Archive for Juli, 2013

31. Juli 2013

Marl: Einbruch Uranusweg

 

Am Dienstag (30.07.), zwischen 12.45 Uhr und 15.20 Uhr, brachen Unbekannte eine Tür auf und verschafften sich so Zugang in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses auf dem Uranusweg. Was entwendet wurde steht noch nicht fest. In diesem Zusammenhang wurden drei Frauen im Alter von 18 bis 20 Jahren, lange schwarze Haare mit Handtaschen beobachtet.

 

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31. Juli 2013

Marl: Unbekannter Mann bedrohte die Mitarbeiterin eines Imbissstandes mit einer Schusswaffe

Am  (31.07.), gegen 00:20 Uhr, bedrohte ein maskierter Mann die 42-jährige Mitarbeiterin eines Imbissstandes auf der Brasertstraße mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Mit der Beute flüchtete der Täter über die Brassertstraße in unbekannte Richtung. Beschreibung: 19 Jahre alt, 170 cm groß, schlank, braune Augen, bekleidet mit einem schwarzen Kapuzenshirt und schwarzen Wollhandschuhen, hatte ein schwarzes Tuch vor dem Gesicht.

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31. Juli 2013

BUND veröffentlicht Jahresbericht 2012: Zahl der Mitglieder erreicht Höchststand. Verband mischt mit Kandidaten-Check im Bundestagswahlkampf mit

 

 

Über 496000 Mitglieder und Förderer unterstützten Ende 2012 den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das waren knapp sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch bei den Einnahmen legte der Verband erneut zu. Drei Viertel des Gesamtbudgets von fast 18 Mio. Euro stammen aus Mitgliedsbeiträgen bzw. Spenden und Erbschaften. Seit Jahren konstant ist hingegen der Anteil der Verwaltungskosten an den Ausgaben, sie betragen etwas mehr als sechs Prozent. Für den Schutz von Natur und Umwelt leisteten ehrenamtliche BUND-Mitglieder 2012 rund drei Millionen Arbeitsstunden.

 

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger ermöglicht es uns, national und international erfolgreiche Kampagnen für mehr Natur- und Umweltschutz durchzuführen. So wächst die Zahl gentechnikfreier Regionen und Kommunen. Die Elbe konnte – jedenfalls vorläufig – vor gravierenden Vertiefungen am Unterlauf geschützt werden. Und unser Engagement zum Schutz der Moore hat dazu geführt, dass inzwischen fast jeder Hersteller torffreie Gartenerde im Angebot hat.“

 

Zum ersten Mal hat der Umweltverband 2012 ein Programm zur Reform der Wissenschaftspolitik ausgearbeitet. Weiger: „Wir befürworten eine Forschung, die sich den großen Herausforderungen unserer Zeit stellt. Dazu gehören der Schutz knapper Ressourcen und ihre gerechte Verteilung. Erforderlich ist auch eine Neudefinition von Wachstum in begrenzten Naturräumen. Intensiver als bisher erforscht werden müssen außerdem Wege weg von atomaren und fossilen Energiequellen. Für diese Aufgaben benötigt die Zukunftsforschung in Deutschland etwa eine Milliarde Euro pro Jahr.“

 

Anlässlich der Bundestagswahl veröffentlichte der BUND zehn Kernforderungen zu Umwelt-, Natur- und Energiethemen. Außerdem wurden rund 1400 DirektkandidatInnen der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien in einem „Kandidaten-Check“ zu den Themen Energiewende, Massentierhaltung und Ausbau der Bürgerbeteiligung befragt. 1007 Kandidatinnen und Kandidaten – knapp 70 Prozent – antworteten bisher, darunter Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin, Philipp Rösler und Katja Kipping.

 

Norbert Franck, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BUND: „Würden die Kandidatinnen und Kandidaten gewählt, die am BUND-Check teilgenommen haben, könnte man aus Umweltsicht optimistisch in die kommende Legislaturperiode schauen. Eine deutliche Mehrheit der Kandidaten plädiert für eine Beschleunigung der Energiewende, für mehr Bürgerbeteiligung und gegen die industrielle Massentierhaltung.“

 

In allen Parteien gebe es außerdem Kandidaten, die von der offiziellen Linie ihrer Partei abwichen. So hätten sich mehrere SPD-Kandidaten für den Ausstieg aus der Kohlekraft und mehrere Kandidaten von Union und FDP gegen die industrielle Massentierhaltung ausgesprochen.

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30. Juli 2013

700000 Tonnen Sondermüll in den stillgelegten Schächten von vier Ruhrgebiets-Zechen?

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Über 700.000 Tonnen Sondermüll aus hochtoxischen Filterstäuben aus Hausmüllverbrennungs- und Industrieanlagen lagern nach Angaben von Harald Friedrich seit den 90er Jahren in den stillgelegten Schächten von vier Ruhrgebiets-Zechen. Das ist mehr als die hundertfache Menge des in Deutschland gelagerten “Atommülls”, der seit Jahrzehnten die Medien beschäftigt und gegen den zigtausende Menschen bei Antiatom-Demonstrationen protestierten.

Harald Friedrich ist ein Biochemiker und Abfallexperte. Er war zwischen 1996 und 2006 im NRW-Umweltministerium als Abteilungsleiter für Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Wasserwirtschaft tätig und hat die Gefahrenpotenziale dieser Altlasten im Ruhrgebiet untersucht. Der Titel seines bisher noch nicht veröffentlichten Gutachtens lautet: “Die Risiken und langfristigen Umweltauswirkungen des untertägigen Versatzes von gefährlichen hochtoxischen Sonderabfällen in den Bergwerken der Steinkohle NRW” erstellt. Auftraggeber Friedrichs ist der vom Bergbau geschädigte Landwirt Schulze-Bergcamen im westfälischen Bergkamen. Die Welt hat ein Interview (28.07.2013) mit Friedrich geführt.

Während es sich bei den Nuklearabfällen überwiegend um hochwertige Rohstoffe handelt, die beispielsweise in Finnland so eingelagert werden, dass sie wieder zurück geholt und später weiter verarbeitet werden können, gilt dies bei den hochgiftigen Filterstäuben aus Hausmüllverbrennungs- und Industrieanlagen nicht.

Filterstäube aus Hausmüllverbrennungs- und Industrieanlagen

Die Filterstäube aus Hausmüllverbrennungs- und Industrieanlagen sind “das Giftigste vom Giftigen, was als Sonderabfall in einem mitteleuropäischen Land anfällt”, sagt der Gutachter Friedrich. Im Sondermüll sind Stoffe wie zum Beispiel die giftigen Schwermetalle Cadmium und Blei enthalten, außerdem die Krebs erzeugenden polyaromatischen Kohlenwasserstoffe und die bei der Verbrennung entstehenden Giftstoffe wie Dioxine und Furane.

Der Giftmüll sei bereits in den 90er-Jahren in die Zechenschächte verbracht worden. Es handelt sich um Schachtanlagen in den Regionen Gelsenkirchen, Bergkamen und am Niederrhein. Die RAG Aktiengesellschaft (ehemals Ruhrkohle AG) und die Bergaufsicht versichern, berichtet Die Welt, der Giftmüll sei durch Dämme abgeschlossen und könne somit gar nicht an die Oberfläche austreten. Dies halten Fachleute für mehr als fraglich.PICT0017 (4)

Giftige Aussichten für das Ruhrgebiet

Die RAG hat auch nach 2018 ein Grundwassermanagement (Poldermaßnahmen) vorgesehen, denn “ohne dauerhaftes Pumpen von Grundwasser insbesondere durch die Wasserverbände würde es zu einer Ansammlung von Wasser in den durch den Bergbau entstandenen Senken kommen (Ruhrgebiet als „Seenplatte“).”

Wenn jedoch 2018 die Pumpen abgestellt werden sollten, um jährlich 200 Millionen Euro an “Ewigkeitskosten” einzusparen, würde innerhalb von 56 Jahren das Ruhrgebiet, das sich im Verlauf der letzten hundert Jahre um bis zu zwanzig Meter abgesenkt hat, mit einer Wassermenge gefüllt, die dem Volumen des Bodensees entspricht. Alle ausgebeuteten Steinkohlebergwerke zwischen Kamp-Lintfort am Niederrhein und Dortmund/Hamm würden absaufen, sagt Friedrich. “Diese Bergwerke stehen untereinander in physikalischer Verbindung, das heißt, eine große geologisch und wasserwirtschaftlich zusammenhängende Landmasse wird unter Tage wie eine riesige Anordnung von kommunizierenden Röhren miteinander in Verbindung stehen und über unterirdische Strömungen den wässrigen Inhalt der ausgebeuteten Bergwerke untereinander austauschen.”

Die RAG weist auf die Gefahr eines unkontrollierten Anstiegs des Grubenwassers hin. Er könnte u.a. dazu führen, dass Methangas beschleunigt an die Tagesoberfläche gedrückt wird, die Gefahr von Tagesbrüchen steigt (plötzliches Einbrechen der Erdoberfläche in Hohlräume), oder salziges oder eisenhaltiges Wasser oder auch Stoffe, die beim Durchfließen des Wassers durch alte Abbaubereiche ausgeschwemmt werden, das Trinkwasser verunreinigen. Aber die RAG erwähnt nicht die möglichen Folgen durch den Sondermüll.

Friedrich wirft der RAG mangelnde Offenheit mit dem Problem vor.

“Es ist vor Ort unter Tage an keinen Punkt der Beweis angetreten worden, dass das angerührte Sonderabfallgemisch vor Ort wirklich ausgehärtet ist. Die Möglichkeit, dass der Sonderabfall nach wie vor als viskoser Brei vor Ort vorliegt, der seinerseits wasserlöslich ist, kann vom Bergbautreibenden RAG durch objektive unabhängige Beweisführung nicht ausgeschlossen werden.”

Eine Überprüfung ist kaum möglich. Unterlagen existieren nur für eines der vier Bergwerke, die Unterlagen über die Sonderabfallverklappung in den drei anderen Bergwerken seien zwischenzeitlich vernichtet worden, teilte das zuständige Landesoberbergamt dem Gutachter mit.

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Bergrecht

Der Giftmüll ist in den 90er-Jahren offenbar ganz legal und mit Zustimmung der zuständigen Landesbehörden in die Zechenschächte verbracht worden.

Ein Fracking-Gutachten für das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt hatte 2009 empfohlen, das Bergrecht so zu ändern, dass die wasserrechtlichen Prüfungen unter Federführung einer dem Umweltministerium unterstehenden Umweltbehörde erfolgen solle, um den Schutz der Gewässer zu gewährleisten. Ohne Änderung des Bergrechts sei dies nicht möglich. Nach wie vor gilt, dass eine Genehmigung nach Bergrecht formaljuristisch eine rechtskräftige Genehmigung ist.

Das Bergrecht an sich ist kein den Umweltgesetzen vergleichbares Recht, sagt Friedrich. “Im Endergebnis kennt es nur die hundertprozentige Durchsetzung der Interessen des Bergbautreibenden und keine ernst zu nehmende Abwägung mit den öffentlichen Interessen und den Belangen des Umweltschutzes.” Friedrich zählte zu den engsten politischen Vertrauten der damaligen Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne). Der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) “wollte ursprünglich gar nicht glauben, dass es in NRW solche Entsorgungspraktiken gegeben hat”, sagt Friedrich. Erst Ende der 90er-Jahre wurde das Verbringen von Sondermüll in Bergwerke bundesgesetzlich untersagt.

Kosten und Gewinn

Es wäre nach der Aussage von Friedrich unter großem Aufwand technisch möglich, diese Altlast zu sanieren, das heißt den runtergebrachten Sondermüll zu bergen. Diese Rückführungskosten würden jedoch “die Einnahmen aus der Sonderabfallverbringung um Größenordnungen übersteigen.” Eine Tonne dioxinhaltiger Filterstaub sei zu damaliger Zeit zu Preisen zwischen 500 und 800 Mark in den dafür nach Abfallrecht zugelassenen Sonderabfalldeponien entsorgt worden. Der Gewinn für die RAG betrug somit zwischen 179 Millionen und 286 Millionen Euro.

Wie aber soll es möglich sein, den Sondermüll zu bergen, wenn keine Aufzeichnungen existieren?

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29. Juli 2013

Bürgermeister für mehr Bürgerbeteiligung.

Sie unterstützen einen Aufruf, bei der Bundestagswahl Kandidaten zu wählen, die sich für mehr Demokratie einsetzen

 

 Mehr als 50 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus verschiedenen politischen Parteien rufen dazu auf, bei der Bundestagswahl am 22. September für Kandidaten zu stimmen, die sich glaubhaft für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einsetzen. Sie unterstützen damit ein vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ins Leben gerufenes „Bündnis Bürgermeister für Beteiligung“.

 

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Bürgerbeteiligung muss in Deutschland verbindlicher geregelt werden. Das fordern inzwischen immer mehr Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Bei der Bundestagswahl im September geht es auch darum, ob die Politik demokratischer und transparenter wird. Das verlangen nicht nur die Teilnehmer der großen Demonstrationen gegen Atomkraft oder die Massentierhaltung. Die Defizite in Sachen Bürgerbeteiligung werden auch den Amtsträgern und Politikern zunehmend bewusst. Deutlich wird dies vor allem bei fehlgeplanten Großprojekten wie Stuttgart 21 oder dem Berliner Großflughafen.“

 

Der BUND fordert, bei Verkehrs- und Bauprojekten ökologische Alternativen verbindlich zu prüfen. Nur so ließen sich Fehlplanungen künftig vermeiden. Im Aufruf des „Bündnisses Bürgermeister für Beteiligung“ werden außerdem ein Transparenzgesetz für die Offenlegung der Planungsunterlagen seitens der Behörden sowie die Einführung eines bundesweiten Volksentscheides verlangt.

 

Im Bündnis der Bürgermeister engagieren sich Vertreter von CDU, CSU, SPD, FDP, Grünen, Linken sowie Parteilose. Darunter befinden sich die Grünen Boris Palmer (Tübingen) und Jochen Partsch (Darmstadt), Bonns SPD-Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Daniel Rapp (CDU) aus Ravensburg.

 

 

Eine Liste aller teilnehmenden Bürgermeister und Bürgermeisterinnen finden Sie hier: www.bund.net/buergermeister

 

29. Juli 2013

Am 30. Juli ist der Internationale Tag der Freundschaft

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Poesiealben sind seit langer Zeit ein beliebtes Mittel, um Worte der Freundschaft schriftlich festzuhalten und damit für die Zukunft zu bewahren. „Und dies im wahrsten Sinne des Wortes“, wie Katharina Klapdor von der Volkskundlichen Kommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) anlässlich des Internationalen Tages der Freundschaft am 30. Juli erklärt. „Wer ein Poesiealbum besitzt und eine andere Person auffordert, sich dort zu verewigen, signalisiert, dass er sich für die Person interessiert und diese in Erinnerung behalten will.“

Im Archiv der LWL-Kommission bewahren die Volkskundler Poesiealben, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. War es zunächst nur in Adelskreisen üblich, Poesiealben zu pflegen, erreichte diese Sitte schnell auch bildungsbürgerliche Kreise. Wer ein Poesiealbum besaß, ließ aber nicht nur Freunde und Freundinnen etwas hineinschreiben, sondern auch Lehrer, Pfarrer, Eltern oder Personen, die man bewunderte. In dieser Zeit waren es vor allem Erwachsene, die diese Bücher pflegten. Der Sinnspruch war als Eintrag stets beliebt, die Einträge aus dieser Zeit haben häufig einen Bezug zum christlichen Glauben. So schrieb Johanne H. aus Bielefeld im Jahr 1897 für ihre Freundin Johanne K.: „Verzage nicht! Ergib dich Gottes Willen; Mag auch in Nacht sich deine Zukunft hüllen, der lebt ja noch, der spricht: ‚Es werde Licht!‘ Verzage nicht!“
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Neben diesen aufmunternden Botschaften finden sich in den Poesiealben aber auch mahnende Worte. Wilhelmine Q. aus Unna schrieb ihrer Cousine Clara Sch. im Jahr 1905: „Das Glück hat enge Grenzen, gar klein ist sein Gebiet. Verlange nicht nach Kränzen, wenn dir dein Stündlein blüht.“

Waren Poesiealben zu dieser Zeit Bücher, die lediglich auf den Einbänden reich verziert und sonst mit leeren Seiten bestückt waren, sind die Poesiealben heutzutage bereits vorformatiert. Bekannt sind Poesiealben heute vielerorts als Freundschaftsbücher. Häufig werden Fragen vorgegeben, die beantwortet werden sollen, wobei der Antwort nur eine bestimmte Zeilenanzahl eingeräumt wird. Die Fragen reichen vom Namen und dem Geburtsdatum und über Frage nach Hobbys, Lieblingsbüchern oder Lieblingsmusik bis zu der Aufforderung, dem Besitzer mitzuteilen, „Was ich dir schon immer mal sagen wollte.“ „Diese Aufforderung führe häufig zu der einfachen aber gutgemeinten Bitte: Bleib wie du bist!“, wie Klapdor hinzufügt. Die Tatsache, dass die Eintragungen im Poesiealbum, wenn sie einmal niedergeschrieben stehen, nicht wieder rückgängig gemacht werden können, führe dazu, das in diesen Alben damals wie heute ein überaus höflicher Ton herrscht.

„Poesiealben und Freundschaftsbücher geben Aufschluss darüber, wie die Menschen zu einer bestimmten Zeit in ihrem Umfeld mit Freundschaft umgegangen sind, was sie einander wünschten und mit welchen Worten sie dem jeweiligen Freund in Erinnerung bleiben wollten“, erklärt Klapdor.

Mehr zum Thema Poesiealben finden Interessierte im online-Archivportal der Volkskundlichen Kommission für Westfalen unter http://www.lwl-volkskundearchiv.org

 

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28. Juli 2013

Attac plant Aktionen zur Konzernbesteuerung und zum Freihandelsabkommen

* 650 Globalisierungskritikerinnen und -kritiker auf der 12. Attac-Sommerakademie

 

Auf der Sommerakademie des globalisierungskritischen Netzwerks Attac trafen sich von Mittwoch bis Sonntag 650 Attac-Aktive und Interessierte aus ganz Deutschland um miteinander alternative Konzepte und Strategien zu denken. Zudem war auch die nun schon 12. Attac-Sommerakademie ein Ort zum Pläne schmieden für weitere Aktionen wie für eine gerechte Vermögensverteilung, eine wirksame Besteuerung von Konzernen und gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA.
„Obwohl der Neoliberalismus ideologisch abgewirtschaftet hat, hat er Prozesse in Gang gesetzt, die nach wie vor wirksam sind wie die Zulassung von riskanten Finanzinstrumenten oder das Setzen auf die Privatisierung der Daseinsvorsorge. Auch in der Krise wird nur mehr von der falschen Medizin verabreicht.“, sagte Thomas Eberhardt-Köster vom Attac-Koordinierungskreis. Trotz einiger Erfolge bleibe es eine Herausforderung, die Macht der Märkte weiter zurückzudrängen und Europa neu zu begründen.

Jutta Sundermann, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis: „Während die Krisenpolitiker brutale Sparprogramme verordnen, blüht das Geschäft der Steueroasen. Attac wird in den kommenden Monaten verstärkt auf die Steuertrickserei der Konzerne hinweisen und fordert eine global gerechte Konzernbesteuerung. Es gibt längst Modelle für Konzernbilanzen, die das Spiel mit den Gewinnverschiebungen beenden würden. Wir werden den Druck auf die Bundesregierung und die Europäische Union erhöhen – die müssen endlich handeln.“

Eine Woche vor der Bundestagswahl legt das von Attac mitinitiierte Bündnis „Umfairteilen – Reichtum besteuern“ mit zwei großen Demonstrationen nach. Bei Protestaktionen in Bochum und Berlin am 14. September wird die künftige Regierung aufgefordert, große Vermögen zu besteuern und Steueroasen zu veröden um die Finanzierung des Gemeinwesens sicherzustellen.

Um Alternativen für Europa und den gemeinsamen Krisenprotest weiter voranzubringen, wird im kommenden Jahr die dritte Europäische Sommeruniversität von Attac zum ersten Mal nicht in Deutschland sondern in Paris stattfinden.

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27. Juli 2013

Fritz Dechert: Die Rethmann-Gruppe (SARIA) und ihre Tätigkeit in Marl

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Redebeitrag Fritz Dechert, Bürgerliste WIR für Marl im Stadtrat

21. Investitionsvorhaben des Unternehmens SARIA zur Schaffung von bis zu

270 Arbeitsplätzen mit einem Investitionsvolumen von rd. 54 Mio. Euro;

Schaffung des erforderlichen Planungsrechts (Vorlagen-Nr. 2012/0410)

Herr Dechert führt aus (Es gilt das gesprochene Wort):

„Der Bürgermeister fordert in dieser Vorlage die hier anwesenden, von den Einwohnern

unserer Stadt vor drei Jahren gewählten Vertreter im Rat auf, ihn und seinen Beschlussvorschlag

zu unterstützen.

Dieser lautet wie folgt:

„Die Stadt Marl begrüßt die Absicht des Unternehmens SARIA,

am Standort Marl in weitere Produktionszweige zu investieren.“

Diesem Wunsch wird die Bürgerliste, die sich WiR für Marl nennt, nicht im Ansatz folgen

und wir sagen ihnen auch warum. Tausende Marler Bürger mit persönlichen Rethmann

Erfahrungen lehnen die Aussicht auf eine Vergrößerung des Standortes ab.

Und über 1.000 Bürger sind in einer für Marl einmaligen Demonstration – vor über 20

Jahren – auf die Straße gegangen, haben ihre Wut gezeigt, haben demonstriert. – Nur

die Wählergemeinschaft Die Grünen waren segeln in Holland, das war viel wichtiger.

Das muss man leider sagen, Frau Kühnhenrich, wenn sie so nette Anträge stellen. Normalerweise

hätte ich mir das gerne erspart. –

Somit, Herr Bürgermeister, ist der erste Satz ihres Textes, eine wissentliche Halbwahrheit.

Denn leider haben sie auf ihrer Mittelstraße im Beisen die hohe Qualität und Zuverlässigkeit

rethmannscher Arbeit und Präzision nicht kennenlernen dürfen.

Laut ihrer Sitzungsvorlage, Herr Bürgermeister, übernahm 1977 die Rethmann-Gruppe

die „Fleischmehl- und chemische Fabrik Gebr. Schaap KG“.

Auch hier, Herr Bürgermeister, sind ihre schmeichlerischen Angaben nachlässig ermittelt

und schon wieder falsch.

1. Die Rethmann-Gruppe, wie Sie es zu bezeichnen pflegen, die Rethmann-Gruppe

gab es zu dem Zeitpunkt noch lange nicht.

2. Und die letzte den Standort Tierkörperbeseitigungsanstalt betreibende juristische

Person hieß bis 1980 Gebrüder Schaap KG. Daher ist die von ihnen genannte

Jahreszahl 1977 falsch.

In einem vorliegenden Schreiben des Herrn Oberkreisdirektors ist festgehalten:

„Die Firma wurde im Jahre 1981 geändert in Rethmann TBA KG.“

Später schied jedoch der persönlich haftende Gesellschafter der Kommanditgesellschaft,

der Komplementär Norbert Rethmann, aus der KG aus.

Die gesetzliche Verpflichtung mit seinem ganzen Vermögen persönlich zu haften, wurde

dem als knochenhart bekannten Kaufmann Norbert Rethmann möglicherweise zu gewagt,

zu riskant. Die Firma wurde dann geändert in Rethmann TBA GmbH & Co. KG.

Was aber nicht geändert wurde, war der die Bürger im Riegefeld, in Alt-Marl,

Polsum, Brassert und Drewer übel quälende, ekelerregende Gestank.

Und vor diesem Gestank mussten die Belästigten häufig in ihre Wohnräume fliehen.

Und bei dieser sauberen Höchstleistung war die TBA Rethmann nicht eine Nase besser

als die Tierkörperbeseitigung der Gebrüder Schaap.

Im Jahr 1986 wurde ein weiterer Meilenstein zum Aufbau des Imperiums des heutigen

Multi-Milliardärs Rethmann gesetzt.

Die Behörden genehmigten mit ungenügendem Fachwissen, mangelndem Sachverstand

und ohne die erforderliche Erfahrung das Sondermüllzwischenlager.

Marler Bürger wurden zu lebenden Versuchskaninchen, für ein Experiment zur Gewinnung

von Wissen und der Anhäufung von vielen, viel zu vielen Millionen deutsche Mark

für den Boss der Bosse genutzt.

Und dieses Giftlager brachte den glühenden Beweis für die Unzuverlässigkeit der Unternehmungen

Rethmann. Frentrop wurde Standort einer Sensation.

Kurz vor der Kommunalwahl Ende 1989 verteilte die SPD noch – im Kampf um jede

Stimme – Hochglanzbroschüren mit Lobeshymnen über die Qualität des Müllentsorgers

in Frentrop. Die Versprechen der SPD waren das Papier nicht wert, auf dem sie standen.

Wenige Tage nach der Wahl: Am 25. Oktober 1989, der neue Betrieb war gerade erst

drei Jahre alt, vor 23 Jahren also, explodierte nachts gegen 01.45 Uhr das mit 3.600

Tonnen giftigem Sondermüll prall gefüllte Zwischenlager Rethmann in einem Großbrand.

Laut Angaben des Regierungspräsidenten begann der Löscheinsatz der Feuerwehr

schon 45 Minuten später.

Der drei Kilometer lange Weg von der Hauptwache an der Herzlia-Alle bis hin zur Rennbachstraße

schaffte man in unvorstellbaren 45 Minuten.

Wie gesagt: lediglich 45 Minuten brauchte man für die 3 KM lange Wegstrecke.

45 Minuten ist viel zu lange werden sie denken.

Sind etwa die automatischen Löscheinrichtungen ausgefallen?

Nein, sie werden es nicht glauben: Automatische Löschanlagen waren für dieses

leicht brennbare Giftmülllager nicht vorgeschrieben. Und daher vom sparsamen Herrn

Rethmann, dem heutigen Ehrenboss der Bosse, auch nicht angelegt worden.

Nicht nur die Verwaltungen, vermutlich auch der damalige Branchenneuling Rethmann

wurden überrascht, hatten sie dieses Lager vorher doch als harmlos bewertet.

Giftwolken durchzogen Marl und die ersten Gifte erreichten Haltern bevor die Feuerwehr

in Frentrop mit der Löschung begann.

Sechs Tage und Nächte benötigten die Feuerwehren, unter ihnen die speziell geschulten

Katastrophenbekämpfer der CWH, diesen hochgiftigen, bis zu 60 Meter hohen Brand zu

löschen. Ich wiederhole sechs Tage und Nächte krachte, knallte, loderte es bis zu 60

Meter hoch. Kunststoffasern, Asche, Dioxine, Furane, Quecksilber und anderes, rund

3600 Tonnen brannten hoch und regneten dann vom Himmel, fielen in die Stadt nieder.

In meinem Garten, circa 2 Km entfernt, fand ich DIN A 4 große Stücke.

Der Bürgermeister behauptet heute: dann wurde alles besser. Nein, Herr Bürgermeister,

schon wieder eine falsche Behauptung. Denn danach wurde dort weiterhin schlampig

gearbeitet, denn es brannte bei Rethmann immer wieder. Sogar noch ganze drei Jahre

später, nämlich 1992, gab es dort mindestens zwei weitere Brände. Die mündigen Bürger

hatten die Schnauze voll und ihr Vertrauen in die Versprechungen der Behörden

und der Politik, insbesondere der SPD, verloren.

In einer beeindruckenden Demonstration mit über tausend Teilnehmern zeigten Bürger

ihre Wut.

Jahrelang wurde danach der Giftmüll unter freiem Himmel gelagert, eine Halle wurde

nicht errichtet. Anfallende Zinsen und Zinseszinsen wurden von Rethmann clever unter

den Augen der Behörden vermieden.

Vermutlich hatte Herr Rethmann großen Kapitalbedarf in der Ex-DDR.

Denn dort soll er heute der Riese unter den Müllentsorgern sein.

Eine wissentliche Fehlinformation ist die folgende Behauptung des Bürgermeisters in

der vorliegenden Beschlussvorlage. Ich zitiere:

Mit umfangreichen Investitionsmaßnahmen in den Bereichen

Abluft- und Abwasserreinigung, Altlastensanierung, Sicherheit und Produktionsablauf

wurden die Betriebe auf einen modernen Stand der Technik gebracht.

1. Bei modernem Stand der Technik fällt mir spontan der legendäre „Handschuh

drüber Trick“ ein.

Mit diesem dreisten Kniff beraubten die für den Betrieb Verantwortlichen

die gegen den ekelerregenden Gestank vorgeschriebenen, selbstschließenden Rolltore

ihrer Funktion. Denn auch unter der Regie des Herrn Rethmann

mussten viele Bürger, immer wieder im Sommer, ihre Terrassen und Gärten

fluchtartig wegen des Gestanks verlassen.

2. Vor über fünf Jahren habe ich im Kreistag durch Unterstützung des Landrats Welt

eine Untersuchung der um das Rethmann Gelände liegenden Entnahmestellen

für Trinkwasser auf den Weg bringen können. Kurz vorher war mir auf dem Leusheider

Weg eine Profifirma aufgefallen, die ich am Rennbach an zwei Tagen bei

der Entnahme von Grundwasser beobachtete.

Später erfuhr ich, dass auf diesem Weg das Wasser auf die Anreicherung mit

Chemikalien geprüft und das gesäuberte Wasser in den Rennbach geleitet wurde.

Nach Angaben des Kreises waren die Wasserentnahmestellen

ohne nennenswerten Befund. Wie mir jedoch mittlerweile zugegangene Untersuchungsergebnisse

einer Entnahmestelle zeigen, scheinen die Angaben des Kreises nicht wirklich

offen zu sein.

Tatsächlich wurden Spuren von Tetrachlorethen, Trichlorethen, Dichlormethan,

Trichlormethan, Tetrachlormethan, u.a.m. festgestellt.

Besonders hoch scheint der registrierte Wert von Vinylchlorid zu sein, der vor Jahren

schon ganz knapp unter dem Grenzwert der TVO, der Trinkwasserverordnung gewesen

sein soll. Vinylchlorid ist ein starkes Hirn-, Nerven- und Lebergift

und soll krebsauslösend sein.

Jahrzehnte wurde am Standort Rennbachstraße nach Informationen durch den Oberkreisdirektor

Tetrachlorethen eingesetzt, das auch krebserregend sein soll,

als Extraktionsmittel, als Lösungsmittel eingesetzt. Dieses Mittel ist nahezu identisch mit

der Perchlorethylen oder Per genannten farblosen, nicht brennbaren, leicht flüchtigen

Flüssigkeit. Die Dämpfe sind viel schwerer als Luft und wiegen pro Liter etwas mehr als

1,6 kg.

Es gab dort zwei Tanks. Gemeinsam hatten sie ein Fassungsvermögen von 38 cbm.

Das heißt 38.000 Liter war ein regelmäßiger Bedarf. Gehen wir jährlich von einem nur

doppelt so hohen Bedarf für die Produktion aus, so könnten im Boden, im Grundwasser

unter Rethmann eine Menge von annähernd 1 Million Litern dieser Chlorverbindungen

liegen.

Mehrere Male verloren LKWs der Firma Rethmann Gedärme, Körperinhalte von Tieren

auf den Straßen, nicht nur in Marl. Rethmann versprach: es werden keine Transporte

mehr durch Marl gehen. Unsere Transporte gehen zukünftig über die Autobahn.

In den letzten Jahren sollen jedoch wieder mehrmals Gedärme auf die Straße geschwappt

sein, zuletzt an der Kreuzung Recklinghäuser Straße / Herzlia Alle.

Rethmanns Versprechen findet man also gebrochen, stinkend auf der Straße.

Thema Blähschlamm. In der Kläranlage der TBA entstand Blähschlamm. 1991 fiel auf,

dass der Rennbach wiederholt bis zum Rapphofsmühlenbach in Altendorf-Ulfkotte

Ablagerungen zeigte. Im März 1991 fand die BigGi eine Spezialkonstruktion eines verlängernden

Abflussrohres, welches unter eine große Plastikfolie führte.

Die Firma konnte sich bei der Polizei die Existenz dieser Konstruktion nicht erklären.

Wir hatten den Eindruck, dass auf diese Weise der hohe Ammoniumgehalt aus der Abdeckerei

verheimlicht werden sollte.

An einem Tag gelang es mir mit einem befreundeten Kriminalhauptkommissar einen

vermutlich dieses Produkt in einem großen Tank abholenden Landwirt zu folgen.

Er brachte es nicht, wie vermutet wurde, direkt zum Rapphofsmühlenbach, sondern er

ließ seine Ladung mitten auf einen Acker fließen. Danach ging es wieder zu Rethmann,

vermutlich zum nächsten Transport.

Die Marler SPD forderte, besonders laut in Alt-Marl, dass Rethmann den Standort räumen

muss und auf keinen Fall erweitern darf und in ein Gewerbegebiet muss.

Heute werden wir erleben, was diese Versprechen zum Beispiel von Frau Heinen wert

sind. Marls Entwicklung zum Mülleimer der Nation wird zukünftig weiter gehen.

Die CWH verbrennt seit vielen Jahren Giftmüll in großen Mengen, aber auch der kommt

irgendwo wieder als Staub zurück auf den Boden, geht mit Regenwasser zurück

in den Kreislauf des Wasserplaneten Erde. Reichert den Regen an, der eines Tages auf

unsere Felder fällt.

Die neueste Erweiterung ist die Ansiedlung des Radioaktivität und Quecksilber Spezialisten

Dela. Die Firma zieht aus Essen in unsere Umgebung.

Das höchste Risiko bei der geplanten Neuansiedlung SARIA wird die Sparte

Pharmaprodukte bringen. Vermutlich sollen abgelaufene Arzneimittel verarbeitet und

entgiftet werden.

Hier sage ich das Stichwort Antibiotika, was in den Abwässern der Städte festgestellt

wird, aber auch in jedem Hähnchen sein soll. Guten Appetit können wir nicht sagen,

denn dass was unser Bürgermeister und die Mehrheit dieses Hauses vorhaben,

lehnen wir mit Herz und Verstand ab.

Unsere Kinder brauchen eine andere, eine bessere Zukunft.

Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Zum Abschluss: Die Bürgerliste WiR für Marl wird, da dürfen sie sicher sein,

entschieden Widerstand gegen die nicht nur vom Bürgermeister und Marler Bundestagsabgeordneten

der SPD unterstütze Planung leisten.

Ein von Bürgern gewünschtes juristisches Verfahren wird die Bürgerliste begleiten,

auch mit finanziellen Mitteln. Daran soll es nicht scheitern,

denn wer sich nicht wehrt, der lebt nicht mehr.“

26. Juli 2013

Marl: Beim Wenden mit einem PKW zusammengestoßen

 

Ein 34-jähriger Marler PKW-Fahrer wendete am Donnerstag (25.07.), gegen 14.00 Uhr, auf der Zechenstraße sein Fahrzeug. Dabei kollidierte er mit dem entgegenkommenden PKW einer 59-jährigen Marlerin. Der PKW der Fahrzeugführerin stieß durch die Wucht des Aufpralls noch gegen einen Metallzaun. Beide Fahrzeugführer verletzten sich bei dem Unfall leicht. Die Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde Zechenstraße gesperrt. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von 11.000 EUR.

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26. Juli 2013

Marl: Polizei stellt bei Gefahrguttransporter umfängliche Verstöße fest

 Polizeibeamten fielen heute (26.07.), gegen 07.30 Uhr, auf der Straße Auf Hövings Feld ein Lastwagenfahrer auf, der den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der 53-jährige Fahrer aus Wittstock für den von ihm geführten LKW mit Anhänger nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Weiterhin transportierte er ein flüssiges und brennbares Gefahrgut, obwohl er keinen Gefahrgutführerschein hatte. Die erforderlichen Beförderungsunterlagen führte er ebenfalls nicht mit. Darüber hinaus waren die notwendigen Feuerlöscher auch nicht vorhanden. Aufgrund einer Undichtigkeit am Gefahrguttank tropfte dieses bereits auf die Ladefläche. Der Tank konnte noch vor Ort durch den Fahrer abgedichtet und die Ladefläche mit Bindemittel abgestreut werden. Zum Schluss wurden noch Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Die kontrollierden Beamten untersagten die Weiterfahrt mit der Fahrzeugkombination. Gegen den Fahrer wird nun eine Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen einer Vielzahl an Gefahrgut-, sowie Lenk- und Ruhezeitverstößen erstattet. Punkte in Flensburg und eine saftige Geldstrafe werden fällig. Der Halter des LKW erhält ebenfalls eine Strafanzeige und Punkte, weil er dem 53-Jährigen die Fahrt gestattet hatte und dieser gegen die Lenk- und Ruhezeiten verstieß.

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