Kritik an Marler SPD nicht erlaubt?

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Nach einem  freundlichen  Artikel  der Marler Zeitung über den Wahlkampf-Parteitag  der Marler SPD, gab die Bürgerliste WIR für Marl eine  kritische  Stellungnahme  zu den veröffentlichten  Inhalten  der Genossen ab.

http://www.marler-zeitung.de/lokales/marl/Programmparteitag-SPD-will-nach-einem-Leitbild-suchen;art996,1055371

Die Stellungnahme im Wortlaut:

BÜRGERLISTE   WIR    FÜR MARL

Ratsfraktion 45768 Marl Hervester Straße 88  •  Telefon 64020  03.07.2013

Stellungnahme zu:  SPD sucht Leitbild

Marl ist pleite. Diese Feststellung der Lokalchefin der Marler Zeitung (Kommentar Frau Figge 15.09.12) ist richtig. Seit Jahren richtig.

Das LEID-Bild namens Marl gibt es also schon. Die Stadt und ihre Bürger leiden. An jeder Ecke sieht man die Bilanz der 50 jährigen  Herrschaft der SPD. Viele Jahre war Marl bei den Steuereinnahmen unter den ersten zehn Städten in der BRD. Trotzdem diese Pleite.

Die im letzten Wahlkampf präsentierten, hochrangigen Berater des zukünftigen Bürgermeisters füllten ihre Versprechen nur mit Ankündigungen, nicht mit Arbeit und Erfolg.

Jetzt wahlkämpft die SPD wieder wortreich, erfindet das Leitbild. Ein Schmetterling, eine Gebrauchsanleitung ohne konkrete Wege und erkennbare Ziele. Die einzige klare Absicht: Fördergelder.

Die SPD weiß nicht mit welchen konkurrenzlosen Pfunden Marl Investoren überzeugen kann. Der wichtigste Ausschuss und Vorsitzender Vogel lehnten den Antrag ab, als Voraussetzung für das Ziel „Zukunft“ festzustellen, welche Basis das Wirtschaftsleben der Stadt als Standortvorteil bietet.

Noch immer lebt das alte Leitbild der SPD:

„Die meisten Probleme lösen sich von selber, man sollte sie nur nicht dabei stören.“

Die Ablehnung der Veröffentlichung dieser Stellungnahme in der Marler Zeitung begründete der verantwortliche Redakteur mit den folgenden Worten:

Ihre Ausführungen zum Thema „SPD sucht Leitbild“ haben wir hier in der MZ-Redaktion mit Interesse gelesen und intensiv diskutiert. Im Ergebnis muss ich Ihnen mitteilen, dass wir diesen Text nicht in unserer Ausgabe veröffentlichen können.

Selbstverständlich freut es uns, wenn Leser sich in Zuschriften zu Ereignissen äußern, über die wir berichtet haben. Mehr als das: Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Austausch gerade auch kontroverser Meinungen in unserer Zeitung zu fördern.

Dabei müssen wir Ihnen und uns selbst aber Einschränkungen auferlegen – in Wahlkampfzeiten insbesondere die Einschränkung, Texte redaktionell nicht zu akzeptieren, in denen es ausschließlich darum geht, plakativ Wahlkampf-Botschaften zu verbreiten. Als solchen Text haben wir Ihre Zuschrift einvernehmlich bewertet. Gerade wenige Monate vor einer Wahl müssen wir redaktionell sehr genau darauf achten, allen Parteien, nicht nur der Ihren, redaktionell keinen Raum zu geben, den Wahlkampf in unserem Lokalteil auszutragen.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Klose

Redakteur

Diplom-Ökonom

 Ich habe kein Verständnis für jede Art von Zensur in einer Demokratie. Kritik und Meinungsfreiheit gehören zur Demokratie.

 

Olym 055

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