Archive for Dezember, 2011

31. Dezember 2011

Umweltschutz-Bilanz 2011

 

Umweltschutz-Bilanz 2011: Fukushima, „halber“ Atomausstieg und die Untätigkeit einer Verbraucherschutzministerin. 2012 entscheidend für Agrarreform

Berlin, 12.2011: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will sich im kommenden Jahr verstärkt bei der Durchsetzung ökologischer Agrarreformen engagieren. „2012 muss die Bundesregierung zeigen, dass sie die Lokomotive der EU-Agrarreform ist und nicht die Blockiererin.

Natur und Umwelt, die Tiere und die Menschen müssen die Kollateralschäden der industrialisierten Landwirtschaft und Tierhaltung ausbaden.
Umweltschutzauflagen müssen endlich entscheidende Kriterien bei der Vergabe von Agrarsubventionen werden“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Bereits am 21. Januar werde es anlässlich der „Grünen Woche“ in Berlin eine große Demonstration für einschneidende Korrekturen in der deutschen und europäischen Agrarpolitik geben. „Die nächsten Monate entscheiden über Top oder Flop der Agrarreform. Es geht um mehr Tierschutz, mehr Schutz der Verbraucher vor ungesunden Lebensmitteln und um ein Ende der Preisdrückerei“, sagte Weiger.

Neben der Agrarreform werde der Atomausstieg 2012 die Durchsetzung der Energiewende ins Zentrum seiner Arbeit stellen, sagte der BUND -Vorsitzende. Die Anti-Atomproteste Hunderttausender Menschen im zurückliegenden Jahr hätten deutlich gemacht, dass die Bevölkerung den Ausstieg aus der gefährlichen Atomtechnologie und den Umstieg auf eine hundertprozentige Stromversorgung aus regenerativen Energien wolle. Der BUND werde darauf dringen, dass beim Umbau der Energiewirtschaft die Interessen von Betroffenen und Anwohnern einbezogen würden.

„Die Demonstrationen für einen schnelleren Atomausstieg, die wir 2011 zusammen mit anderen Organisationen auf die Beine gestellt haben, waren Grundlage für die energiepolitische Kurskorrektur der Bundesregierung nach Fukushima“, sagte Weiger. „Fukushima 2011 steht wie Tschernobyl 1986 und Harrisburg 1979 für die Risiken der Atomkraftnutzung. Deshalb muss dem halben Atomausstieg in Deutschland 2012 der ganze folgen“, sagte der BUND-Vorsitzende. 2012 werde der BUND außerdem die intensive Beteiligung der Bürger und ihrer Verbände bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu einem seiner Schwerpunkte machen. Mit dem stetig wachsenden radioaktiven Atommüllberg werde nachfolgenden Generationen ein unverantwortbares Erbe aufgebürdet.

Verhindert werden müsse auch, dass der Atomausstieg auf Kosten des Klimaschutzes geschehe. „In Deutschland dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden. Stattdessen muss alles getan werden, um die großen und leider immer noch brachliegenden Potentiale beim Energiesparen, der Energieeffizienz und beim Ausbau der Windkraft besser zu nutzen“, sagte Weiger.

Ein wichtiger Erfolg beim Klimaschutz in Deutschland sei 2011 die Verhinderung des Gesetzes zur unterirdischen Verpressung des Klimagases CO2 gewesen. Der Energieriese Vattenfall habe deshalb den Bau eines Pilotkraftwerks auf Basis der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) in der Nähe von Berlin absagen müssen. International sei der Klimaschutz hingegen kaum vorangekommen. Die Staatengemeinschaft habe sich beim Weltklimagipfel im südafrikanischen Durban leider nicht auf konkrete Maßnahmen zur CO2-Minderung geeinigt.

Im Naturschutz sei es 2011 gelungen, wertvolle Biotope für gefährdete Arten und am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen, dem „Grünen Band“, zu sichern. 2012 rechnet der BUND mit entsprechenden Beschlüssen des EU-Parlaments für den Bereich entlang des gesamten früheren Eisernen Vorhangs, dem „Green Belt Europe“. Die Entscheidung der Unesco, fünf deutsche Buchenwälder als Weltnaturerbe auszuweisen, sei ein großer Erfolg im „UN-Jahr der Wälder 2011“. Mitgewirkt habe der BUND auch bei wichtigen Grundsatzurteilen des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg. So habe das EuGH die Klagerechte gegen industrielle Großvorhaben wie z.B. Kohlekraftwerke gestärkt. Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Natur, des Wassers oder der Luft könnten künftig durch Umweltverbände gerichtlich geahndet werden. Auch das EuGH-Urteil über die Zulässigkeit der Einbeziehung des Flugverkehrs in den EU-Emissionshandel nütze dem Umwelt- und Klimaschutz.

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30. Dezember 2011

Schutz des Klimas ist größte Herausforderung

Umweltschützer drängen auf Rettungsschirme auch für ökologische Schulden

Nach diesem Jahr der Schulden- und Finanzkrisen, der Naturkatastrophen und politischen Umwälzungen, sieht Greenpeace weiterhin die größte Herausforderung darin, die Klimakrise aufzuhalten. „Für den Schutz des Klimas und andere ökologische Schulden brauchen wir auch Rettungsschirme. Und zwar jetzt und nicht erst, wenn es zu spät ist“, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland. „Viele Menschen sind bereits durch den Klimawandel bedroht. Und auch wir werden Konflikte um knapper werdende Rohstoffe zu spüren bekommen. Wir brauchen schnelle Lösungen.“
Greenpeace fordert Lösungen von denjenigen Branchen, die den Klimawandel verursachen. Vor allem die Öl- und Kohleindustrie blockiert mit ihrem Einfluss den Klimaschutz. Die unabhängige Umweltschutzorganisation hat dies in einem Bericht belegt und bei den UN-Klimaverhandlungen in Durban wieder erlebt. Als Europas größter Autokonzern steht auch VW im Fokus der Umweltschützer. „Die Menge der Autos, die VW herstellt, birgt ein gewaltiges Potential zur Verringerung von CO2. Wir erwarten daher Spritspartechnik in Serie und Unterstützung für die Pläne der EU, den CO2-Ausstoß um 30 Prozent zu verringern“, sagt Brigitte Behrens. Zudem will die Organisation die Arktis vor der Ausbeutung weiterer Ölvorkommen schützen.
Energiewende voranbringen
Wie groß die Bedrohung durch Atomkraft ist, zeigte die Katastrophe von Fukushima. Dieser Schock bewirkte immerhin, dass die Regierung von Angela Merkel ihre alte Fehlentscheidung kassierte und beschloss, aus der Atomkraft auszusteigen und die Energiewende voranzubringen. Greenpeace zeigte bereits mit dem Energiekonzept „Der Plan“, wie 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 in Deutschland zu erreichen sind. Die Umweltschützer haben massiv um die Energiewende gerungen und werden sich dafür einsetzen, dass sie nicht ins Stocken gerät. Denn bislang gibt es in der Regierung niemanden, der alle Maßnahmen steuert. Greenpeace erwartet außerdem, dass die Regierung das Dauerproblem der Atommüllentsorgung löst und den ungeeigneten Salzstock in Gorleben von der Liste möglicher Endlager streicht.
Für die Regulierung des Klimas sind auch die heimischen Wälder wichtig. Derzeit ist alter Baumbestand durch Abholzung bedroht

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30. Dezember 2011

„Die Heiligen Drei Könige setzten Maßstäbe“

Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Heiligen Drei Könige haben mit ihren kostbaren Gaben zur Verehrung des Christuskindes Wissenschaftlern zufolge Maßstäbe gesetzt. „Über Jahrhunderte scheuten die Menschen keine Kosten, um Gott und die Heiligen mit Gaben zu ehren“, erläutert Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster vor dem Dreikönigstag am 6. Januar. „Als Gegenleistung für wertvolle irdische Gaben wie Kunstwerke, Kreuze und Kelche erhofften sich die Menschen des Mittelalters, dass Gott ihre Fegefeuer-Zeit verkürze.“

Jeder Mensch stiftete damals nach seinen Möglichkeiten, wie LWL-Kuratorin Dr. Petra Marx ausführt: „Adlige gaben Gold, Bauern spendeten Feldfrüchte. Alle vertrauten darauf, dass Gott die Gaben ins richtige Verhältnis setzte.“ Die Ausstellung „Goldene Pracht“ in Münster wird wertvolle Stiftungen der mittelalterlichen Goldschmiedekunst ab Februar 2012 in großer Zahl präsentieren. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit seinem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und die Domkammer zeigen gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“ rund 300 herausragende nationale und internationale Werke wie Kreuze, Schreine und Schmuck.

Umrechnungstabellen für Sündenstrafen

„Die Vorstellung, dass sich das ewige Seelenheil durch irdische Leistungen verdienen lässt, führte im Mittelalter zu einem differenzierten Stiftungswesen“, so Historiker Althoff. Almosen-Spenden für Arme und Stiftungen sakraler Gegenstände galten als wirkungsvolle Mittel zur „Jenseitsvorsorge“, da sie mit Messfeiern und Gebeten für die Stifter belohnt wurden. Althoff: „Es hat im Mittelalter regelrechte Umrechnungstabellen gegeben, aus denen deutlich wurde, wie viel Sündenstrafen Gott für die Messfeiern und Gebete erlässt.“ Bildliche Darstellungen des Jüngsten Gerichts hätten den Gläubigen zudem vor Augen geführt, dass niemand vor Verdammnis sicher war. Selbst Könige, Päpste und Bischöfe ließ der Weltenrichter Christus von Teufeln in die Hölle abführen.

Zuweilen mischten sich religiöse Motive für Schenkungen auch mit weltlichen, wie Marx sagt: „Die Bürger der Stadt Soest etwa stifteten den berühmten Schrein für ihren Stadtpatron Patroklus nicht zuletzt aus Konkurrenz zum städtischen Kloster, dessen Stiftungen sie überbieten wollten.“ Als Stifter goldglänzender Kreuze, Schreine und Statuetten traten in Westfalen nach den Worten der Kuratorin zunächst Könige und Adlige in Erscheinung, im Spätmittelalter auch ein selbstbewusstes Bürgertum. „Aus Frömmigkeit spendeten sie hochwertige sakrale Kunst. Diese sollte auch die Würde des Gottesdienstes erhöhen.“

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29. Dezember 2011

UNICEF-Bericht über die Lage der Kinder in Deutschland

Die Zukunftschancen von Kindern hängen hierzulande massiv vom sozialen Hintergrund der Familie ab. Diesen Umstand können und dürfen wir nicht hinnehmen, gerade vor dem Hintergrund, dass sich schlechte Startchancen als schlechtere Entwicklungschancen durch alle Lebensbereiche der benachteiligten Kinder ziehen.

Die Bundesregierung muss die Ergebnisse der Studie aufgreifen und der sozialen Spaltung in der Gesellschaft entgegenwirken. Kindliches Vertrauen und Selbstbewusstsein hängt auch mit der Erwerbstätigkeit und beruflichen Zufriedenheit der Eltern zusammen. Arbeitslosigkeit von Eltern wirkt sich allzu oft negativ auf das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder aus. Auch vor diesem Hintergrund wäre das Betreuungsgeld fatal. Denn diese kurzfristige Fernhalteprämie hat langfristige Folgen: Sie würde Müttern den Zugang zum Arbeitsmarkt nachhaltig erschweren.

Besonders von Armut betroffen sind Alleinerziehende und ihre Kinder. Sie sind durch fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten und eine schlechte Arbeitszeitpolitik am Arbeitsmarkt benachteiligt. Hier hat die Bundesregierung ihren Ankündigungen bisher keine Taten folgen lassen. Sie hat den Ausbau der Kindertagesbetreuung und der schulischen Ganztagsangebote sowie die bessere Betreuung von Alleinerziehenden bei der Arbeitsvermittlung schleifen lassen.

Gute Förderung der Kinder durch den Ausbau der Infrastruktur wie Kitas und Schulen sowie eine faire Familienförderung, die insbesondere bei armen Familien auch ankommt muss mit einer muss Hand in Hand gehen mit einer Stärkung der Eltern. Daher setzen wir uns für den Ausbau von Eltern-Kind-Zentren und Familienbildungsstätten sowie für die Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf eine Mutter/Vater-Kind-Vorsorgemaßnahme ein.

 

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29. Dezember 2011

Die Emscher-Lippe-Region vor größte Herausforderungen

Das neue Jahr 2012 stellt die Emscher-Lippe-Region vor größte Herausforderungen. Nach Auffassung des DGB

sind dies die hoffnungslose Überschuldung der Kommunen, die ständige Zunahme schlecht bezahlter Arbeit in Form von Leiharbeit und Mini-Jobs sowie die wachsende Armut in der Bevölkerung. Geeignete Lösungsvorschläge für diese Probleme lägen nach Meinung der Gewerkschaften bereits auf dem „Gabentisch“ der Politik. Sie müssten im neuen Jahr nur ausgepackt und angewandt werden.

Zur Sicherung der kommunalen Handlungsfähigkeit schlägt der DGB vor, den Solidaritätszuschlag für den Osten Deutschlands entweder zu streichen oder auch das Ruhrgebiet damit zu fördern. „Es kann nicht sein, dass allein die Emscher-Lippe-Städte den Aufschwung im Osten mit fast 27 Mio. Euro im Jahr finanzieren, die sie sich selbst gegen Zinsen leihen müssen“, klagt Hülsdünker.
Außerdem verlangt der DGB eine stärkere Entlastung der Städte bei den Sozialkosten nach „Hartz IV“.
Die Emscher-Lippe-Kommunen wendeten hierfür in den vergangenen Jahren etwa 260 Mio. Euro auf – auch weitgehend auf Pump. Angesichts des Schuldenstands aller Kommunen und des Kreises von fast 3,5 Mrd. Euro fordert der DGB, dass der Bund diese Kosten übernehmen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder herstellen müsse, auch um den Preis, seine Einnahmeseite über Steuererhöhungen sicherzustellen. Dafür müsse allerdings – so die Meinung des DGB – die „Steuersenkungs- Tyrannei“ der „Drei-Prozent-FDP“ durchbrochen werden, um endlich das Bildungssystem, Straßen sowie öffentliche Gebäude und Haushalte über höhere Steuereinnahmen sanieren zu können. Vorschläge zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer, einer angemessenen Erhöhung der Erbschaftssteuer oder der Körperschaftssteuersätze lägen ja vor“, so Hülsdünker.
Gegen die ausufernden Mini-Jobs und die Zunahme äußerst schlecht bezahlter Arbeit fordert der DGB einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro je Arbeitsstunde sowie die Begrenzung der Arbeitszeit bei Mini-Jobs auf maximal 12 Stunden pro Woche. „Der gerade für Leiharbeiter zum Jahresbeginn 2012 eingeführte Mindestlohn ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Stundenbeträge sind mit 7,89 Euro zu niedrig“, meint Hülsdünker. „Unzufrieden sind wir auch deshalb, weil Leiharbeit trotz Mindestlohn immer noch deutlich schlechter bezahlt werden darf, als die gleiche Arbeit eines Festangestellten.
Angesichts des vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband aufgezeigten hohen Armutsrisikos im nördlichen Ruhrgebiet verlangen die Gewerkschaften eine Stärkung tarifierter und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Neben einem gesetzlichen Mindestlohn müsse sittenwidrige Beschäftigung verfolgt und unter Strafe gestellt werden, um die gesetzeskonforme Ordnung auf dem Arbeitsmarkt zu garantieren. Darüber hinaus verlangen die Gewerkschaften eine Novellierung des Gesetzes zur Rente mit 67, um Altersarmut zu vermeiden und den Lebensstandard auch im Alter zu sichern. „2012 muss das Jahr der Armutsbekämpfung werden. Schließlich ist es auch das Jahr vor dem nächsten Bundestagswahlkampf. Die Gewerkschaften werden jedenfalls alles daran setzen, dass die pathologischen Rufe nach Steuersenkung und Sozialabbau verstummen. Bekommen wir das 2012 hin, wird das neue Jahr ein gutes Jahr für mehr Menschlichkeit, Solidarität und Wohlstand für alle“, meint DGB-Chef Josef Hülsdünker.
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29. Dezember 2011

Kosmische Kunst

Letzte Feierabend-Führung zur Ausstellung „Thomas Ruff. Stellar Landscapes“ im LWL-Landesmuseum

Münster (lwl). Leuchtende Planetenringe, funkelnde Sternenbilder, Marslandschaften, die fremd und gleichzeitig vertraut wirken: Die Sonderausstellung „Thomas Ruff. Stellar Landscapes“ ist noch bis 8. Januar 2012 im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster zu sehen. Wer mehr über die Weltraumfotografien des Düsseldorfer Fotokünstlers Thomas Ruff erfahren möchte, hat dazu bei der Feierabend-Führung am Donnerstag, 5. Januar, 18 Uhr, Gelegenheit. Die Ausstellung konzen-triert sich auf vier Serien aus Ruffs Werk, die sich mit dem Thema Weltraum beschäftigen. Himmelslandschaften, Sterne und Planeten geben dem Betrachter eine Vorstellung von der Weite des Weltraums und von der Unendlichkeit der Welt. Thomas Ruff knüpft an diese Faszination an und schafft aus vorhandenem Bildmaterial, zum Beispiel von der NASA, großformatige Fotografien, die die Schönheit des Alls zeigen. Dabei beschäftigt sich der Künstler auch mit den grundlegenden Eigenschaften des Mediums Fotografie und wirft die Frage auf, welche Bedeutung die künstlerische Handschrift im digitalen Zeitalter hat.

Die Teilnahme an der Führung ist im Eintritt inbegriffen. Weitere Informationen unter http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de

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29. Dezember 2011

Campact 2011: So konnten wir im Jahr 2011 mit einem Teil unserer Kampagnen relevante politische Erfolge feiern


Campact 2011
Dezember 2011

Fukushima, die Unterdrückung der arabischen Demokratiebewegung, die Euro- und Finanzkrise – das zurückliegende Jahr war geprägt von Unglücken, Umbrüchen und Krisen. Doch oft öffnen sie auch Fenster für politische Veränderungen. Gemeinsam haben wir nach diesen Chancen gegriffen und dabei einiges erreicht.

Blicken Sie mit uns zurück auf das bewegte Campact-Jahr 2011!

Um möglichst früh zu erkennen, wenn sich ein Fenster für politische Veränderung öffnet, verfolgen wir ständig die Nachrichtenlage und tauschen uns mit Experten, Journalistinnen und anderen Organisationen aus. Dann schnell zu reagieren und das „Fenster“ möglichst weit aufzustoßen, ist jedes Mal ein Kraftakt: Hintergründe müssen recherchiert, Appelle erarbeitet, kraftvolle Bündnisse geschmiedet, Aktionen erdacht und Demonstrationen organisiert werden – und das oft innerhalb kürzester Zeit.

So konnten wir im Jahr 2011 mit einem Teil unserer Kampagnen relevante politische Erfolge feiern:

Wir verhinderten, dass Bundestagsabgeordnete ihre Nebeneinkünfte wieder verschleiern können. Wir erreichten, dass Saatgut gentechnikfrei bleibt. Das Steuerabkommen mit der Schweiz konnten wir öffentlich derart brandmarken, dass es wohl keine Mehrheit im Bundesrat finden wird. Gemeinsam mit der Anti-Atom-Bewegung setzten wir durch, dass die Laufzeitverlängerungen rückgängig gemacht und acht Atomreaktoren endgültig abgeschaltet wurden.

Ohne die regelmäßige finanzielle Unterstützung der mittlerweile 8.385 Förderer/innen wären diese Erfolge undenkbar. Denn nur so können wir kraftvolle Kampagnen starten, ohne uns zuerst langwierig um die Finanzierung kümmern zu müssen. Um unsere finanzielle Unabhängigkeit und „Feuerwehrbereitschaft“ weiter zu steigern, müssen wir die Zahl unserer Förderer/innen auf mindestens 10.000 erhöhen.

 

 

Für das Campact-Team

Carsten Direske, Susanne Jacoby und Christoph Bautz

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28. Dezember 2011

NABU „Dino des Jahres 2011“ für AIDA und TUI Cruises

Aus Profit fahren Kreuzfahrtschiffe mit giftigem Schweröl

Der NABU verleiht Deutschlands peinlichsten Umweltpreis in diesem Jahr an die Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises. „Ihre angeblich ‚Weißen Flotten‘ sind in Wahrheit dreckige Rußschleudern, denn die Kreuzfahrtschiffe fahren auf hoher See immer noch mit giftigem Schweröl“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Damit stößt ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf der gleichen Strecke. Die Gefahren für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen ließen sich leicht vermeiden, aber aus Profitgier verweigern die deutschen Reeder bislang die Verwendung von Schiffsdiesel und den Einbau von Abgastechnik wie etwa Rußpartikelfilter.“

Stellvertretend für die gesamte Hochseeschifffahrt verleiht der NABU den „Dinosaurier des Jahres 2011“ an Michael Thamm, Präsident AIDA Cruises, und Richard J. Vogel, Vorsitzender TUI Cruises. „Sie sind die Speerspitze der überaus lukrativen deutschen Kreuzschifffahrt. Sie dekorieren ihre Schiffe mit schönen Schlagworten wie Wohlfühlen, Fahrtwind und Seeluft – aber aus den Schornsteinen ihrer Luxusliner kommen enorme Mengen giftiger Schadstoffe. Von wegen Seeluft und Traumschiff! Für Küsten- und Hafenbewohner und die Umwelt sind sie der reinste Albtraum“, betont der NABU-Präsident. Tatsächlich ließen sich die bedrohlichen Emissionen eines Schiffs sehr leicht durch die Umstellung von Schweröl auf schwefelarmen Schiffsdiesel und eine geringere Fahrtgeschwindigkeit verbessern: „So lassen sich Schwefeldioxid und Feinstaub um bis zu 90 Prozent reduzieren, und der Ausstoß von klimaschädlichen Rußpartikeln verringert sich um mehr als 40 Prozent“, erläutert Dietmar Oeliger, Leiter der NABU-Verkehrspolitik.

„AIDA und TUI übertrumpfen sich mit aufwendigster Unterhaltung an Bord, nichts ist zu teuer für Restaurants, Wellness und Casinos – aber für einen Rußpartikelfilter ist angeblich kein Geld da..

Das ist Heuchelei!“, kritisiert NABU-Präsident Tschimpke. „Es ist völlig unverständlich, wie die Veranstalter von Kreuzfahrten derart mutwillig ihr größtes Kapital, nämlich eine intakte Natur aufs Spiel setzen.“ Mit der Kampagne „Mir stinkt’s! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!“, will der NABU Kreuzfahrt-Kunden aufklären und die Reeder zur Einhaltung von Umweltstandards verpflichten. Tatsächlich beweisen etliche Studien die verheerenden Auswirkungen der dreckigen Schiffsabgase: Sie sind verantwortlich für rund 50.000 vorzeitige Todesfälle allein in Europa, sie überdüngen Meere und versauern Böden und nicht zuletzt tragen sie auch erheblich zum bedrohlichen Klimawandel bei: Die schwarzen Rußpartikel aus den Schornsteinen lagern sich auf dem Eis der Arktis ab und beschleunigen das Abschmelzen. „Das schlechte Gewissen der Reedereien wird in ihren Verkaufsbroschüren wegroutischiert. Die meisten Fotos in Katalogen und im Internet sind nachbearbeitet, der Kunde soll die Abgasfahne, die aus den gigantischen Schornsteinen aufsteigt, nicht sehen. Tatsächlich aber verpestet allein die AIDA Flotte die Luft ähnlich stark, wie alle deutschen Autos zusammen“, so Oeliger.

„Auch die Politik versagt, indem sie Schiffen auf hoher See einen Schadstoffausstoß erlaubt, der x-tausendfach über den Grenzwerten liegt, die Pkw und Lastwagen an Land einhalten müssen“, kritisiert Tschimpke. „Aber die Reeder müssen nicht auf Vorgaben warten – sie könnten heute schon der massiven Umweltzerstörung endlich ein Ende bereiten.“ Mit der Verleihung des Dinosauriers an AIDA und TUI Cruises hofft der NABU, den überfälligen Sinneswandel zu beschleunigen. „AIDA und TUI Cruises präsentieren sich in ihren Hochglanz-Werbebroschüren gerne als vorbildlich umweltfreundlich. Beide Kreuzfahrtriesen haben die wirtschaftliche Kraft und das Innovationspotenzial der gesamten Schiffsbranche den ökologischen Weg zu weisen. Die Reedereien müssen endlich auf Schiffsdiesel umsteigen und insbesondere bei den geplanten Neubauten moderne Abgastechnik einbauen. Schluss mit der Luftverpestung auf hoher See und in den Häfen“, fordert Tschimpke.

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28. Dezember 2011

Balance-Akt zwischen Fotografie und Malerei

LWL-Landesmuseum stellt Werke aus der Ausstellung „Thomas Ruff. Stellar Landscapes“ vor

Münster (lwl). In der Ausstellung „Thomas Ruff. Stellar Landscapes“ (bis 8.1.2012) zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster großformatige Fotografien zu den Themen Weltraum und Astronomie des international bekannten deutschen Fotokünstlers Thomas Ruff. In einer Serie stellt das LWL-Landesmuseum die Werk-Serien vor. Mit der Serie „zycles“ endet diese Serie.

Auf den ersten Blick ist der Bezug zur Astronomie bei der Serie „zycles“ schwer zu erkennen. Auf großformatigen Leinwänden sind Muster aus schwarzen und bunten Linien zu sehen, die mal feiner, mal kräftiger ausgeprägt sind. Grundlage sind mathematische Formeln, die im antiken Sphärenmodell des Sonnensystems die Bewegung der Planeten beschreiben.
Inspiriert durch die Darstellung unsichtbarer Magnetfelder in Kupferstichen des Physikers James Clerk Maxwell (1831-1879), beschäftigt sich Thomas Ruff seit 2008 mit der Herstellung von virtuellen Bildern, die fürs menschliche Auge nicht sichtbar sind. In einem 3D-Modellierungs-Programm, in das Thomas Ruff mathematische Formeln eingibt, entstehen am Computer mit Kurvenbändern angefüllte, virtuelle Räume. Thomas Ruff legt die Bildausschnitte in einem quasi-fotografischen Vorgang für das endgültige Bild fest und bestimmt die Farbigkeit der Kurven. Das Ergebnis führt die dreidimensionale Darstellung am Computer wieder in die Fläche des Bildes zurück und erinnert durch die geschwungenen Kurven an Malerei.

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28. Dezember 2011

Neue Telefonnummern bei der Vestischen Arbeit

Neue Telefonnummern bei der Vestischen Arbeit Marl
Neue Telefonnummern bei der Vestischen Arbeit Marl

Zum 1. Januar 2012 ändern sich die Telefonnummern der Vestischen Arbeit Marl.

Die Durchwahlen des jeweiligen Ansprechpartners bleiben jedoch gleich. Ab Januar zu wählen ist dann die Rufnummer 02365/95397-0 für die Zentrale oder die 95397- und anschließend die auch bislang gültige Durchwahl des jeweiligen Ansprechpartners.

Die Ansprechpartner und auch die Räume bleiben gleich – weiterhin sind sie zu finden an der Adolf-Grimme-Straße 1 bis 4 und am Creiler Platz 1.

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