollen die karitativen Einrichtungen gefördert werden.
Die Beteiligten sind insofern bewusst diesen Weg gegangen und der ZBH hat vor diesem Hintergrund bislang auf den Ausbau des eigenen Systems verzichtet. Über die Sammlung wird durch die Beteiligten (Werkstatt Brassert, ZBH) regelmäßig in Ausschüssen berichtet.
Wie und in welchem Umfang werden feste Standorte bestückt?
Die von den gemeinnützigen Einrichtungen aufgestellten Container sind überwiegend an sog. Depotcontainerstandplätzen aufgestellt. Dies wird möglich, nachdem durch die Einführung der haushaltsnahen Altpapiertonne Altpapiercontainer eingezogen werden konnten und entsprechende Flächen frei geworden sind. Für die Aufstellung liegen entsprechende Genehmigungen
vor. Im Stadtgebiet befinden sich ca. 70 Container.
Daneben nimmt die Werkstatt Brassert auch an ihrer Betriebsstätte an der Lassallestraße Bekleidung an. Am Wertstoffhof verfügt der ZBH derzeit über 3 Container zur Aufnahme von alter Bekleidung.
In welchen Rhythmen werden die Container geleert?
Die im Stadtgebiet befindlichen Container werden im Wesentlichen einmal wöchentlich bzw.nach Bedarf geleert.
Dies gilt gleichfalls für die auf dem Wertstoffhof befindlichen Behälter.

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