Archive for Juli 18th, 2012

18. Juli 2012

Leiharbeit : Gesetzliche Regelung muss kommen

 

Zur Ankündigung von Arbeitsministerin von der Leyen, eine gesetzliche Regulierung der Löhne von Leiharbeitskräften auf Eis zu legen

 

Eine gesetzliche Regulierung der Leiharbeit ist unabdingbar notwendig, um den Gleichbehandlungsgrundsatz ,,gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchzusetzen. Leiharbeitskräfte und Stammbelegschaften müssen – ohne wenn und aber – gleich bezahlt werden.

 

Ministerin von der Leyen hatte den Tarifparteien ein Jahr Zeit gegeben, um eine Gleichbehandlung der Leiharbeitskräfte auszuhandeln. Die jüngst vereinbarten Branchenzuschläge insbesondere der IG Metall und IG BCE bringen eine deutliche Verbesserung. Die Entlohnung von Leiharbeitskräften wird in Branchen steigen, in denen die Gewerkschaften einen hohen Organisationsgrad haben. Dennoch wird auch in diesen Branchen das Prinzip ,,gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nicht umgesetzt. In der Folge bleibt aufgrund der niedrigeren Lohnkosten der Anreiz für Unternehmen erhalten, Leiharbeitskräfte einzusetzen.

 

Andere, schlechter organisierte Branchen sind die Leidtragenden. Sie haben nicht die Stärke, sich gegenüber der Arbeitgeberseite durchzusetzen und gute Branchenzuschläge zu vereinbaren. Nach der Ankündigung der Bundesarbeitsministerin, keine gesetzliche Equal-Pay-Regelung zu schaffen, können die Arbeitgeber erst recht faire Verhandlungen über Branchenzulagen verweigern.  Sie wurden durch die Ankündigung der Ministerin gestärkt.

 

Verlierer der tariflichen Regulierung in der Leiharbeit sind vor allem Leiharbeitskräfte, die in tariffreien Zonen eingesetzt werden oder in Betrieben, die Tarifflucht begehen. Dort können keine Tarifverträge oder Branchenzuschläge vereinbart werden

 

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18. Juli 2012

Westfälische Naturschutzgebiete wachsen deutlich

 Der Hochsauerlandkreis ist westfalenweit die Region mit dem höchsten Anteil an Naturschutzgebieten. Laut einer aktuellen Erhebung des Landesumweltamtes standen Ende 2011 rund 13,3 Prozent der dortigen Fläche unter dem besonderem Natur- und Landschaftsschutz. In ganz Westfalen sind es 6,9 Prozent.

Insgesamt ist die Anzahl der Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Seit 1990 hat sich die Zahl mehr als verdreifacht, so dass gegenwärtig 3035 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 268.088 Hektar verzeichnet sind. Rund zwei Drittel der Gebiete liegen in Westfalen.

Holger Sticht vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in NRW begrüßt diese Entwicklung, mahnt aber an, dass es nicht allein um die Anzahl und Größe der Naturschutzgebiete gehe, sondern auch um deren Management und Vernetzung: „Die Ausweisung der Flächen ist nur der erste Schritt. Wichtig ist, dass die vielen Inseln jeweils in einen guten Zustand versetzt und miteinander verbunden werden. Nur ausreichend große Populationen sind auf Dauer überlebensfähig.“

Weitere Informationen:
http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/nsg/de/
fachinfo/statistik/rp

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18. Juli 2012

Die Zeche Nachtigall im Dunkeln

Nachtsafari im LWL-Industriemuseum

Was raschelt im Gebüsch? Flattern Fledermäuse um den Zechenkamin? Welche Tiere werden erst nach Einbruch der Nacht wach? Am Freitag, 20. Juli, erleben Besucher die Zeche Nachtigall mal ganz anders. Um 21.30 Uhr startet die Nachtsafari mit Naturpädagogin Birgit Ehses im Wittener Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Das Kinderradio Lilipuz von WRD 5 wird mit bei Tour dabei sein und von der Nachtsafari berichten.

Bei Einbruch der Dunkelheit geht es mit allen Sinnen auf eine geheimnisvolle Entdeckungstour über das alte Zechen- und Ziegeleigelände. Zwischen Stollen, Steinbruch und Ringofen verstecken sich die Tieren und Pflanzen der Nacht, die Kinder und Erwachsene im Schein der Taschenlampe entdecken. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe werden empfohlen. Die Nachtsafari kostet 2 Euro plus Museumseintritt.

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