Archive for Dezember, 2012

31. Dezember 2012

Elizabeth Hoak-Doering hat Kunstwerke fürs Skulpturenmuseum Glasskasten geschaffen

Bei der ersten Einzelausstellung der US-Künstlerin Elizabeth Hoak-Doering in Deutschland, hat sie bei ihren Aufenthalt in Marl, Kunstwerke geschaffen. Diese Werke bleiben im Skulpturenmuseum Glaskasten, auch nach der Sonderausstellung, die noch Anfang Jahr 2013 läuft.
Diese eigens für Marl konzipierte Werke sind in der Ausstellung zu sehen: die Radio-Zeichnungen und die Video-Animation der Skulptur „Danzatore“ (Tänzer) des italienischen Bildhauers Marino Marini aus dem Jahr 1954, die dem Skulpturenmuseum Glaskasten gehört und 1962 durch die Stadt Marl erworben wurde. Für die klassische Stop-Motion-Technik hat die Künstlerin unzählige Zeichnungen angefertigt, abgelichtet und im Video in Bewegung versetzt. Im Museum steht das nur 142 cm große Original in Sichtweite der Projektion, der Besucher kann also die gezeichnete, sich leicht verbeugende und medial flüchtige Erscheinung mit dem fest im Raum in einigem Abstand stehenden Bronzeguss vergleichen.
Diese neuen Kunstwerke kann man auch noch nach dem Ende der Sonderausstellung betrachten.

Lebenslauf Elizabeth Hoak-Doering

geboren in Philadelphia/USA, lebt und arbeitet in Nicosia/Zypern
Ausbildung
1988: BA magna cum laude, Anthropology, Amherst College, Amherst, MA USA
1991: MAed. University of the Arts, Philadelphia PA USA
1997: MFA, Sculpture. Boston University, Boston, MA USA
Einzelausstellungen
2011: TEMPORAL TAXONOMY co-representing the Republic of Cyprus, 54th Venice Bien-nale with Mariana Christofides, two person show curated by Yiannis Toumazis, Palazzo Malipiero, Venice
2009: AMANUENSIS Pharos Centre for Contemporary Art, Nicosia
2009: THINGS, WITNESSES! (curated by Yiannis Toumazis), Nicosia Municipal Art Center Nicosia
2008: EXPLICATION DE TEXTE Pantheon Gallery, Nicosia
2007: SCULPTURE FOR C.R. (curated by Leah Douglas), The Philadelphia International Airport Philadelphia
2003: STREAM OF CONSCIOUSNESS (curated by Amy Ingrid Schlegel), Art Alliance of Philadelphia
2002: WIND IN ARMENIA University City Arts League, Philadelphia
2002: MIDSTREAM: HOMAGES TO CHANGE Nexus Center for Today’s Art, Philadelphia
2002: CHURCH OF MEMORY / MANA-APRON Pantheon Gallery, Nicosia
2001: CHURCH OF MEMORY Monagri Center for Contemporary Art, Limassol Cyprus
1998: RECENT WORK Kyklos Gallery, Paphos, Cyprus
1997: DRAWINGS FROM ARCHAEOLOGY American Center, Nicosia

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31. Dezember 2012

Rückblick 2012 [siggimarl.wordpress.com] 2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

4.329 Filme wurden beim Cannes Film Festival 2012 eingereicht. Dieses Blog hatte 13.000 Besucher in 2012. Wenn jeder Besucher ein Film wäre, dann würde dieses Blog 3 Film Festivals füllen

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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29. Dezember 2012

Welchen Erfolg hat die Artothek der Stadt Marl?

Vor 30 Jahren, am 1. Februar 1982, wurde die Artothek der Stadt Marl eröffnet, damals mit 96 Einzelwerken. Im Laufe der Jahre wurde der Bestand der Ausleihobjekte stetig erweitert und aktualisiert. Mittlerweile umfasst die Sammlung mehr als 135 Werke der bildenden Kunst. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Grafiken, aber auch Zeichnungen, Objekte und Kleinskulpturen. Sie umfasst nahezu alle Stilrichtungen der Kunstentwicklung der Nachkriegszeit: von Adzak bis Dali, Hajek, Morellet und Twomly bis hin zu Uecker und Weber, um nur einige prominente Namen zu nennen.

In der Artothek stehen jetzt 156 Kunstwerke, zumeist grafische Arbeiten und einige Kleinskulpturen, zur Ausleihe zur Verfügung. Es handelt sich häufig um Arbeiten von Künstlern, die auch mit plastischen Werken in der Sammlung des Skulpturenmuseums Glaskasten vertreten sind. Die Ausleihzeit für ein geringes Entgelt beträgt zwei Monate.

Auf die Frage, wie häufig wurden diese Kunstwerke ausgeliehen, gab es von der Kultur-Verwaltung folgende Auskunft.

1.2. bis 31.12.1982 = 243 Ausleihen, 87 Benutzer
Wie häufig vor fünf Jahren?
22 Werke, 8 Personen
Wie häufig 2010?
18 Werke, 18 Personen
Wie häufig 2011?
17 Werke, 5 Personen

Der Kreis der Zahl der Ausleiher ist schwankend. Es wird ein wechselnder Kundenstamm von ca. 20 Personen geschätzt, die in zeitlichen Abständen die Artothek nutzen. In 2011 waren es allerdings nur 5 Personen.
In 2011 betrugen die Einnahmen 595,00 €.
Ziel der Artothek ist es, interessierten Bürgern die Möglichkeit zu eröffnen, qualitativ gute Kunstwerke ohne große Kosten in ihre Wohnung zu bringen und durch das tägliche Sehen zu einer Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst zu kommen. Das tägliche Sehen führt häufig zur positiven Bewertung oder zumindest zum besseren Verständnis. Dieses Ziel ist nicht messbar, aber mit jedem Nutzer kommt man ihm näher.
So lautet die aktuelle Begründung der Kulturverwaltung.
Wenn man die Ausleihen der letzten Jahre sieht. kann man durchaus der Meinung sein, das dieses Ziel nicht erreicht wurde.
Die Zahlen die von der Stadt ermittelt wurden zeigen, die Bürger haben wenig Interesse an diesem Angebot.

Ist es nicht sinnvoller die Kunstwerke der Artothek zu verkaufen?

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28. Dezember 2012

Geruchsvolle Weihnachtstage 2012 in Marl

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Über die Weihnachtsfeiertage kam es zu unerträglichen Geruchsbelästigungen in Marl.
Bewohner die sich beschweren wollten erreichten keine verantwortliche Stelle die den Gestank abstellen konnte. Telefone waren anscheinend nicht besetzt.
Der heftige Grund für einen vom Bürgermeister empfohlenen Direktanruf bei SARIA zog in die Nasen vieler Anlieger.
Seit dem ersten Weihnachtstagsmorgen durchdrangen die Luft in Frentrop, Riegefeld, Alt Marl und Brassert die vielen Bürgern als Tierkadavergestank in der Erinnerung bekannten Gerüche.

Mehrere Versuche die Firma SARIA telefonisch zu erreichen, blieben ohne jede Antwort. Kein Anruf wurde weiter geleitet.
Unverständlich: Niemand nahm einen Hörer ab und nicht einmal ein Tonband war in Dienstbereitschaft.

Die im Ratsprotokoll angegebenen Beschwerdestellen waren für die Marler
Bürger nicht erreichbar.

Aus dem Ratsprotokoll:
23. Sitzung des Rates vom 15.11.2012

Stinkt schon wiederRethmann? (Vorlagen-Nr. 2012/0452)

Bürgermeister Arndt erklärt, dass es die Möglichkeit gebe, sich direkt bei Saria zu
beschweren. (Telefonnummer 02365/91450). Am Wochenende werden die Anrufe an
eine Handynummer weitergeleitet. Dort werde auch ein Beschwerdebuch geführt.
Der zuständige Ansprechpartner ist der FD 70, die Untere Immissionsschutzbehörde
des Kreises.
Ansprechpartner:
Herr Görß, Ressortleiter, Telefon: 02361/53-6538, Telefax: 6202, Zimmer: 3.3.07,
Standort: Kreishaus Öffnungszeiten:
Mo-Do: 8:30 – 12.00 und 13:15 – 16:00, Freitag: 8:30-12:00 Uhr
Einen Bereitschaftsdienst außerhalb der regulären Dienstzeiten gibt es nicht.
Aufgaben der Unteren Immissionsschutzbehörde:
•Sicherstellung des „Schutzes der Nachbarschaft“ und der Umwelt in Bezug auf
Anlagen, die dem Geltungsbereich des Bundesimmissionsschutzgesetz
unterliegen.
•Genehmigung und Überwachung der meisten der nach dem
BImschG genehmigungspflichtigen Anlagen und aller immissionsschutzrechtlich
nicht genehmigungspflichtigen Anlagen.

Diese Angaben nutzten an den Weihnachtsfeiertagen 2012 nichts.

Stadtverwaltung Marl bleibt erstmals seit vielen Jahren – wie viele andere Behörden im Kreis Recklinghausen auch – zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen.

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27. Dezember 2012

Jeder Marler Bürger ist von der Erhöhung der Grundsteuer B 2013 betroffen.

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Die Bürgerliste WiR für Marl stellte einen Antrag zum Haushalt 2013.

Das Aufkommen aus der Grundsteuer B wird  um 3,32 Mio Euro verringert, die Satzung wird um diesen Betrag verändert.

In der Begründung heißt es:

Die Stadt bekommt nach Marler Zeitung 3,32 Mio Euro mehr überwiesen vom Land, als im Haushaltsentwurf ausgewiesen.

Dieses Geld soll zur Entlasstung der Bürger verwendet werden.

Die Bürger sind mit der Erhöhung der Grundsteuer B  übermäßig belaßtet worden.

Auszug aus der Sitzungsvorlage

Anhebung des Steuerhebesatzes für die Grundsteuer B

Der Steuerhebesatz für die Grundsteuer B (Grundsteuer für Grundstücke) soll ab dem 01.01.2013 von 530 v. H. auf 660 v. H. und ab dem 01.01.2016 von 660 v. H. auf 790 v. H. angehoben werden.

Durch die Anhebung des Hebesatzes für die Grundsteuer B werden in den Jahren 2013 bis 2015 Mehreinnahmen von jährlich rd. 3.200.000 EUR sowie ab dem Jahr 2016 von jährlich rd. 6.400.000 EUR erwartet.

Dies führt zu einer Mehrbelastung der Grundstückseigentümer ab dem Jahr 2013 von rd. 25 % sowie ab dem Jahr 2016 von rd. 49 %. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einem Grundsteuermessbetrag von 70,00 EUR erhöht sich die Grundsteuer B ab dem Jahr 2013 von jährlich 371,00 EUR auf 462,00 EUR sowie ab dem Jahr 2016 auf 553,00 EUR.

Die Grundsteuer B wird auf privaten Grundbesitz erhoben und betrifft auf den ersten Blick den mutmaßlich wohlhabenden Teil der Bevölkerung. Betroffen sind davon aber nicht nur die Inhaber, sondern in gleicher Weise auch die Mieter von Häusern und Wohnungen, denn die Besitzer geben die Grundsteuer an die jeweiligen Nutzer weiter. Das heißt mit anderen Worten: die Grundsteuer zählt zu den Nebenkosten und steigert den Mietpreis.

Insofern ist jeder Bürger von der Erhöhung betroffen.

 Wer nicht selbst betroffen ist kann leicht die Erhöhung für Marler Bürger vorschlagen

Stabile Realsteuerhebesätze am Wohnort des Marler Stadtkämmeres  Dinklage in Olfen

Die Realsteuerhebesätze werden auch im nächsten Jahr stabil bleiben und verbleiben auf dem niedrigen Niveau aus dem Jahre 2010. „Somit hat Olfen den niedrigsten Hebesatz bei den Gewerbesteuern im ganzen Münsterland“, freut sich der Bürgermeister. Olfen erwartet in 2013 ein Aufkommen von insgesamt 2,3 Millionen Euro. Positiv entwickelt habe sich das Grundsteueraufkommen. Himmelmann: „Auf Grund der regen Bautätigkeit kann der Ansatz um 50 000 Euro auf 1 260 000 Euro erhöht werden.“ Auf städtische Gebührenerhöhungen müssen sich die Olfener im nächsten Jahr nicht einstellen. Im Gegenteil: Sie werden bei den Abfallentsorgungsgebühren sogar eine Entlastung erfahren. Durchschnittlich werden die Gebühren je nach Gefäßgröße um rund acht Prozent gesenkt.

Auch bei den freiwilligen Leistung sieht der Etatentwurf keine Kürzungen vor. Im Gegenteil: Durch die Neufassung der Sportförderungsrichtlinien stellt die Stadt mehr Mittel bereit.

(Aus WAZ Olfen)

Der Antrag zur Entlastung der Bürger fand im Stadtrat Marl keine Mehrheit.

Die große Koalition aus SPD,CDU,FDP und bum hielten weiter an Steuererhöhungen für alle Marler Bürger fest.

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27. Dezember 2012

Grosse Koalition im Stadtrat lehnte die Entlastung der Bürger im Haushalt 2013 ab

Der Rat hat den Haushaltsplan 2013 mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und bum beschlossen.

Der Rat der Stadt Marl hat erstmals seit vielen Jahren noch im laufenden Haushaltjahr den Haushaltsplan für das kommende Jahr verabschiedet.

In den vergangenen Jahren war der Haushaltsplan oft erst beschlossen worden, nachdem das neue Hauhaltsjahr längst begonnen hatte. In Rekordzeit wurde auch der Haushaltsplan mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und bum durchgedrückt.

Der Haushaltsplan für 2013 ergibt sich mehr oder weniger zwangsläufig aus den Vorgaben des Haushaltssanierungsplans, der der Rat im Rahmen des Stärkungspaktgesetzes bereits für die Jahre 2012 bis 2021 beschlossen hatte. So beschloss der Rat der Stadt gestern auch die Anhebung der Grundsteuer B und den Stellenplan, der in den kommenden Jahren die Einsparung von über 130 Stellen in der Stadtverwaltung vorsieht.

Stimmen zum Haushalt

• „Politik ist, das Notwendige möglich zu machen”, zitierte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel das SPD-Urgestein Herbert Wehner. Politik müsse zu ihrer “Verantwortung für das Allgemeinwohl” stehen und sich mit Entscheidungen gegebenenfalls auch “unbeliebt machen, um den sozialen Frieden in der Stadt zu erhalten”. Es war eine Predigt für eine unsoziale Politik.

Von den erheblichen Mehrbelastungen der Bürger im neuen Haushalt, wollte er in seiner Rede ablenken.

• Karl-Heinz Dargel, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sprach ebenfalls von „schwierigen Entscheidungen”, die zu treffen gewesen seien, und erinnert daran, dass viele der gefassten Beschlüsse noch bearbeitet oder umgesetzt werden müssten. Auch wenn sich zusätzliche finanzielle Entlastungen ankündigten, dürfe vom eingeschlagenen Kurs grundsätzlich nicht abgewichen werden. Dargel: „Der eingeschlagene Kurs muss fortgesetzt werden”.

Dargel ist auch weiterhin für eine Höherbelastung der Bürger.

• Für die FDP sprach Robert Heinze in seiner Haushaltsrede vor allem die finanziellen Risiken des Sozialhaushaltes an. „Wir müssen diese Risken beachten, sonst hat der Haushaltssanierungsplan so viele Chancen wie ein Schneeball in der Hölle”.

Die FDP im Rat stellte sich wieder einmal als Partei der sozialen Kälte dar.

• Nach Ansicht von Dr. Friedrich Heinrich (Bürgerunion Marl) sei „einiges erreicht, aber noch nicht viel gewonnen”. Er forderte Investitionen in Flächen, Bildung und städtische Lebensqualität. Lehnte aber konkrete Verbesserungsvorschläge zur Entlastung der Bürger von WIR für Marl ab.

• Die Fraktion WIR für Marl lehnte den Hauhaltsplan ab. Die Schulden der Stadt seien „der schlimmste Klotz am Bein unserer Kinder”, und der Haushalt bietet keine Perspektiven und Lösungen, sagte Fraktionssprecher Friedrich H. Dechert.

Die Fraktion Bürgerliste WIR für Marl hatte als einzige Fraktion eine finanzieller Entlastung der Bürger gefordert.

 

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27. Dezember 2012

Mehrbelastung der Marler Bürger durch Gebührenerhöhungen!

SPD, CDU, FDP und bum, die grosse Koalition im Rat der Stadt Marl, hat die Gebühren für Müllabfuhr, Straßenreinigung, und Abwasser für 2013 beschlossen.

Die Gebühren bedeuten im Vergleich zu 2012 im Durchschnitt zu einer jährlichen Mehrbelastung von (= +7,5 %).

Während die Gebühren für Schmutzwasserentsorgung für private Haushalte um 11 Prozent steigen, bleiben die Gebühren für die Straßenreinigung weiter auf hohen Stand.

Mehrkosten beim Personal

Die Gebühren für die Müllabfuhr werden um 3,8 Prozent erhöht.. Mehrkosten beim Personal und der Instandsetzung von Fahrzeugen sowie auf geringere Erlöse aus der Altpapierverwertung führen zu einer Anhebung der Müllgebühren. Für die Entleerung der Mülltonnen ergeben sich daraus folgende neue Gebührensätze: Die vierzehntägliche Entleerung der 80 Liter – Restmülltonne kostet die Gebührenzahler im neuen Jahr 117,02 Euro (+ 4,27 Euro) jährlich, die 120 l – Tonne 175,52 Euro (+ 6,40 Euro) und die 240 l – Tonne 351,04 Euro (+12,80 Euro).

Schmutzwassergebühr

Die Gebühr für das Schmutzwasser steigt von 1,98 Euro/cbm auf 2,20 Euro/cbm (+ 11,11 Prozent), die Gebühr für das Niederschlagswasser von 1,00 Euro/qm auf 1,06 Euro / qm (+ 6,0 Prozent).

Der Anstieg der Niederschlagswassergebühren (0,06 €/m²; +6,0 %) hingegen ergibt sich daraus, dass das Guthaben aus der Gebührenausgleichrücklage weitestgehend aufgezehrt ist und deshalb für 2013 nicht mehr in der bisherigen Höhe Beträge verrechnet werden konnten. Der ZBH hat Millionen Euro als Gewinnabführung in den Städtischen Haushalt einzahlen müssen.

Straßenreinigungsgebühren

Die Gebühren für die Straßeneinigung, die von den Anliegern zu tragen sind, wurden ebenfalls beschlossen. Je nach Nutzungsart der Straße und Reinigungsintervall betragen die Gebühren im kommenden Jahr zwischen 1,77 und 2,98 Euro je Veranlagungsmeter (Länge des Grundstücks an der Straßenfront).

Während die Gebühren erhöht werden, leistete der Zentrale Betriebshof der Stadt eine millionenschwere Gewinnabführung zur Sanierung des Stadthaushaltes. Der ZBH ist für Straßenreinigung (einschließlich Winterwartung),

Abwasserbeseitigung und

Abfallwirtschaft verantwortlich.

Die Fraktion Bürgerliste WIR für Marl lehnte im Stadtrat diese Mehrbelastung, durch die Gebührenerhöhung, für die Bürger ab.

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27. Dezember 2012

Marler Stadträte auf der 7. Konferenz der Ratsmitglieder im Städtetag Nordrhein-Westfalen

Der Vorstand des Städtetages Nordrhein-Westfalen hatte beschlossen,
eine Konferenz der Ratsmitglieder beim Städtetag Nordrhein-Westfalen
als beratendes Gremium einzurichten. Zweck der Konferenz soll die verbesserte
Einbindung der Sichtweisen ehrenamtlicher Mandatsträger (Ratsmitglieder) in die
Meinungsbildung des Städtetages Nordrhein-Westfalen sein.
Dem Vorstandsbeschluss entsprechend stehen jeder Mitgliedstadt drei Sitze in der
Konferenz zur Verfügung, die sie mit Delegierten aus dem Rat der Stadt besetzen
kann. Bei den Delegierten musste es sich um Ratsmitglieder handeln; die Auswahl
obliegt der jeweiligen Stadt selbst. Dabei soll das politische Kräfteverhältnis im
jeweiligen Rat Berücksichtigung finden.

Der Stadtrat Marl beschloß bei einer Enthaltung:

Folgende Mitglieder des Rates der Stadt Marl wurden als Delegierte benannt
für die Konferenz der Ratsmitglieder beim Städtetag Nordrhein-Westfalen:

1. Uwe Göddenhenrich

2. Holger Beyer

3. Siegfried Schönfeld

Gegenstand der Beratungen in der Konferenz waren aktuelle kommunalpolitische
Themen. Die Konferenz wurde von der Geschäftsstelle vorbereitet und vom Vorsitzenden
des Städtetages Nordrhein-Westfalen Oberbürgermeister Norbert Bude geleitet.

Die Konferenz befasste sich mit folgenden Themen:

Schuldenbremse und Fiskalpakt und deren Auswirkungen auf die Kommunen.
Zum Stärkungspakt Stadtfinanzen gab es einen aktuellen Sachstand.
Auf die nachteilige Wirkung des Rating von Kommunen wurde hingewiesen. Es gab eine ausführliche Information über den Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter 3-jährige Kinder.
Dr. Helmut Fogt hielt einen Beitrag zur Stärkung des kommunalen Ehrenamtes. Kontrovers wurde über Abgeordnetenwatch und Rats-TV beraten. Die Inklusion im Schulbereich wurde begrüsst.
Es gab einen umfangreichen Bericht über die Situation der Kultur in den Städten und Gemeinden.
Der Entwurf des Klimaschutzgesetzes NRW wurde vorgestellt, ein
Positionspapier zur Anpassung an den Klimawandel wurde beraten.
Eine Konferenz voller Informationen für die Arbeit vor Ort in Marl.

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27. Dezember 2012

Vorteile, Nachteile & Risiken durch Flüsterasphalt auf Marler Strassen?

 

Die Bürgerliste WiR für Marl fragte im Rat welche Erfahrungen die Stadtverwaltung gemacht hatte, nachdem auf Straßen im Marler Stadtgebiet Flüsterasphalt verlegt wurde.
Welche unterschiedlichen Kosten in der Praxis durch diesen
offenporiger Asphalt genannten Belag im Vergleich zu den üblichen Belägen entstehen.
Die Stadtverwaltung zeigt auf, welche unterschiedlichen Nutzungsdauern bei welchen
jeweiligen Belastungen im Vergleich der Materialien entstehen.
Die Stadtverwaltung zeigt auf, welche Vorteile, aber auch Nachteile & Risiken
zwischenzeitlich über diesen „Wunderbelag“ bekannt geworden sind.

Die Fragen wurden wie folgt begründet:

Er ist grobkörnig und durchlässig. Sein Rauminhalt besteht aus 25 % Hohlräumen.
Er ist vorzüglich befähigt, den unangenehmen Verkehrslärm zu minimieren.
Die Beschichtung ist jedoch weniger beständig und viel teurer als der gebräuchliche Asphalt.

Bei Nässe fühlen sich Autofahrer häufig sicherer und fahren schneller. Ein gefährliches Urteil. Denn,
bei starkem Regen kann der offenporige Asphalt nur begrenzt Wasser aufnehmen, die
Rutschgefahr erhöht sich deutlich. Ablaufrinnen sind nicht immer vorhanden.
Im Winter reicht normales Salzen bei diesem Untergrund jedoch nicht aus. Im Januar 2006 hat es
auf der A9 bei Bayreuth 14 Unfälle in 45 Minuten gegeben. Das Salz verschwindet in den
Hohlräumen des löchrigen Belages, doch die scheinbar trockene Straße ist spiegelglatt.
Also muss die gestreute Menge wesentlich erhöht werden. Aber das Salz auf und in dem
Flüsterasphalt gefährdet langfristig den teuren Belag und die Umwelt.
Anfang Oktober 2012 verunglückte ein Kleinlaster auf der A40 bei Mülheim, 200 Liter Öl liefen aus.
Kiloweise aufgebrachte Bindemittel versagten. Das Öl floss weiter über den Asphalt.
Eine Spezialfirma wurde gerufen. Kilometer langer Stau, die Autobahn war stundenlang gesperrt.

Es gab eine Stellungnahme der Verwaltung zum Antrag der Fraktion Bürgerliste WIR
für Marl, über Vorteile, Nachteile & Risiken durch Flüsterasphalt

Der Begriff „Flüsterasphalt“ umschreibt mittlerweile eine Reihe von speziellen Asphaltmischgutarten,
die auf eine Reduzierung der Schallemission ausgerichtet werden.
Bei dem im Antrag angesprochenen Flüsterasphalt handelt es sich – wie beschrieben – um
einen hohlraumreichen offenporigen Asphalt PA (auch OPA genannt), bei dem die Entwässerung
durch die darunter liegende dichte Asphaltbinderschicht sicher gestellt wird.
Dies setzt allerdings besondere Regenabläufe bzw. Entwässerungsbedingungen voraus,
die im kommunalen innerstädtischen Straßenbau nicht erfüllt werden können.
Dieser Belag wird überwiegend im Autobahn- bzw. Fernstraßenbau eingesetzt, wobei neben
der Geräuschverminderung zusätzlich auch der Sicherheitsaspekt der Fahrsicht bei
Regen und die reduzierte Sprühfahnenbildung für die Verwendung maßgebend sind.
Bei der Stadt Marl wurde diese Art von Flüsterasphalt nicht eingebaut.

Die Verwaltung hat aber im Zuge des Konjunkturpaketes II auf der Langehegge eine andere
lärmmindernde Asphaltdeckschicht eingebaut, ein „Flüsterbelag SMA 8S LA“
Hierbei handelt es sich um einen lärmoptimierten Splittmastixasphalt mit einem höheren
Gehalt an groben Gesteinskörnungen und einem erhöhten Hohlraumgehalt.
Diese Asphaltdeckschicht ist jedoch im Gegensatz zum offenporigen Asphalt PA dicht und
kann oberflächlich über die normalen Entwässerungsrinnen entwässert werden.
Beim Einsatz eines solchen Spezialbelags sind zusätzliche Randbedingungen zu berücksichtigen,
so dass eine Verwendung für eine Lärmminderung nur für wenige Straßenbereiche
in Frage kommt.

Nach den Vorgaben der Mischguthersteller sollten Einbaulängen über 500 m vorliegen und
Bereiche von Signalanlagen, Kreuzungen bzw. Einmündungen mit starkem Abbiegeverkehr
und Einbauten (Kappen etc.) ausgespart bleiben.
Infolge der geringeren Einbaustärke diese Flüsterbelages ist eine ebene standfeste Binderschicht
ergänzend erforderlich, so dass der Einsatz nur bei einer Grunderneuerung und
nicht für eine Deckensanierung vorgesehen werden kann.
Bei der Verwendung von diesen Spezialasphalten zur Lärmminderung ist mit Mehrkosten
von 10-20% gegenüber herkömmlichen Asphalten zu rechnen.

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27. Dezember 2012

Neuer Mietspiegel für Marl

Der Mietspiegel dient als Richtlinie zur Ermittlung ortsüblicher Vergleichsmieten im Gebiet der Stadt Marl.

Das Mietspiegelgremium hat einen neuen Mietspiegel beschlossen.

Die bisher festgesetzten Mietzinsen gelten unverändert weiter.

Der neue Mietspiegel gilt vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2014 und kann kostenlos abgerufen werden. Bürgerinnen und Bürger, die über keinen Internetzugang verfügen, wird auf Anfrage eine Kopie des Mietspiegels kostenlos zugeschickt.

Richtlinie zur Ermittlung ortsüblicher Vergleichsmieten

Der Mietspiegel dient als Richtlinie zur Ermittlung ortsüblicher Vergleichsmieten im Gebiet der Stadt Marl. Er bietet den Mietparteien eine Orientierungsmöglichkeit und soll die eigenverantwortliche Mietpreisbildung erleichtern, Streit- und Gerichtsverfahren zwischen den Mietvertragsparteien möglichst verhindern sowie zur Versachlichung von Mietpreisauseinandersetzungen beitragen.

Einvernehmlicher Beschluss

Der Mietspiegel wurde beschlossen im Einvernehmen zwischen dem Haus- und Grundeigentümerverein Marl, Hüls und Umgegend e.V., dem Deutschen Mieter- und Mieterschutz-verein Marl und Umgebung e.V. sowie der Arbeitsgemeinschaft der Wohnungswirtschaft Emscher-Lippe. Dem Mietspiegelgremium gehört außerdem die Stadt Marl an.

 

 

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